Hansemeeting

Wiebke Rosemeyer setzt das Glanzlicht

Sportlicher Höhepunkt beim Hansemeeting: Wiebke Rosemeyer packt die Norm für die U18-DM in Ulm.

Sportlicher Höhepunkt beim Hansemeeting: Wiebke Rosemeyer packt die Norm für die U18-DM in Ulm.

Foto: volkher pullmann

Attendorn.  Sie strahlten fast um die Wette. Und das aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Dies galt vor allem für Wiebke Rosemeyer. Mit 66,16 Sekunden hatte Leichtathletin des Skiclubs Olpe mehreren vergeblichen Anläufen die Norm über 400 Meter Hürden für die Deutschen Meisterschaften der U18 in Ulm gepackt. Es war die letzte Möglichkeit; und sie hat die Ruhe behalten.

Fast noch atemlos blickte sie kritisch zurück: „Ich habe die erste Hürde nicht ganz optimal erwischt. Dann lief es besser und in der zweiten Kurve habe ich alles gegeben. Aber ich konnte im Ziel nicht einordnen, ob es gereicht hat.“ Um dann nachzulegen: „Als ich die Zeit sah, war ich nur noch happy. Das Training hat sich ausgezahlt.“ Dass Wiebke Rosemeyer einer sehr starken Gegnerin unterlegen war, ist für sie eine Randnotiz, zumal sie nach 200 Metern noch auf gleicher Höhe lag. Karl-Heinz Besting: „Sie hatte am Ende die größere Tempohärte“.

Glück mit dem Wetter

Das traditionelle Hansemeeting, eigentlich mehr als Bahneröffnung und Start in die Freiluftsaison gedacht, fiel auch in diesem Jahr dem geplanten Termin zum Opfer. Und nach wochenlanger Hitze- und Trockenperiode drohten nun Mitte Juli laut Wetterprognosen Unwetter dem Meeting einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Doch es kam anders. Und daher hatte Franz-Josef Quinke, Geschäftsführer des LC Attendorn, auch allen Grund, zufrieden festzustellen: „Das Wetter spielte mit, und das wirkte sich kurzfristig auch auf die Teilnehmerzahlen aus. Erfreulich vor allem die hohe Zahl an auswärtigen Vereinen. Und das ist wohl zurückzuführen auf die guten Beziehungen des LC Attendorn mit sehr vielen Vereinen über die Kreisgrenzen hinaus.“ Mit anderen Worten: das Hansemeeting lebt.

Daniela Quinkes Verdienste

Ungezählte Bestleistungen auch im Sprint, trotz teilweise heftigen Gegenwindes, waren der Lohn für eine letzte Anstrengung zu Beginn der Sommerferien. Stellvertretend, nicht nur für den LC Attendorn, sei hier Leonard Samp aus der M9, genannt, der in allen drei Disziplinen, Weitsprung, 50 Meter, Wurf, neue Bestleistungen erzielte.

Vom ausrichtenden Verein standen zudem Janis Büdenbender (M14), Julius Kaufmann (M14), Lena Gehrmann (W12) und Lea Springmann (W12) gleich mehrfach auf dem Podium. Ein Resultat konsequenter Trainingsarbeit von Daniela Quinke.

Vom SC Fretter, wie immer mit einem Großaufgebot gerade in den jüngsten Altersklassen vertreten, stellte Trainer Joachim Sasse „ausdrücklich Becky Kranauge“ aus der W11 heraus. Ebenso hob er Julius König (M11 / zweimal Platz 1 und einmal Platz 2), und Cooper Haase (M9 / Dreifachsieger) hervor.

Vielzahl auswärtiger Vereine

Karl-Heinz Besting sieht zunächst einmal auf das große Ganze: „Es war seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder ein Sportfest in der Ferienzeit. Vor Jahren inszenierte das mal Christian Kramer für die LG Südsauerland an der Habuche in Grevenbrück. Die Vielzahl der auswärtigen Vereine lässt über die Wiederbelebung eines ‚Feriensportfestes‘ nachdenken.“ Das Komplettangebot an Disziplinen einschließlich der Langhürden, Ausnahme die Langwürfe, war wohl auch für kreisexterne Vereine auch interessant im Hinblick auf die anstehenden Deutschen Meisterschaften der U18, U20 sowie Männer und Frauen.

Die „üblichen Verdächtigen“

Für Besting waren es aus Sicht der Olper Leichtathletik (Skiclub und Turnverein) die „üblichen Verdächtigen“, die aus der großen Olper Crew herausragten, so Hannah Bauermann, Maja Blagojevic, Mara Kipke und Lena Hurajt. Aber auch die aufstrebenden Lara Czipura, Pauline Bicher und Daria Popov rückten stärker in den Olper Fokus.

Alina Gierse (LG Südsauerland), kreisweit die beste Kugelstoßerin, war einmal mehr unzufrieden: „Mein Ziel war die Elf-Meter-Marke, eine persönliche Bestleistung.“ Das hat auch mit dem letzten, dem besten Versuch des Tages mit 10,50 Meter nicht geklappt. Mit „Jetzt erstmal in den Urlaub“ verabschiedete sie sich. Alea Steinberg (W09) stand als Einzige LGS-Nachwuchsathletin dreimal auf dem Podium (Sprint, Weitsprung, Ballwurf), Simon Schulte (M12) zweimal.

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