Eiskunstlauf

Alles andere als ein günstiges Hobby

Der Schlittschuh kratzt das Eis auf. Nach zwei Jahren brauchen Eiskunstläufer ein neues Paar.

Der Schlittschuh kratzt das Eis auf. Nach zwei Jahren brauchen Eiskunstläufer ein neues Paar.

Foto: Cj Gunther / dpa

Es gibt durchaus günstigere Hobbys, als Eiskunstlaufen. Was genau alles für den Sport benötigt wird und wie viel das kostet:

Es gibt durchaus günstigere Hobbys als Eiskunstlaufen. Den Beteiligten ist bewusst, dass ihre Sportart damit auch gleichzeitig nicht etwas für jede Familie ist.

So kostet ein neuer Schlittschuh, der den gesonderten Anforderungen des Eiskunstlaufs gewachsen ist, auch deutlich mehr als ein teurer Fußballschuh. „Das geht bei 150 Euro los, kann aber auch schnell einmal 600 Euro kosten“, sagt Verena Stobbe von der EG Iserlohn. Verschiedene Härtegrade, der besonders wichtige Halt im Schuh und dann noch die richtige Größe und je nach Outfit auch die passende Farbe: ein Schlittschuh muss vielen Kriterien standhalten. Hinzu kommen die Kufen, die sich wie die Schlittschuhe zwei bis zweieinhalb Jahre halten.

Kostüme, Mitgliedsbeiträge, Trainerstunden

Hinzu kommen Kosten für Mitgliedsbeiträge, die oft nicht gerade kurzen Anfahrten zu Wettkämpfen und vor allen Dingen die Wettkampfkleidung. Diese sind oft besonders aufwendig verziert, bestehen aus besonderem Stoff und sind nicht selten glitzernd. „Das ist ein teures Hobby, das kann man nicht anders sagen“, macht Verena Stobbe kein Hehl aus den Kosten für das Eiskunstlaufen. Die Kleider, die immer maßgeschneidert sind, kosten oft mehrere hundert Euro und sind so, wie sie dann später in den Wettkämpfen zu bewundern sind, nicht im Laden zu bekommen.

Trainiert wird zwischen September und April, wenn die Eisflächen in der Region entsprechend geöffnet sind und zur Verfügung stehen. Sind die drei Trainingseinheiten in Iserlohn nicht ausreichend, geht es in die anderen Eishallen drumherum. Und auch das kostet wiederum Geld, schließlich lassen sich die Eishallen in Dortmund und Umgebung die Nutzung der Fläche von den Nutzern bezahlen.

Sondertraining kostet extra

Darüber hinaus werden in fremden Eishallen auch oft zusätzliche Trainerstunden fällig, die ebenfalls durch die Sportlerinnen und Sportler zu tragen sind. „Eine Stunde in Dortmund kostet zum Beispiel sieben Euro pro Stunde“, sagt Sandra Pérel-Meyer. Alles in allem ist das Eiskunstlaufen also kein günstiges Hobby und keines, das überall ausgeübt werden kann. Ein besonderes ist aber in jedem Fall.

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