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Balve: Diese Atemtechniken im Yoga führen zum Ziel

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Das richtige Atmen führt im Yoga zur absoluten Entspannung für Körper und Geist.

Das richtige Atmen führt im Yoga zur absoluten Entspannung für Körper und Geist.

Foto: Antonia Mertens / WP

Balve.  Die Atmung ist beim Yoga elementar. Yogalehrerin Nicole Runte aus Balve zeigt, welche Formen dabei am effektivsten sind.

Die Atemtechniken, auch Pranayama genannt, sind ein wichtiger Bestandteil des Yogas. Sie bilden eine Art Gegenstück zu den körperlichen Übungen der Sportart. Im Gespräch mit der Westfalenpost erklärt die Yogalehrerin Nicole Runte welche unterschiedlichen Techniken es gibt und für wen sie sich eignen.

„Welche Pranayamas für einen Menschen besonders wirkungsvoll sind, bleibt letztendlich immer individuell“, stellt sie direkt zu Beginn fest. Verschiedene Kriterien bieten jedoch einen guten Überblick über die Vielfalt der Übungen. Das Kriterium der Einfachheit wird von der Bauchatmung erfüllt. „Sie kann immer und überall eingesetzt werden - egal ob zuhause, im Bus oder bei der Arbeit“, erklärt Runte. Diese Übung beruhigt und kann auch als Einschlafhilfe genutzt werden. Der Parasympathikus, also der Teil des Nervensystems der für die Entspannung und Regeneration zuständig ist, wird aktiviert, wenn die Ausatmung länger anhält, als das Einatmen.

Optimale Sauerstoffversorgung

Dabei liegt man vorzugsweise auf dem Rücken oder sitzt ruhig und bequem. Man legt eine Hand auf den Bauch, zählt beim Einatmen bis drei und spürt wie sich der Bauch hebt. Auch bei der Ausatmung zählt man bis drei. Schrittweise verlängert man die Ausatmung, sodass man nach einer bestimmten Zeit bis sechs zählen kann. Für den meditativen Effekt gibt die Yogalehrerin einen wichtigen und dennoch einfachen Tipp: „Wenn Deine Gedanken abschweifen, führe die Aufmerksamkeit einfach zurück zum Zählen“. Wird die Bauchatmung als Einschlafhilfe genutzt, empfiehlt sie vorher gut zu lüften. So befindet sich genügend Sauerstoff im Raum.

Eine weitere Technik wird die vollständige Yoga-Atmung genannt. Sie sorgt für eine optimale Sauerstoffversorgung und entspannt die Muskulatur. Im Liegen oder Sitzen liegt eine Hand seitlich auf dem Bauch und eine auf dem oberen Rippenbogen. Bei der Einatmung hebt sich so zuerst die Hand auf dem Bauch. „Mit demselben Atemzug geht man noch weiter in den Brustraum und die Lungenspitzen, bis sich auch die andere Hand hebt“, beschreibt sie. Mit der Ausatmung spürt man wie die Hände nacheinander sinken. Auch diese Technik wird einige Minuten durchgeführt.

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