Westfalenpokal

BSV Menden ringt SV Hohenlimburg 10 nieder

Tim Kießler (rechts) und der BSV Menden schlagen Hohenlimburg.

Tim Kießler (rechts) und der BSV Menden schlagen Hohenlimburg.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Das war nichts für schwache Nerven, was der BSV Menden und der SV Hohenlimburg da am Mittwochabend veranstaltet haben.

Nach 45 Minuten sah alles nach einem zähen Abend aus, doch was die Zuschauer in der zweiten Halbzeit des Westfalenpokalspiels zwischen dem BSV Menden und SV Hohenlimburg 10 zu sehen bekamen, entschädigte für die Anfangsphase. Der BSV Menden gewinnt mit 3:2 (0:0) und steht in der dritten Runde des Wettbewerbs.

Die Zuschauer, die im strömenden Regen den Weg ins Huckenohl-Stadion fanden, sahen zunächst ein Spiel, das arm von Chancen war. Beide Mannschaften tasteten sich ab, keiner wollte den ersten Fehler machen. Die Furcht vor vor eben diesen ersten Fehler, lähmte das Spiel. Es gab nur wenige Torannäherungen auf beiden Seiten. Ein Kopfball von Kai Rupprecht war die beste Möglichkeit des heimischen Branchenführers in den ersten 45 Minuten. Auf Seiten des Westfalenligisten war es Saffet Davulclu, der BSV-Torhüter Fabian Jagals zu einer Parade zwang.

0:2-Rückstand gedreht

Die erste Hälfte war trist, doch dafür wurde die zweite Halbzeit umso unterhaltsamer. Der BSV Menden kam motiviert aus der Kabine und wollte die Kontrolle über das Spiel übernehmen. Dieses Vorhaben bekam nach 52 Minuten einen ersten Dämpfer: Jan Kießler bekommt den Ball zunächst an den Oberschenkel, dann an die Hand.

Schiedsrichter Lange (Bremen) hat keine andere Wahl als auf den Punkt zu zeigen. „Das war ein Elfer, den man geben kann, aber nicht muss“, gestand auch Jan Kießler nach dem Spiel.

Murat Kaya nahm das Geschenk an und brachte den SV in Führung. Als dann knapp 20 Minuten später Saffet Davuclu auf 0:2 erhöhte, schien die Partie bereits entschieden.

Doch die Mendener bewiesen eine tolle Moral und kämpften sich zurück ins Spiel. Zunächst war es Jan Kießler, der einen langen Ball aus spitzen Winkel zum 1:2 verwandelte. Menden war zurück im Spiel.

Kickermann gleicht aus

Sieben Minuten vor dem Ende übernahm Routinier Moritz Kickermann Verantwortung und nagelte den Ball nach einem Solo zum Ausgleich in die Maschen. Plötzlich war alles wieder offen und Menden gewillt, noch in der regulären Spielzeit die Entscheidung zu erzwingen, was in der zweiten Minute der Nachspielzeit auch gelang.

Die Mendener Offensivabteilung hatte sich im Strafraum versammelt, als ein langer Ball hineinflog. Die Hohenlimburger Abwehr konnte den Ball nicht klären, so dass Kai Rupprecht noch seinen Fuß ans Spielgerät bekam und die entscheidende Richtungsänderung über die Torlinie mitgab. Riesiger Jubel im Huckenohl. Wenige Sekunden später war Schluss und die Spieler des BSV Menden fielen sich um den Hals vor lauter Freude.

„Einen 0:2-Rückstand so zu drehen, das ist einfach unglaublich“, war auch BSV-Trainer Kevin Hines völlig aufgelöst nach dem dramatischen Spielverlauf. „Das war ein typischer Pokalfight und am Ende ein Sieg der Moral“, ergänzte Hines.

In der dritten Runde trifft der BSV Menden auf den Sieger der Partie Westfalia Langenbochum gegen den SV Schermbeck. Gewinnt der Westfalenligist aus Schermbeck, darf sich der BSV Menden wieder über ein Heimspiel freuen.

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