3. Liga Handball

Für SG Menden Sauerland wäre Sieg gegen Ahlen lebenswichtig

Mit voller Kraft voraus: Rafael Dudcak (rotes Trikot) und die SG Menden Sauerland sind am Freitagabend gefordert.

Mit voller Kraft voraus: Rafael Dudcak (rotes Trikot) und die SG Menden Sauerland sind am Freitagabend gefordert.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Bereits früh in der Saison geht es für die SG Menden Sauerland ums blanke Überleben in der Dritten Liga.

Die Kreissporthalle an der Werler Straße steht mal wieder vor einem denkwürdigen Abend. Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland benötigen heute um 20 Uhr im Heimspiel gegen die Ahlener SG unbedingt einen Sieg. Ansonsten droht der Klassenerhalt schon frühzeitig zur unlösbaren Mission zu werden.

Wie wichtig die heutige Partie geworden ist, zeigt ein Video, das von der ersten Mannschaft der Wölfe ins weltweite Netz gestellt wurde. In dem gut produzierten Film wirbt man um Unterstützung bei dem ewig jungen Duell mit dem Team aus der Wersestadt. Die heimischen Handballer wollen nach dem Debakel bei den Bergischen Panthern (20:35) wieder aufstehen und gemeinsam mit den Fans um den Klassenerhalt kämpfen. „Wir nehmen den Kampf an mit eurer Unterstützung“ ist zu lesen.

„Ich wusste von dieser Aktion nichts. Aber ich finde sie gut“, sagt SG-Trainer Micky Reiners. Der erfahrene Handballcoach weiß, dass gerade in Zeiten in denen das eigene Selbstvertrauen nicht gerade groß ist, Unterstützung von Außen notwendig ist.

Die Partie bei den Bergischen Panther war in dieser Woche nur noch kurz ein Thema. „Es bringt uns ja auch nicht weiter, wenn wir jetzt noch ewig auf diesem Spiel herumreiten. Das Spiel bekommen wir nicht wieder und die Punkte sowieso nicht“, sagt Micky Reiners. Wobei der Coach überzeugt ist, dass seine Mannschaft weiß, wie ernst die Situation ist.

„Die Jungs sind ja nicht dumm und auch nicht taub. Sie bekommen schon mit, was um sie vorgeht“, sagt Reiners. Deshalb ist für den Coach die Unterstützung von besonderer Bedeutung. Wobei heute ein Gegner in den Wolfsbau kommt, der ebenfalls nicht vor Selbstvertrauen strotzt. „Denen ist ja auch noch nicht viel gelungen“, analysiert Reiners mit Blick auf die Ahlener Punktebilanz.

Ein 33:29-Heimsieg gegen die Rhein Vikings und ein 25:25 beim VfL Gummersbach II waren die einzigen Punktgewinne. „Man kann sagen, dass heute zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die hinter ihren Möglichkeiten geblieben sind.

Zwei Ex-Mendener in Ahlen

Für den Mendener Trainer ist die Ausgangssituation vor der Partie klar. „Gewinnen wir, sieht es wieder besser aus. Dann sind wir wieder im Rennen. Eine Niederlage würde die Stimmung natürlich noch weiter drücken. Dann würden die Köpfe weiter unten bleiben“, sagt Reiners. Der SG-Trainer weiß aber auch, dass die Situation beim Gegner ähnlich ist.

„Die haben die Punkte sicherlich eingeplant“, vermutet Reiners. Ansonsten ist Ahlen ein Gegner, der den Mendener Trainer nicht überraschen kann. „Ahlen spielt eine klare 6:0-Deckung. Und dann erinnern wir uns, dass uns Matthes Rogowski ja schon einige Male geärgert hat. Das sollte heute mal nicht passieren“, sagt Reiners über den, aus seiner Zeit bei der HSG Menden-Lendringsen, in der Hönnestadt bestens bekannten Rogowski.

Zu erwähnen sind auch David Winczek, Bruder von Nationalspieler Patrick Winczek vom THW Kiel. Überragend im rechten Rückraum ist Philipp Lemke. Und natürlich Florian Schöße.

Der Youngster hatte sich im Frühjahr diesen Jahres kurzfristig von den Wölfen zur Ahlener SG verändert. Bleibt zu hoffen, dass „Totti“ an alter Wirkungsstätte nicht zur Hochform aufläuft.

Personell gibt es bei der SG Menden Sauerland ein Fragezeichen bei Dominik Flor, der erst im Laufe des Tages von einer Schulfreizeit zurückkehrt. „Wenn er da ist, ist er im Kader“, versichert Reiners seinem Rechtsaußen.

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