Oberliga Westfalen

Warum es bei der SG Finnentrop/Bamenohl noch nicht läuft

Einen großen Schritt nach vorn hat die SG Finnentrop/Bamenohl trotz der Niederlage beim Auswärtsspiel in Wattenscheid gemacht.

Einen großen Schritt nach vorn hat die SG Finnentrop/Bamenohl trotz der Niederlage beim Auswärtsspiel in Wattenscheid gemacht.

Foto: Lothar Linke

Bamenohl.  Vor dem fünften Spiel gegen Eintracht Rheine präsentieren wir fünf Gründe, warum dem Fünftligisten noch kein Sieg gelungen ist.

Vier Spiele hat die SG Finnentrop/Bamenohl in der Fußball-Oberliga bereits bestritten. Bislang ist die Ausbeute mager, was allerdings seine Gründe hat. Fünf Gründe, warum es bei der SG noch nicht läuft, hat unsere Zeitung vor dem fünften Saisonspiel gegen Eintracht Rheine zusammengefasst.

1. Das Verletzungspech: Der Hauptgrund, warum es bei der SG Finnentrop/Bamenohl noch nicht so rund läuft, ist in der Verletztenmisere zu suchen. In der Vorbereitung verletzten sich zahlreiche Leistungsträger. So kehrten Philipp Hennes und Moritz Kümhof erst jüngst zurück, Nicolas Herrmann wird in dieser Saison wohl kein Spiel mehr absolvieren können.

Zugang Alex Santana fehlte wochenlang nach einer Lebensmittelvergiftung. Eine Verkettung äußerst unglücklicher Umstände, die es gerade für einen Neuling in dieser ambitionierten Liga schwer machen. Kleiner Lichtblick: Zuletzt saß in Wattenscheid mit Julian Scheppe wieder ein lange verletzter Spieler auf der Bank.

2. Die Unerfahrenheit: In der fünfthöchsten Spielklasse wird ein anderer Fußball gespielt als in der Westfalenliga. Dort konnte die SG selbstbewusst auftreten und wusste, wie sie ihre Spiele gewinnen konnte. In der Oberliga muss sie sich gegen Mannschaften beweisen, die entweder exzellent ausgebildet sind (wie zum Beispiel die U23 von Preußen Münster) oder mit vielen erfahrenen Spielern bestückt sind, die bereits höherklassige Erfahrungen haben.

Diese Erfahrungen muss die junge SG-Mannschaft nun erst selbst sammeln und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Ein Lernprozess, den die Mannschaft annimmt, wie sie beim Spiel in Wattenscheid gezeigt hat. „Das Spiel in Wattenscheid gibt Anlass, wieder richtig optimistisch zu sein. Heute hat man gesehen, dass wir in der Lage sind, vorne Gefahr auszustrahlen“, erklärt André Ruhrmann, Sportlicher Leiter der SG. Setzen die Bamenohler den Lernprozess fort, werden sie schnell den Schlüssel haben, um ihre Stärken in der Oberliga auf den Platz zu bringen.

3. Das Auftaktprogramm: Es hätte einfacher sein können. Mit dem FC Gütersloh ging es auswärts direkt gegen eine Mannschaft, die für das obere Tabellendrittel in Betracht kommt. Westfalia Herne ist ein etablierter Oberligist, gegen den die SG sich gut aus der Affäre zog, aber letztlich nur einen Punkt holte. U23-Mannschaften sind undankbar zu spielen, weil sich ihre Besetzung stets ändern kann und sie schwer einzuschätzen sind. Gegen Eintracht Rheine, einer Mannschaft auf Augenhöhe, muss die SG nun endlich ankommen.

4. Die fehlende Unterstützung: Auch das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Durch die herrschenden Auflagen sind die Zuschauerzahlen äußerst begrenzt. Dadurch kann sich keine richtige Heimspieleuphorie aufbauen. Wären zum ersten Heimspiel gegen Westfalia Herne ohne Auflagen sicher locker 1000 Zuschauer gekommen, sahen so nur 300 die Premiere. Gegen Preußen Münster waren es immerhin 500, gegen Rheine werden es am Sonntag wohl wieder soviele werden.

5. Die Torschusspanik: Der offensichtlichste Grund, warum es bislang noch nicht zu einem Sieg gereicht hat: Die SG Finnentrop/Bamenohl leidet in der Offensive unter Ladehemmung. Daran scheiterte auch ein Punktgewinn in Wattenscheid. „Aus den Torchancen, die wir hatten, musst du in dieser Liga einfach eins machen. Das war auch in der zweiten Halbzeit so, da haben wir im letzten Drittel nicht gut zu Ende gespielt“, analysiert Ralf Behle das fehlende Abschlussglück seiner Mannschaft zuletzt in Wattenscheid.

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