Deutsche Meisterschaft

Bernhard Dornsiepen schwärmt von seinem Erfolgspferd Rio

infach nur happy nach dem Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft im Distanzreiter:

infach nur happy nach dem Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft im Distanzreiter:

Foto: Privat/Katharina Feldmann

Eisborn  Der frisch gebackene Deutsche Meister im Distanzreiten, Bernhard Dornsiepen junior aus Eisborn, ist begeistert in seiner Heimat empfangen worden.

. Die Glückwunschparade in Heimatort Eisborn wollte am Sonntag gar nicht enden. Jeder wollte Bernhard Dornsiepen zu seiner ersten Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten gratulieren. Freunde und Bekannte hatten unter anderem Deutschlandfahnen aufgehängt. Es herrschte beste Stimmung nach der Rückkehr des Deutschen Meisters aus Rotenburg an der Fulda. Sechsmal hatte der 50-Jährige bisher mit Rio an Deutschen Meisterschaften über 160 Kilometer teilgenommen. Aber in diesem Jahr sollte es mit dem Titel gelingen.

„Rio ist mittlerweile eine Institution im Distanzreiten. Er hat in den letzten drei Jahren jedes Mal die Auszeichnung ,Best Condition‘ auf Deutschen

Meisterschaften erhalten“, schwärmte der neue Deutscher Meister über sein Pferd Rio, ein brauner Wallach. Dazu kommt natürlich, dass er ihn selber gezogen hat und in Eisborn geboren wurde. „Es gab bei der Distanz-WM vor vielen Jahren auch schon ein Pferd namens Rio. Und meiner sieht genauso aus. Darum gab ich ihm den Namen“, erläuterte der Deutsche Meister. Und Bernhard Dornsiepen hört gar nicht auf, über die Qualität seines Championatspferds zu erzählen: „Wir hatten über 5000 Höhenmeter bei dieser Deutschen Meisterschaft in Rotenburg an der Fulda zu bewältigen. Er sah topfit aus, als wir über die Ziellinie ritten. Es fehlte aber auch viel Qualität bei dieser Meisterschaft. Einige schonten ihre Pferde für die Europameisterschaften und waren nicht am Start“, beschrieb der Eisborner die Rahmenbedingungen. Das soll aber nicht die Qualität seines Pferdes mindern.

Steigerung durch Dressurtraining

„Bergauf sind wir im Schritt geritten. Wenn andere mich überholten, dachte ich nur, die sehe ich später wieder.“ Wenn es dann wieder runter ging, galoppierten beide. „Das können nur wenige“, weiß Bernhard Dornsiepen. Dass das erfolgreiche Paar heute so überzeugend unterwegs ist, liegt auch an seinem Konzept. „Ich habe vor drei oder vier Jahren mit dem intensiven Dressurtraining angefangen. Meinen Sitz habe ich verbessert und siehe da, es läuft besser“, berichtet der Routinier. Regelmäßig reitet Bernhard Dornsiepen zu Martina Wrede, eine erfolgreiche Springreiterin aus dem Sauerland, nach Retringen. „In einer halben Stunde bin da, dann reite ich eine halbe Stunde dressurmäßige Übergänge und dann geht es wieder gemütlich nach Hause.“ Immer wieder findet Martina Wrede, Rio lernt jedes Mal dazu. Und das mit 16 Jahren.

Für Rio ist in diesem Jahr erst einmal Schluss mit den Wettkämpfen. „Wir machen mit ihm jetzt ein Wellnessprogramm“, kündigte Bernhard Dornsiepen die nächsten Schritte an. 2020 soll er wieder bei der „Deutschen“ starten. Na klar, das Dream-Team aus Eisborn dürfte dann wieder zu den ganz heißen Titelanwärtern zählen.

EM-Qualifikation

In zwei Wochen startet Bernhard Dornsiepen wieder bei einem Distanzritt. „Mit meinem Pferd Bekele de Djem bestreite ich die Qualifikation für die Europameisterschaften“, blickt er erwartungsvoll auf die nächste Herausforderung. Doch am Sonntagabend wurde erst einmal richtig mit der Familie, mit den Freunden und Bekannten gefeiert und der DM-Triumph genossen.

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