Handball, Dritte Liga

Ein bedeutungsvoller Spieltag für die SG Menden Sauerland

Wiederholung erwünscht: Die SG Menden Sauerland gewinnt das erste Derby gegen den TuS Volmetal hauchdünn mit 27:26 (Szene) und hofft bei der Neuauflage heute in der Kreissporthalle auf denselben Ausgang.

Wiederholung erwünscht: Die SG Menden Sauerland gewinnt das erste Derby gegen den TuS Volmetal hauchdünn mit 27:26 (Szene) und hofft bei der Neuauflage heute in der Kreissporthalle auf denselben Ausgang.

Foto: Linda Sonnenberg

Menden.   Er ist ein bedeutungsvoller Spieltag für die SG Menden Sauerland. Voraussetzung ist ein Heimsieg im ewig jungen Vergleich gegen den TuS Volmetal.

Die Handballer der SG Menden Sauerland stehen möglicherweise vor einem bedeutungsvollen Wochenende. Denn gewinnen die Drittliga-Handballer heute Abend das prestigeträchtige Derby gegen den TuS Volmetal und lassen morgen entweder die SG VTB/Altjührden oder Team Handball Lippe Federn, steht der Klassenerhalt der „Wölfe“ fest.

Doch im Lager des heimischen Branchenführers wurde der Rechenschieber vor dem mit Spannung erwarteten Besuch aus Volmetal erst einmal weggepackt. Stattdessen gab es wieder eine Hiobsbotschaft. „Für Dominik Spannekrebs ist die Saison wohl beendet. Er hat eine langwierige Bänder- und Kapselverletzung im Wurfarm“, verkündete Birgit Albrecht, die Sportliche Leiterin der „Wölfe“, den nächsten Langzeitverletzten. Spannekrebs, der die SG im Sommer wieder in Richtung Schalksmühle verlässt, hätte in den nächsten Spielen die Rolle von ebenfalls langzeitverletzten Joshua Krechel übernehmen sollen. „Im Rückraum gehen uns so langsam die Möglichkeiten aus“, sagt Birgit Albrecht mit Blick auf den dritten Langzeitverletzen Felix Thier.

„Dominik Spannekrebs hatte sich das Jahr in Menden anders vorgestellt. Der Verein allerdings auch“, so SG-Trainer Micky Reiners mit Blick auf das Verletzungspech des Rückraumspielers. Der Mendener Trainer lenkt dann aber auch den Blick auf das heutige Spiel. „Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Der Kader, der da ist, muss jetzt alles geben. Wir sind froh, dass wir jetzt schon so viele Punkte haben“, sagt der Trainer der „Wölfe“. Und die heutige Partie sieht er relativ unaufgeregt. „In einem Derby gibt es keine Favoritenrolle. Die hätten wir sowieso nicht. Volmetal kommt nach Menden, um zu gewinnen. Wir wollen das natürlich verhindern“, sagt Micky Reiners.

Beim Blick auf den TuS Volmetal fällt auf, dass die Mannschaft von Trainer

Christoph Ibisch in der Defensive ihre Stärken hat. So ließ man gegen Altjührden nur 19 Tore zu, gegen Northeim waren es 21 Treffer. „Die Deckung ist unser Prunkstück“, sagt der Volmetaler Coach. Micky Reiners sieht das nicht anders. „Sie lieben das aggressive und körperbetonte Spiel“, so der Mendener Trainer. Das ist allerdings auch mit Risiko behaftet. So gab es bei der Heimspiel-Niederlage gegen Northeim bereits in der 9. und 20. Minute jeweils Rote Karten gegen die Abwehrcracks Philipp Dommermuth und Friedrich Kowalski. Das war zudem bitter, da die beiden Verteidigungsexperten auch die Volmetaler Haupttorschützen am Kreis mit jeweils 60 Treffern sind. Zwei Herausstellungen, die schmerzten.

Letzte Tickets an der Abendkasse

Micky Reiners rechnet damit, dass der Gegner früh versuchen wird, seinen Team den Schneid abzukaufen. „Da dürfen wir nicht den Fehler machen und zu statisch vor dem Gegner stehen. Da müssen wir mit flinken Füßen die Antwort geben“, setzt Micky Reiners auf das Tempospiel seiner Elf. Da sind die Vornholt, Loos und Co. gefordert.

Letztlich bleibt die Erkenntnis, dass die „Wölfe“ gute Karten haben. Apropos Karten: Wer dabei sein will als Zuschauer, sollte sich sputen und früh vor Ort sein. An der Abendkasse werden die letzten Tickets angeboten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben