Landesliga 2

Berchum/Garenfeld gewinnt im BVB-Stil in Langenholthausen

Nicht zum Hinsehen: Markus Brüll (links) und der TuS Langenholthausen sind gegen den SC Berchum/Garenfeld chancenlos.

Nicht zum Hinsehen: Markus Brüll (links) und der TuS Langenholthausen sind gegen den SC Berchum/Garenfeld chancenlos.

Foto: Dietmar Reker

Langenholthausen.  Der Saisonstart des TuS Langenholthausen ist verpatzt. Nach drei Spielen ist die Mayer-Elf noch sieglos.

Als misslungen lässt sich der Saisonstart des Fußball-Landesligisten TuS Langenholthausen am besten betiteln. Im dritten Saisonspiel setzte es am Sonntag die zweite Niederlage. Gegen den Aufsteiger SC Berchum/Garenfeld unterlagen die Balver mit 1:3 (1:1).

Es brodelte in Trainer Uli Mayer, der seiner Unzufriedenheit über die Leistung seiner Mannschaft Luft machen musste. „Täglich grüßt das Murmeltier“, sagte der Müscheder sarkastisch zur Leistung seiner Mannschaft, die gegen den starken Aufsteiger aus dem Fußballkreis Hagen einen desolaten Eindruck hinterließ. „Die Laufbereitschaft war eine absolute Katastrophe, es hat kaum ein Spieler annähernd Normalform gehabt. Und durch unsere Fehler laden wir den Gegner geradezu ein, Tore zu schießen“, schimpfte Mayer.

Speziell das zweite Gegentor trieb Mayer die Zornesröte ins Gesicht. Gefallen war der Treffer nach 52 Minuten. Die Entstehung erinnerte stark an das Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach und den dritten Dortmunder Treffer.

Ecke führt zu Gegentreffer

Eine Ecke des TuS Langenholthausen wurde abgeblockt und landete 20 Meter vor dem Tor bei Oliver Haarmann. Der Abwehrspieler versuchte gegen den anlaufenden Gegner einen Torschuss, traf aber nur einen SC-Spieler. Der Abpraller landete in bei Tobias Neynaber, der in Höchstgeschwindigkeit den Ball nach vorne trieb. Alex Arf, einziger Langenholthausener, der noch eine Chance gehabt hätte, den Berchumer zu stoppen, grätschte am Strafraum daneben.

Neynaber behielt den Überblick, legte quer auf Luca Becker, der problemlos zum 1:2 aus L.A.-Sicht einschob. „Da kann er den Ball ins Seitenaus schießen oder ihn seitlich ablegen. Aber niemals darf er den Ball gegen den anlaufenden Gegner direkt flach nach vorne abschließen. Da hätte er bei seiner Borussia am Samstag mal besser aufpassen müssen“, analysierte Mayer.

Mayer zu Umstellungen gezwungen

Bereits in der ersten Halbzeit waren die Hausherren gegen den spielfreudigen und hochmotivierten Aufsteiger völlig von der Rolle. Ohne Jan Apolinarski, Julian Kellermann (beide Muskelverletzungen) und Matthes Schröder (Trainingsrückstand) war Mayer in der Defensive gezwungen zu improvisieren. Tim Rademacher, eigentlich Mittelfeldspieler musste sich in der Innenverteidigung beweisen.

„Man hat gemerkt, dass Tim kein Innenverteidiger ist. Aber wir hatten keine Alternativen“, verwies der Trainer auf seinen derzeit dünnen Kader. Die Gäste, die ein wenig wie ein Spiegelbild des TuS Langenholthausen aus der vergangenen Saison wirkten, spielten voller Euphorie und Selbstbewusstsein auf. Nach 23 Minuten wurde Thomas Neynaber nach einem Ballverlust von Benni Menke im Mittelfeld lang geschickt, sprintete nach vorn und schloss trocken ab. 0:1. „Wieder reicht ein langer Ball aus“, schimpfte Außenverteidiger Markus Brüll.

Beutler verschießt Elfmeter

Kurz vor der Pause gab es dann Hoffnung, als Falk Fischer mit einer Einzelaktion den Ausgleich erzielte, doch nach dem erneuten Rückschlag in der zweiten Hälfte, gelang den Hausherren gar nichts mehr.

Symptomatisch dann die Szene in der 75. Minute. Nach einem Foul an Gian-Marco De Luca gibt es einen Elfmeter für Langenholthausen. Dominik Beutler, der nicht seinen besten Tag erwischte, trat an und musste erleben, wie SG-Torhüter Dominik Hollmann den Ball problemlos hielt. „Wäre der reingegangen, hätten wir vielleicht noch was ausrichten können. Dann wären die auch nervös geworden“, ist Mayer sicher.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 3:1, nachdem wieder ein einfacher Ballverlust am Strafraum dafür sorgte, dass Nico Hryn, der erst eine Minute zuvor eingewechselt wurde, die Vorentscheidung herbeiführte.

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