Golf

76 Hektar werden täglich beim GC Unna-Fröndenberg gepflegt

Wirft stets einen Blick auf das Wetter: GCUF-Präsident Werner Siepman aus Menden.

Wirft stets einen Blick auf das Wetter: GCUF-Präsident Werner Siepman aus Menden.

Foto: Arne Poll

Fröndenberg.  Der Golfclub Unna-Fröndenberg erstreckt sich auf einem Areal mit einer Größe von 76 Hektar. So wird die Anlage am Schwarzen Weg gepflegt.

Wer Golf spielen will, braucht vor allem eines: viel Platz. Die Anlagen der Vereine sind im Schnitt mehr als 70 Hektar groß. Wie so ein Golfclub funktioniert, erklärt der heutige Teil unserer Serie.

Größe

Der Golfclub Unna-Fröndenberg streckt sich auf einem Areal mit einer Größe von 76 Hektar, die täglich gepflegt werden müssen. Dazu hat der Klub sieben Greenkeeper eingestellt. Wer den kompletten 18 Loch-Parcours spielt, legt eine Strecke von durchschnittlich zehn Kilometern zurück. „Das kommt aber letztlich auf die Spielweise an. Bei manchen sind es auch nur neun Kilometer, bei anderen sind es zwölf. Die Damenabschläge liegen näher am Grün als die bei den Herren, sodass die Damen schon einmal weniger Meter zurücklegen müssen“, erklärt Werner Siepmann, Präsident des GC Unna-Fröndenberg.

Besonderheiten

„Wir sind Westfälisch strukturiert“, erklärt Frank Kämmerling, Vize-Präsident des GC Unna-Fröndenberg. Mit anderen Worten: Es gibt viel Baumbestand auf der Anlage. Acht Teiche und 62 Bunker gibt es ebenfalls. „Es gibt viele Fallstricke. So soll das ja auch sein. Der Spieler muss sich genau überlegen, welche Taktik er spielt. Ob er auf Nummer sicher geht oder angreift“, weiß Werner Siepmann, Präsident des GCUF. Einen besonderen Fallstrick bietet Loch zwei: Dort müssen die Golfer zwingend über einen Teich schlagen, wenn sie das Grün erreichen wollen.

Pflege

Die Pflege des Rasens ist intensiv und kompliziert, denn es gibt verschiedene Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. „Selbst unsere sieben Vollzeit-Platzarbeiter wie auch unser Maschinenpark können eines nicht beeinflussen: das Wetter. Im Frühjahr ist der Boden manchmal zu nass zum Mähen und im Sommer werden die Fairways gelb vor Trockenheit“, erklärt Siepmann.

Von Februar bis November gefordert

Das Pflegeteam ist von Mitte Februar bis Mitte November im Dauereinsatz. Auch an den Wochenende werden die Grüns gemäht und die Bunker geharkt. „Und das passiert dann vor den Turnieren; also im Sommer bereits ab fünf Uhr morgens. An Werktagen müssen die Greenkeeper auf den Spielbetrieb Rücksicht nehmen“, sagt Siepmann. Verboten ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf den Plätzen.

Verbrauch

Der Wasserverbrauch schwankt von Sommer zu Sommer. Es werden im Sommer nur die Grüns und die Abschläge beregnet. Die Spielbahnen werden nicht gewässert. „An heißen, windigen Sommertagen verbrauchen wir in einer Nacht bis zu 280 cbm Wasser. Das Beregnungswasser entnehmen wir einem Speicherteich bzw. unseren zwei Brunnen“, weiß der Präsident.

Der Düngerverbrauch beschränkt sich auf wenige Tonnen im Jahr. Es sind auch hier überwiegend die Grüns und Abschläge, die Dünger bekommen.

70 Prozent der Gesamtfläche bleiben komplett ungedüngt.

Wie entsteht ein Golfplatz?

Vom Neubau bis zu den Umbauten im vergangenen Jahr, als der Klub einige Bahnen neu gestaltete, haben die Verantwortlichen des GC Unna-Fröndenberg die Hilfe des Golfplatzarchitekten Karl Grohs aus Düsseldorf genutzt.

In das Gelände einfügen

„Die Golfbahnen sollen sich in das vorhandene Gelände einfügen, also ohne große Erdbewegungen. Und es sollen Golfer aller Spielklassen gefordert sein. Der Profi schlägt seinen zweiten Schlag über das Wasserhindernis auf das Grün. Der Bogeygolfer schafft es mit dem dritten Schlag. Aber beide haben vor dem Schlag eines gemein: Herzklopfen“, betont der Mendener Werner Siepmann.

Organisationsform

Der Golfclub Unna-Fröndenberg ist ein eingetragener Verein (eV) mit allen Rechten und Pflichten, die mit dieser Organisationsform einhergehen. Neben dem klassischen Verein gibt es auch Golfklubs, die von Betreibergesellschaften betrieben werden.

Hauptamtliche Mitarbeiter

Zu ihnen gehört in Fröndenberg beispielsweise der Golfclub Gut Neuenhof. Während der „eV“, wie beispielsweise Fußball- oder Handballvereine auch, ehrenamtlich geführt wird, stehen bei Betreibergesellschaften hauptamtliche Mitarbeiter in der Verantwortung.

Kosten

Die Pflege des Golfclubs kostet im Jahr ca. 750.000 Euro. „Mit Maschinen, Wartung etc. kommt man auf diese Summe“, betont Frank Kämmerling.

Gastronomie

Die Klub-Gastronomie „Chip in“ wird im Golfclub Unna-Fröndenberg am Schwarzen Weg von einem Pächter betrieben.

Weitere detaillierte Informationen zum Golfclub Unna-Fröndenberg und der Anlage am Schwarzen Weg in Fröndenberg sowie zum Golfen (Wettspielkalender, Platzrekorde, Clubmeister) sind auch verfügbar unter:
www. gcuf.de

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