Westfalenliga

Zwei Elfmeter brechen FC Lennestadt das Genick

Der Bilderbuch-Flugkopfall von Christian Schmidt zum 2:2

Der Bilderbuch-Flugkopfall von Christian Schmidt zum 2:2

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.   Was für ein bitterer Rückrundenstart für den FC Lennestadt.

Mit 3:4 (2:2) verlor der Westfalenliga-Aufsteiger das erste Spiel des Jahres 2019 gegen den SC Neheim. Und was die Sache noch ärgerlicher macht: Zweimal konnte der FCL einen Rückstand aufholen. Zunächst ein 0:2 und dann ein 2:3. Und dann fielen die beiden letzten Treffer der Gäste auch noch durch zwei Elfmeter von Silvio Meyer (51./66.), bei dem zumindest der Foulelfmeter zum 3:4-Endstand sehr fragwürdig war.

„Den ersten kann man geben. Das war vielleicht ein Handspiel. Aber der zweite war kein Elfmeter. Halb zog es ihn, halb sank er hin“, beurteilte FCL-Trainer Jürgen Winkel die entscheidende Szene des Spiels, als es im FCL-Strafraum zu einem Gerangel zwischen Gianluca Greco und Christoph Hebbeker kam. Und auch Neheims Trainer Alex Bruchhage gab zu: „Den kann man, den muss man aber nicht geben.“ Bruchhage brachte die Dramatik der Partie auf den Punkt: „Das war ein richtig gutes Spiel für die Zuschauer mit Herzinfarktgefahr für die Trainer. “

Schmidts Doppelschlag zum 2:2

Nach 34 Minuten schien das Spiel bereits entschieden zu sein. Da führten die Gäste durch Tore von Burak Yavuz (28.) und Mahmut Yavuzaslan - aus stark abseitsverdächtiger Position - schon mit 2:0. Doch nur vier Minuten später hieß es 2:2. In der 37. Minute schraubte sich Christian Schmidt nach einer Ecke in die Höhe und köpfte den Ball in die Maschen. Und nur eine Minute später wuchtete Christian Schmidt die Kugel nach einer klasse Rechtsflanke von Steffen Hebbeker mit einem sagenhaften Flugkopfball zum 2:2 ins linke Eck. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag - und mit viel Pech für die Gastgeber - weiter. In der 47. Minute knallte ein Freistoß von Marvin Gouranis an die Latte. Zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel) nach einem für ihn strafbaren Handspiel erstmals auf den Punkt. Das Ergebnis ist bekannt: 2:3.

Fünf Minuten später hieß es 3:3. Dem Kopfballtor von Florian Friedrichs ging allerdings ein Foulspiel des Torschützen voraus. In der 59. Minute wäre der FCL sogar fast in Führung gegangen. Da entschärfte Torwart Justin Schröter einen Kopfball von Christian Schmidt nach einer Ecke glänzend. Im Gegenzug klärte FCL-Torwart Kevin Schulte gegen Yavuz mit einer Fußabwehr.

Ja, und dann holte Schiedsrichter Exuzidis in der 65. Minute nach dem bereits beschrieben Gerangel zwischen Steffen Hebbeker und Greco noch einmal die Pfeife aus der Tasche und es gab den zweiten Strafstoß zum 3:4-Endstand. Jürgen Winkel zog trotz der Niederlage den Hut vor seinen Spielern: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat alles gegeben. Sie hat ein 0:2 und ein 2:3 wettgemacht. Am Schluss hat es leider nicht gereicht. Beim zweiten Elfmeterpfiff hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.“

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