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Balve: So kann Yoga Frauen während der Wechseljahre helfen

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Yogalehrerin Nicole Runte kennt alle Formen ihrer Sportart.

Yogalehrerin Nicole Runte kennt alle Formen ihrer Sportart.

Foto: Antonia Mertens / WP

Balve.  Innere Nervosität, Hitzewallungen oder Herzrasen? Yogalehrerin Nicole Runte gibt Tipps, wie Frauen besser mit den Wechseljahren klar kommen.

Während der Wechseljahre gerät der weibliche Körper hormonbedingt aus dem Gleichgewicht. Wie man durch Yoga eine psychische und physische Balance wiederherstellt, erklärt die Yogalehrerin Nicole Runteim Gespräch mit der Westfalenpost.

Neue Perspektiven werden geschaffen

Die Symptome mit denen Frauen in der Menopause zu kämpfen haben, sind weitreichend. Innere Nervosität, Hitzewallungen, Herzrasen, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sind einige davon. Ungefähr mit 50 Jahren beginnen diese durch den natürlichen Alterungsprozess. Durch Absenken des Östrogenspiegels wird das innere Gleichgewicht durcheinandergebracht, so die Yogalehrerin. Dieser lange Prozess, in dem der Körper versucht seine Balance wiederzufinden, kann bis zu 20 Jahre andauern. Yoga kann helfen den Hormonhaushalt zu regulieren.

Dafür bieten sich besonders die beruhigenden Yogastile, wie das Hatha-, Yin- oder Luna-Yoga, an. Alle drei haben gemeinsam, dass sie die Entspannung und die Schlafqualität verbessern sollen. Dazu fördern sie die Gelassenheit und Stressfreiheit im Alltag. „Yoga fördert die mentale Stärke, wodurch man die Wechseljahre als neuen Lebensabschnitt sehen kann“, ermutigt Runte. So werden neue Perspektiven geschaffen und die Selbstwahrnehmung und -verwirklichung gestärkt.

Hormonyoga kann helfen

Mit Atemtechniken wie der Feueratmung oder der Ujjayi-Atmung wird der Hormonspiegel reguliert und die Energiezentren angeregt. Letzteres findet auch im Hormonyoga, welches von Dinah Rodriguez entwickelt wurde, große Aufmerksamkeit. „Studien haben gezeigt, dass es den Hormonspiegel anheben kann“, weiß Runte. Mit einer Kombination aus Atem- und Körperübungen werden die Energiezentren gelenkt und aktiviert. Auch bei jüngeren Frauen kann dieser Yoga-Stil hilfreich sein. Es wirkt unterstützend bei Zyklusschwankungen, Menstruationsbeschwerden oder dem Prämenstruelle Syndrom (PMS).

Eine halbe Stunde pro Tag, wenn möglich nach dem Aufstehen, empfiehlt die Yogalehrerin. Denn schon die aktive Entscheidung sich Zeit für den eigenen Körper und Geist zu nehmen, schafft Gelassenheit und ein Wohlbefinden in Zeiten eines Ungleichgewichts.

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