Pferdesport

Balve Optimum: Ohne sie läuft es nicht rund

Die Balverin Judith Dippong kümmert sich im Dressurviereck um einen durchorganisierten und zeitgenauen Ablauf.

Die Balverin Judith Dippong kümmert sich im Dressurviereck um einen durchorganisierten und zeitgenauen Ablauf.

Foto: Petra Reker

Balve.  Judith Dippong organisiert beim Reitturnier den Dressurablauf. Damit alles reibungslos abläuft, sind bis zu 50 Helfer vor Ort.

Schritt, Trab, Galopp oder Piaffe, Passage, Pirouette. Auch in diesem Jahr haben die Reiter im Dressurviereck des Longines Balve Optimum wieder ihr Können unter Beweis gestellt und Richter als auch Zuschauer mit tollen Leistungen beeindruckt. Doch damit sich die Teilnehmer auch ihre A- und B-Note abholen können, muss alles straff und durchorganisiert sein, damit die Dressurcracks auch zeitgenau ins Viereck einreiten. Ohne fachkundige „Strippenzieher“ funktioniert dieses Spektakel einfach nicht.

Vorbereitungen beginnen früh

Aus diesem Grund sind auch Judith Dippong und Friedhelm Pütz vor Ort. Gemeinsam organisieren sie den Dressurablauf bei der Veranstaltung – und das nicht allein: „Wir benötigen während der drei Tage ungefähr 50 Helfer für einen reibungslosen Ablauf“, sagt die aus Balve stammende Dippong. Die umfangreichen Vorbereitungen beginnen schon weit früher und nicht erst kurz vor Turnierbeginn. „Im Januar treffen uns meist schon und kontrollieren, ob Dressurhäuser oder die Absperrungen in Ordnung sind“, erklärt Dippong. Fall dies nicht der Fall sein sollte, würden dann schon einige Monate vor Turnierbeginn Reparaturen durchgeführt.“ Sind diese abgeschlossen, wird es schon ein wenig konkreter. „Wir erfahren dann, wie viele Zelte während des Turniers benötigt werden“, sagt Dippong. Mit der Anzahl an Zelten im Hinterkopf, vermessen die Organisatoren alles auf und beginnen mit der eigentlichen Planung. „Kurz vor dem Turnier verlegen wir dann die Strom- und Wasserleitungen“, fügt sie hinzu.

Judith Dippong startet dann auch erst mit der Personalplanung an den Turniertagen. Dabei muss sie aber immer wieder aufs Neue feststellen: „Das ist der schwierigste Part an dieser Aufgabe.“ Allein zehn Helfer werden für die Besetzung der Richterhäuschen benötigt. Der Rest kümmert sich um Absperrungen, Tafeldienste und Laufposten, so die Organisatorin.

Professionelle Organisatoren

Pro Prüfung sind immer rund 20 Helfer am Dressurviereck tätig. Besonders stolz war Judith Dippong in diesem Jahr darüber, dass das Richtergremium die Dressurorganisation bezüglich ihrer Professionalität lobte. Professionell ist das passende Stichwort, so ist das Organisationsteam nämlich auch aufgestellt: „Wir nehmen in erster Linie Helfer, die aus dem Dressurwesen kommen oder die sich am Computer auskennen.“ Denn neben dem „klassischen“ Protokoll wird das Ergebnis eben auch sofort online gestellt – dafür die PC-Kentnisse.

Die Arbeit bei dem großen Reitevent bekommen die Organisatoren nicht vergütet – ganz im Gegenteil. „Wir bekommen für die drei Tage Einsatz kein Geld. Alles wird ehrenamtlich durchgeführt“, sagt Judith Dippong. Stören tut sie das nicht, denn die Ehrenamtler haben einfach Spaß daran, direkt am Geschehen zu sitzen und Schritt, Trab, Galopp oder Piaffe, Passage, Pirouette von den „besten Plätzen“ mitzuerleben.

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