Balve Optimum

Die Vielseitigkeit steht im Fokus

Sandra Auffahrt auf Landlord

Sandra Auffahrt auf Landlord

Foto: Dietmar Reker

Balve.   Zwei Herzen schlagen praktisch in der Brust von Sandra Auffarth (RV Ganderkesee). Das eine für die Vielseitigkeit, das andere für das Springreiten.

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An diesem Wochenende schlug bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen beim Optimum in Balve das Andere.

Auf Landlord, einem zehnjährigen Lord Pezi-Nachkommen, wollte die Amazone im Reiterstadion auf Schloss Wocklum eine gute Figur abgeben. Bereits im April hatte sie in Bad Oeynhausen das Berufsreiter-Championat im Springreiten gewonnen.

Rang sechs in Balve

In diesem Jahr war für Sandra Auffarth der Plan: „Mit einer guten Platzierung im zweiten Umlauf zu kommen. Das ist unser Ziel.“ Nachdem sie am Samstag in der ersten Runde einen kleinen Fehler an einem Hindernis hatte, setzte sie die Hoffnung auf den zweiten Durchgang.

Eine Zeit lang bestand die Hoffnung, vielleicht doch einen Platz auf dem begehrten Siegertreppchen zu bekommen. Am Ende hieß es für Auffarth aber Rang sechs in der Endabrechnung.

Sandra Auffarth ist aber auch amtierende Vielseitigkeits-Weltmeisterin in der Einzel- und in der Teamwertung. Es macht ihr Spaß in beiden Disziplinen zu starten. „Das geht aber nur, weil ich ein gutes Team zu Hause habe.“

In Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) bewirtschaftet sie einen eigenen Stall, den sie von ihren Eltern übernommen hat. „Meine Mama ist an diesem Wochenende zu Hause und kümmert sich um den Stall“, sagt Auffahrt und verdeutlich, dass sie sich auf die familiären Strukturen verlassen kann.

WM-Titel verteidigen

Der Fokus in diesem Jahr liegt aber ganz klar in der Vielseitigkeit. Ihr angestrebtes Ziel ist die Verteidigung ihres Titels bei der Weltmeisterschaft im September in Tryon (US-Bundesstaat North Carolina). Allerdings muss sie dafür erst einmal ins deutsche Team kommen.

Ihr erster großer Erfolg war die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Aber auch zahlreiche nationale Titel konnte sie schon auf ihrem Konto verbuchen.

Die Frage stellt sich von alleine: Was ist für die 31-Jährige schwieriger: Vielseitigkeit oder Springreiten? „Da ist schon ein Unterschied. Beim Springen habe ich etwa eine halbe Stunde Zeit mir den Parcours zu merken. Beim Geländeritt gehe ich mehrere Tage die Strecke ab.“ Ganz alleine trainiert sie nicht. „Im Springreiten betreut mich Gilbert Böckmann, in der Dressur Bundestrainer Jonny Hilberath beziehungsweise Carola Koppelmann.

Am nächsten Wochenende geht es in Luhmühlen weiter. Dort sind die Deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeit. Der Plan steht: Ein neuer Versuch einen weiteren Titel zu bekommen und die Plattform die WM in Amerika zu schaffen.

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