Kreisliga Iserlohn

Fußballkreis plant neue Ligenstruktur

Horst Reimann,(links) Kreisvorsitzender plant eine Umstrukturierung der Kreisligen.

Horst Reimann,(links) Kreisvorsitzender plant eine Umstrukturierung der Kreisligen.

Foto: Thomas Nitsche

Menden.   Um zukünftig die Kreisligen ausgeglichener zu gestalten, plant der Fußballkreis Iserlohn eine kleine Revolution.

Der Blick auf die Tabellen des Fußballkreises Iserlohn ist für Horst Reimann eigentlich Normalität. Doch in der Schlussphase der Saison bekommt dieses Studium für den Kreisvorsitzenden eine besondere Bedeutung.

Denn im Mittelpunkt des Interesses steht auch für ihn und die vielen anderen Interessierten die Auf- und Abstiegsregelung im heimischen Kreis.

Dabei steht vor allem die Bezirksliga und die Kreisliga A im Blickpunkt. Und es geht dabei einzig und allein um die Frage: Wie viele überkreisliche Vereine steigen aus der Bezirksliga in die Iserlohner A-Liga ab?

„Und da macht uns im Moment nur der SV Deilinghofen/Sundwig in der Staffel 6 der Bezirksliga Sorgen. Die stehen aktuell auf einen Abstiegsplatz“, sagt Horst Reimann und klärt auch gleich über die Konsequenzen auf. „Wenn das so bleiben würde, müssten drei Mannschaften aus der A-Liga absteigen“, betont Reimann.

Mendener Teams sind gelassen

Das wären aktuell das bereits zurückgezogene Hemer Erciyes, der VfK Iserlohn und Holzpfosten Schwerte. Selbst wenn Deilinghofen/Sundwig sich noch retten könnte, blieb es bei drei Absteigern.

Die Zahl der A-Liga-Absteiger würde auch dann nicht ansteigen, wenn noch ein weiteres Iserlohner Team in die A-Liga zurückkehren müsste. Aktuell muss der ASSV Letmathe am meisten um den Klassenerhalt zittern. „Es bleibt auf jeden Fall noch spannend. Als Kreisvorstand hoffen wir natürlich darauf, dass alle Bezirksligisten die Klasse halten können“, drückt der Iserlohner Kreischef die Daumen.

In Menden bangen noch die DJK Bösperde und der SV Oesbern um ihre A-Liga-Zukunft. Obwohl man das ein wenig entspannt sehen kann,. Denn mit Vatanspor Hemer gibt es ein Team, das schlechter dasteht als die beiden Hönnestädter Teams. „Ich glaube, die bleiben drin“, machte Jochen Leipertz, Trainer des BSV Menden II, den beiden Lokalrivalen Mut

Mehr Chancengleichheit

Horst Reimann legt dann noch einmal Wert auf die Feststellung, dass es im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder eine 16-er Liga geben wird. Die ungerade 17-er Liga , die durch das Relegationsspiel der beiden B-Liga-Zweiten zustande gekommen war, ist dann Geschichte. „Es war nicht gut, dass es jede Woche ein spielfreies Team gab“, sagt Horst Reimann. Der Iserlohner wirft dann schon einmal einen Blick auf die Saison 2020/2021.

Dann möchte man im Kreis Iserlohn mit einer A-Liga und einer B-Liga an den Start gehen. „Wir haben aktuell in unseren beiden B-Ligen doch einige Mannschaften mit weit mehr als 100 Gegentoren. Das ist zwar schön, dass sie durchhalten. Aber sportlich macht das keinen Sinn. Irgendwann hören sie auf und gehen dem Fußball verloren“, sagt Horst Reimann.

Für den Kreischef würde es mehr Sinn machen, wenn diese in zwei C-Ligen starten. „Ich glaube, wenn diese Jungs mehr Spiele gewinnen, haben sie mehr Spaß. Da ist es dann egal, ob sie in der B-Liga oder in der C-Liga spielen“, sagt Horst Reimann. Der Funktionär ist gespannt, wie die heimischen Vereine zu diesen Gedanken stehen.

Die scheinen zumindest bereit, sich Gedanken zu machen. „Aktuell war das für uns noch kein Thema. Aber ich denke, dass man darüber reden sollte. Es gibt viele Dinge, die dafür sprechen würden“, sagt Manni Mösta, Geschäftsführer der Sportfreunde Hüingsen. Es scheint so, dass im Fußballkreis keine Langeweile aufkommen wird.

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