Große Ambition in Menden

„Die Mambas gehören in Liga eins“

Carsten Lang und Ulf Jantzen von den Mendener Mambas schauen hoffnungsvoll in die Zukunft.

Carsten Lang und Ulf Jantzen von den Mendener Mambas schauen hoffnungsvoll in die Zukunft.

Foto: Susanne Padberg

Menden.  Die Leitung des Skaterhockeyvereins Menden Mambas um Christian Lang und Ulf Jantzen möchte in Zukunft nach oben – und zwar nach ganz oben.

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2020 feiert der Mendener SC Mambas e.V. sein 25-jähriges Bestehen. Um den Traditionsclub aus der Hönnestadt war es in den letzten Jahren ruhiger geworden. Nicht zuletzt, weil in Vereinen wie Highlander Lüdenscheid oder Samurai Iserlohn eine echte regionale Konkurrenz im Inlineskaterhockey entstanden war.

Die sportlichen Leiter der Mendener Mambas, Carsten Lang und Ulf Jantzen, jeder ein Urgestein aus den Anfangszeiten der Mambas, haben sich fürs Jubiläumsjahr und für die Zeit danach viel vorgenommen. Im Interview mit der WP sprechen sie über ihre Ziele, den Fahrplan für den Nachwuchs und den Spaß am Skaterhockey.


Skaterhockey ist eine Randsportart. Was kann Kinder und Jugendliche – und ihre Eltern – dennoch für diese Sportart begeistern?

Carsten Lang: Menden ist eine Handballstadt, ganz klar! Dennoch ist Skaterhockey eine schöne Sache für Kids. Wer sportliche Ziele hat, kann hier sehr weit kommen. Wir versuchen in allen Mannschaften, die Kinder bei der Stange zu halten. Dazu müssen wir ihnen aber Perspektiven bieten. Den Aufstieg in die erste Liga, Spiele um die Meisterschaft, internationale Begegnungen. Und für den, der das will, Perspektiven in der ersten Mannschaft.
Ulf Jantzen:
Ein Problem für die Akzeptanz von Skaterhockey stellen in meinen Augen die unterschiedlich großen Spielflächen dar. Viele Vereine trainieren und spielen in den Sporthallen von Schulen, mal in einer Einfach-, mal in einer Mehrfachturnhalle. Oft fehlen Einrichtungen wie eine Spielfeldbande oder eigene Kabinen. In Menden haben wir das Glück, dass wir mit dem Zöpidrom eine eigene, reine Skaterhalle haben.


Sie beide gestalten seit einigen Monaten als Sportliche Leiter die Nachwuchsarbeit der Mambas. Nach welchen Grundsätzen arbeiten Sie?

Carsten Lang: Unser Zauberwort ist Geduld. Das Grundkonzept sieht vor, von den Bambini bis zu den Junioren, also von den jüngsten bis zu den ältesten Jugendmannschaften, ein einheitliches Spielsystem einzuführen. Im Training muss darauf geachtet werden, dass alle Spieler die Basics beherrschen.
Ulf Jantzen: Wir müssen hier einen roten Faden reinkriegen. Deshalb sind wir dabei, die Grundlagen einer erfolgsorientierten Nachwuchsarbeit schriftlich zu fixieren. Damit sie für alle Trainer verbindlich sind.



Wie definieren Sie „Erfolg“ für die Mambas?

Ulf Jantzen: Als Mannschafts-Erfolg. Wenn ein Team in die nächsthöhere Liga aufsteigt, hat jeder Spieler dazu seinen Beitrag geleistet. Das soll allen klar sein.
Carsten Lang: Erfolg heißt für uns nicht, alle paar Jahre einen herausragenden Spieler hervorzubringen. Im Training fördern wir jeden Spieler individuell in seinen Stärken und Schwächen.
Ulf Jantzen: Sportlich gesehen wollen wir uns mit allen Teams in den höchsten Spielklassen langfristig etablieren. Unter diesem Aspekt hatten wir ein gutes Jahr: Die Junioren sind schon aufgestiegen, die Jugend hat die erste Liga gehalten; die Schüler können noch aufsteigen. Unsere Damen haben immer erste Liga gespielt. Mit der ersten Mannschaft wollen wir auch wieder dorthin.


Welche Handicaps liegen auf dem Weg, insbesondere in der Jugendarbeit?

Carsten Lang: Ohne die Mitwirkung der Eltern geht es nicht. Die leisten unglaublich viel. Zeitlich. Finanziell. Aber sie müssen auch die Philosophie mittragen. Deshalb ist uns die Kommunikation mit den Eltern so wichtig.
Ulf Jantzen: Die schulische Belastung übt Druck auf die Kinder aus. Vor Weihnachten sind die fertig. Das müssen wir im Training berücksichtigen. Denn der Sport muss in erster Linie Spaß machen.


Eine letzte Frage. Was ist Ihr persönlicher Wunsch mit oder für die Mambas?

Carsten Lang: Die Mambas gehören in Liga eins. Mit allen Mannschaften. Dafür bin ich jetzt wieder hier.
Ulf Jantzen: Ich trainiere seit vier Jahren die Jugendmannschaft. Mit denen würde ich gerne den Europapokal gewinnen. Das ist mein Traum.

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