Fußball

„Das ist eine richtige Herausforderung“

Trainer Kevin Hines (rechts) und sein neuer Co-Trainer Marcel Brünnel schauen gespannt auf die neue Saison mit dem BSV Menden.

Trainer Kevin Hines (rechts) und sein neuer Co-Trainer Marcel Brünnel schauen gespannt auf die neue Saison mit dem BSV Menden.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Kevin Hines ist entspannt, wenn er auf die anstehende Saison mit seinem Team vom BSV Menden schaut – denn die Vorbereitung lief bisher gut.

Es wird ernst! Für die Landesliga-Fußballer des BSV Menden geht die Vorbereitung auf die neue Spielzeit zu Ende. Und am Samstag steht gleich schon ein Höhepunkt an, denn dann trifft der heimische Branchenführer in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Verbandsebene auf die Kicker des Lüner SV. Die Partie gegen den Westfalenligisten wird um 17 Uhr auf dem Nebenplatz des Huckenohl-Stadions angepfiffen.

Die WP-Sportredaktion sprach im Vorfeld der Partie mit Mendens Trainer Kevin Hines über Titelwünsche, nervende Fragen und das Problem einer 14er-Liga.


Hallo Kevin Hines, lassen Sie uns mal in die Zukunft schauen. Im Mai 2020 müssten Sie sich zwischen dem Westfalenpokal und der Meisterschaft entscheiden. Welchen Titel würden Sie nehmen?
Kevin Hines: Dann würde ich mich schon für die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg entscheiden. Denn das wäre dann der Lohn für ein Jahr Arbeit. Für all die Mühen, die eine Mannschaft im Laufe eines Jahres auf sich genommen hat. Die Meisterschaft ist das genaue Ergebnis eines Fußballjahres. Der Westfalenpokal ist sicherlich auch reizvoll. Als Sieger ist man dann in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals dabei. Doch der Westfalenpokal sind nur sechs Spiele.


Am Ende einer Vorbereitung gibt es sicherlich auch Dinge, auf die man gerne verzichten kann.
Oh ja, es gibt da eine Frage, die kann ich nicht mehr hören. „Wann sind den endlich alle da?“ - das ist schon nervig. Die Leute sollten nicht vergessen, dass wir Amateure sind. Die Spieler müssen auch einmal Urlaub machen. Und das ist nun einmal in dieser Zeit. Die Vorbereitung ist schon auf den Saisonstart ausgerichtet. Ich erinnere gerne an die vergangene Saison, da haben wir in der ersten Pokalrunde deutlich in Espelkamp verloren. Danach wollte der ein oder andere schon direkt wieder als in Frage stellen. Unser toller Saisonstart hat dann alle beruhigt.
Ein Blick auf den Pokalgegner Lüner SV. Was kann man da erwarten?
Wir freuen uns auf das Spiel am Samstag. Das ist für unsere Mannschaft eine richtige Herausforderung. Wir kennen zwar einige Spieler aus ihrer Zeit beim FC Iserlohn. Zuletzt haben wir ja noch im Kreispokal im Mai dagegen gespielt, aber es gibt auch noch andere gute Jungs im Team des Lüner SV. Das wird sehr spannend und eine ganz enge Geschichte. Ein typisches Pokalspiel halt.


Die Partie wird am Samstag auf dem Kunstgrün des Huckenohl stattfinden. Warum nicht auf dem Naturrasen?
Natürlich würden wir gerne auf dem Hauptplatz spielen. Das gibt der Platz aber im Moment einfach nicht her. Der benötigt noch etwas Pause. Aber ich hoffe, dass wir bald dort spielen. Aber der Kunstrasen ist in einem guten Zustand, das geht also schon in Ordnung.


Ein Blick auf die neue Saison. Es sieht danach aus, dass die Staffel 2 der Landesliga nur mit 14 Mannschaften statt mit 16 Teams spielen wird. Ihre Meinung zu dieser möglichen Mini-Liga?
Leider halten sich die Gerüchte, dass der TuS Erndtebrück II sich noch verabschieden wird. Das wäre dann für die Saison eine Farce. Jede Woche hätten zwei Mannschaften spielfrei. Das würde bedeuten, dass es kein festes Tabellenbild gibt, was auf den Saisonverlauf seine Auswirkungen hat. Dann würde es wohl wieder eine sehr ausgeglichene Saison geben, weil sich keine Mannschaft absetzen kann. Letztlich haben wir keinen Einfluss darauf. Steigt Erndtebrück II noch aus, wird es wohl nur einen Absteiger geben und dann höchstens noch einen Relegationsplatz. Der Verband sollte bloß sehen, dass das im kommen Spieljahr endlich wieder anders wird.


Die Vorbereitung ist ja fest beendet. Macht man eigentlich jede Saison das gleiche oder gibt es auch Veränderungen? Konnten sie alles umsetzen was sie sich vorgenommen haben?
Die Saisonvorbereitung ist nie gleich, es gibt da immer andere Elemente. Das hängt zum einen davon ab, was für Pläne man hat und Ziele man erreichen will. Natürlich hat man ja auch eine Spielphilosophie, die man eventuell auch ergänzen will. Und natürlich spielen auch die neuen Spieler eine Rolle, die zum Kader stoßen. Denn das sollte schon passen. Aber dabei kann ich mich auf meine Mannschaft verlassen. Die ist sehr intelligent.


Wer ist für sie der Gewinner der Vorbereitung?
Das möchte ich nicht an einen oder zwei Namen festmachen. Das wäre letztlich nicht ganz gerecht. Ich sehe da eher meine Mannschaft im Ganzen, denn sie zeigt auch diesmal, wie engagiert sie arbeitet. Ich bin überzeugt, dass wir uns auf die neue Spielzeit freuen können.

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