Fußballkreis Iserlohn

Eingleisige Kreisliga B soll kommen

Horst Reimann, Vorsitzender des FLVW - Kreis Iserlohn,(rechts).

Horst Reimann, Vorsitzender des FLVW - Kreis Iserlohn,(rechts).

Foto: Dietmar Reker

Menden/Iserlohn.  Eine radikale Veränderung steht den B-Kreisligisten ins Haus. Ein Massenabstieg ist nicht zu vermeiden.

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Die letzten Tage der Saison 18/19 sind noch nicht um, da liegt der Fokus bei den Vereinen schon längst wieder auf der Vorbereitung für die neue Spielzeit. Auch beim Fußballkreis Iserlohn dreht sich alles um die Planungen. Am Mittwoch, 3. Juli wird der Kreisvorstand die Vereine bei der Arbeitstagung in Iserlohn über die Neuerungen in der kommenden Saison informieren.

Horst Reimann ist gelassen. Der Kreisvorsitzende hat seine Hausaufgaben bereits gemacht. Neben den Regularien wie dem Rückblick auf die abgelaufene Saison, steht ein großer Elefant im Raum, der diskutiert werden muss, die Einführung einer eingleisigen Kreisliga B zur Saison 20/21. Gemeinsam mit den Klubs soll das Thema besprochen und verbildlich darüber abgestimmt werden. „In meinen Augen ist das ein absolut sinnvoller Schritt. Ich habe mit vielen betroffenen Trainern gesprochen, die diese Maßnahme auch alle sinnvoll finden“, erklärt Horst Reimann.

Niveau ging kontinuierlich zurück

In den vergangenen Jahren ist das Niveau in den beiden B-Ligastaffeln immer weiter zurück gegangen. So haben beispielsweise in der West-Staffel sechs Mannschaften mehr als 100 Gegentore kassiert. Die dritte Mannschaft des VfL Platte Heide gar 305. „Ich habe großen Respekt vor der Mannschaft, dass sie die Saison so durchgezogen hat. Aber das macht natürlich weder der Mannschaft Spaß, noch dem Gegner“, weiß Reimann.

Auf der anderen Seite stehen zehn von 16 Mannschaften, die mehr als 100 Tore geschossen haben. Auch das spricht nicht unbedingt für das Niveaus des dort gebotenen Fußballs. „Das Niveau in der Kreisliga B ist in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden. Wir haben da einen schleichenden Prozess beobachtet“, betont der erste Mann im Fußballkreis. Los ging es als vor wenigen Jahren bedingt durch Mannschaftsabmeldungen fünf Teams aus der Kreisliga C aufgestiegen sind. „Ohne den C-Ligisten zu nahe treten zu wollen, aber dass der Fünfte der Kreisliga C dann aufsteigen muss, ist schon heftig“, erinnert sich der erste Mann in Kreis.

Qualifikanten abhängig von A-Liga

Solchen Szenarien soll durch die eingleisige B-Liga Einhalt geboten werden. Die Einführung bliebe natürlich nicht folgenlos. Ein Massenabstieg am Saisonende ist nicht zu umgehen. „Sieben bis acht Mannschaften“, kommen nach Reimanns Rechnung pro Staffel in die eingleisige Liga hinein. Der Rest steigt in die dann ebenfalls neu gegliederte Kreisliga C ab. „Wir müssen dann überlegen, wie viele Staffeln wir in der C-Liga stellen und wie die Auf- und Abstiegsregelung laufen wird“, erklärt Reimann die Vorgehensweise. Die Durchführungsbestimmungen müssen vor dem Start in die neue Saison festgelegt werden, um den Vereinen Planungssicherheit zu geben.

Derzeit acht Mendener B-Ligisten

Die genaue Zahl an Absteigern wird erst feststehen, wenn sich die Situation in den oberen Ligen auflöst. Da die Absteiger aus der Kreisliga A in die neue Kreisliga B integriert werden müssen, ist es möglich das noch weniger als die angedachten acht Mannschaften pro Staffel den Sprung in die neue Kreisliga B schaffen. „Wir werden die Situation in den Bezirksligen genau beobachten, weil die Anzahl der Bezirksligaabsteiger maßgeblich für die Kreisliga A ist“; sagt der Iserlohner Kreisvorsitzende.

Mit dem FC Internationale Menden, Menden Türk, VfL Platte Heide II, Olympos Menden, SV Oesbern II, Sportfreunde Hüingsen II und dem FC Italia Menden (alle Staffel Ost), sowie den Sportfreunden Hüingsen III (Staffel West) spielen in der kommenden Saison voraussichtlich acht Mannschaften aus dem Stadtgebiet in der zweithöchsten Kreisliga. Voraussichtlich, weil die Frist für die Mannschaftsmeldungen noch läuft.

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