Deftige Heimniederlage

BSV-Trainer nimmt sein Team nach 1:5-Niederlage in Schutz

Der BSV kommt gegen Dröschede heftig ins Stolpern – mit 1:5 geht die Partie verloren. Zudem fehlt dem Trainer jetzt die komplette Abwehrreihe.

Der BSV kommt gegen Dröschede heftig ins Stolpern – mit 1:5 geht die Partie verloren. Zudem fehlt dem Trainer jetzt die komplette Abwehrreihe.

Foto: Dietmar Reker

Menden.   Kevin Hines verteidigt seine Mannschaft nach dem schwachen 1:5 gegen Dröschede. Bei Fabian Jenusch befürchtet der Mendener Coach das Saisonende.

Es gibt Spiele im Fußball die kann man nicht erklären. Solche Partien, an denen sich die Experten wortwörtlich die Zähne ausbeißen und keine Begründung für ihren Verlauf finden. Solch ein aus den Rahmen fallendes Spiel gab es auch am Sonntag auf dem Nebenplatz des Huckenohlstadions. Denn die 1:5-Niederlage des BSV Menden gegen Borussia Dröschede warf viele Fragen auf.

Antworten fanden die Betroffenen nahezu keine. „Es gibt halt Fußballspiele, die kann man nicht erklären“, sagt BSV-Trainer Kevin Hines über die deutliche Pleite für sein Team. Der dann den Sieg des Kreisrivalen nicht in Frage stellen wollte. „Der Sieg für Borussia Dröschede ist hochverdient. Aber er ist meines Erachtens zu hoch ausgefallen“, gratulierte der Mendener Coach den Rivalen aus Iserlohn.

längerer Ausfall

Das war auch nachzuvollziehen, denn in der ersten Halbzeit hatten die Kicker aus Dröschede eigentlich nicht viel zu bestellen. Da war der Hönnestädter Branchenführer nach dem Führungstreffer von Sahin Yildirim auf Kurs. „Wir haben da sehr viel richtig gemacht und praktisch nichts zugelassen“, resümierte Kevin Hines. Aber irgendwie kamen seine Schützlinge vom rechten Weg ab. „Der Ausfall von Niels Hachmann hat uns richtig weh getan“, so Hines über den Ausfall seines Mannes für die Innenverteidigung. „Das werden wohl auch zwei, drei Wochen werden“, rechnet Kevin Hines mit einem weiteren längeren Ausfall. Doch das wäre nicht das einzige personelle Problem. Am Sonntag fehlte schon Routinier Andreas Gerlach mit einem Muskelfaserriss. Hinzu kam nach dem Dröschede-Spiel auch noch Fabian Jenusch. „Bei ihm befürchte ich schon das Saisonende“, geht Kevin Hines von einer schweren Innenbandverletzung aus. Das die rote Karte für Kai Rupprecht eine vierwöchige Sperre nach sich zog, untermauerte den Mendener Personalmangel in der Defensiv-Abteilung. „Kai hatte ja schon einmal in dieser Saison die rote Karte gesehen“, so Hines. Diese sorgt dafür, dass die neue Sperre höher ausfällt.

Dem BSV Menden wird jetzt im nächsten Spiel beim SSV Hagen die komplette Abwehrreihe fehlen. Allerdings mag der Mendener Coach nicht in Wehklagen verfallen. „Wir haben noch so viele gute Spieler im Kader“, ist Hines überzeugt, dass seine Mannschaft auch dieses Problem lösen kann.

Frust der Zuschauer

Der Iserlohner ist sowieso weit davon ab, sein Team zu kritisieren. „Wir werden über den Platzverweis reden. So muss ich bei einem 1:4-Rückstand nicht mehr hingehen, zeigt Hines einen der Besprechungspunkte für den heutigen Trainingsabend auf. Den Frust einiger Zuschauer ob der desaströsen zweiten Halbzeit mag er nicht teilen „Davon bin ich weit ab. Ich stehe hinter den Jungs, dafür haben sie eine bislang zu gute Saison gespielt. Der Sonntag hat vielleicht gezeigt, dass sie noch nicht soweit ist, wie es der tolle dritte Tabellenplatz aussagt“, sagt Hines, der sich dann nach dem Hachmann-Ausfall dem zweiten entscheidenden Moment in der Partie widmete. „Das war für mich das unglückliche Eigentor von Daniel Bald. Danach lief bei uns gar nichts mehr. Dröschede hat das dann seine Konter sehr gut ausgespielt und die Tore erzielt“, so Kevin Hines. „Es war halt ein Tag, den man schnell vergessen sollte“. Wie wahr!

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