Handball

Für SG Menden Sauerland steht Klassenerhalt an erster Stelle

So werden ihn die Fans der SG Menden Sauerland auch im neuen Meisterschaftsjahr erleben: Trainer Micky Reiners (rechts) gibt an der Seitenlinie immer alles. Hier ist er im Dialog mit Moritz Eigenbrodt.  

So werden ihn die Fans der SG Menden Sauerland auch im neuen Meisterschaftsjahr erleben: Trainer Micky Reiners (rechts) gibt an der Seitenlinie immer alles. Hier ist er im Dialog mit Moritz Eigenbrodt.  

Foto: Dietmar Reker

Menden.   Laufen und Schwitzen: Seit dem zurückliegenden Montag sind die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland wieder im Einsatz.

Sie sind wieder da! Seit Montag sind die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland wieder im Einsatz. Zu Beginn des neuen Handballjahres stehen in diesen Tagen die Leistungstest im Huckenohl-Stadion unter der Regie von Hans-Jürgen Kasselmann. In der kommenden Woche steht dann der offizielle Trainingsbeginn in der Halle an.

„Ich freue mich auf die neue Saison“, sieht SG-Trainer Micky Reiners dem dritten Jahr der heimischen Ballwerfer in Liga 3 gespannt entgegen. Wobei der Coach der „Wölfe“ allerdings den ein oder anderen Optimisten

im Umfeld seiner Mannschaft gleich zum Auftakt die Illusionen nimmt. „Auch in dieser Saison geht es für uns nur um den Klassenerhalt. Es mag sein, dass man vielleicht von mehr träumt. Aber für das Träumen bin ich nicht da“, macht Micky Reiners deutlich, dass mit dem ersten Spieltag für die „Wölfe“ der Kampf um den Klassenerhalt beginnt. „Wir sollten auch nicht vergessen, dass wir in der vergangenen Saison gerade gegen die Mannschaft von oben nicht gut gepunktet haben“, so Reiners. Im neuen Spieljahr sollten auch gegen solche Teams mehr Punkte auf dem SG-Konto landen. Nicht vergessen sollte man, dass die Liga eine Aufwertung mit gleich drei Zweitliga-Absteigern erfahren kann.

„Die Klasseneinteilung steht ja noch nicht fest. Aber wenn es so kommt, dass mit dem HV Wilhelmshaven, VfL Eintracht Hagen und den Rhein Vikings gleich drei Zweitliga-Absteiger in unsere Staffel kommen, wäre das schon heftig“, sagt Micky Reiners. Zumal diese potenziellen SG-Gegner keinen Hehl daraus machen, dass der Abstieg nur ein Betriebsunfall sei. „So ist aus Wilhelmshaven zu hören, dass der Sponsor in fünf Jahren gerne Champions League spielen will“, erzählt Micky Reiners. Selbst wenn die Wilhelmshavener Gedanken für die heimischen Sportler unwichtig sind, zeigen sie aber doch eine Richtung auf. Auch in der kommenden Saison werden die Möglichkeiten der Hönnestädter Ballwerfer gegenüber den Wettbewerbern sehr übersichtlich sein. Der Mendener Trainer führt dann auch noch die Zweitvertretungen der Erstligisten an. Da hat zum Beispiel der TSV GWD Minden mit Juri Knorr ein 19-jähriges Talent vom FC Barcelona verpflichtet. „Da kann man gespannt sein, ob der nur für die Erste eingeplant ist oder auch Spiele in der Zweiten machen wird. Und man weiß ja auch nicht, was sich beim VfL Gummersbach entwickeln wird“, sieht Micky Reiners spannende Zeiten auf sein Team zukommen.

Auf das endgültige Aussehen der Liga hat der heimische Verein natürlich keinen Einfluss. So kann ein zukünftiger Kontrahent auch der Oberliga-Meister aus Westfalen, LIT Tribe Germania, sein. Die Ballwerfer aus Minden und Hille sind den „Wölfen“ aus gemeinsamen Zeiten im westfälischen Handball-Oberhaus bestens bekannt.

Micky Reiners lenkt den Blick dann auch schnell nach vorn. „Wir nehmen die Herausforderung an“, so der Mendener Coach. Sein Augenmerk wird in den kommenden Wochen der Vorbereitung natürlich der Mannschaft gelten. Die wird sich ja zum Teil neu formieren. So müssen mit Lukas Rosenbaum, Christian Klein und Max Klein vom Oberligisten HTV Hemer drei neue Gesichter in das „Wolfsrudel“ integriert werden. „Wir wollen uns auch handballerisch weiterentwickeln“, sieht Micky Reiners seine Mannschaft aber noch lange nicht am Limit angekommen. Es wird zumindest klar, dass es wieder ein sehr aufregendes Handballjahr für die „Wölfe“ und ihren Anhang werden wird. In der Hoffnung, dass es wieder heißt „Menden ist Handball“.

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