Handball

Halingen: Oliver Krechel kehrt zurück in die Heimat

Pure Emotion und Power: Oliver Krechel steht zwischen den Pfosten beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Mit seinem Team möchte er in der neuen Saison um die vorderen Tabellenplätze mitspielen. 

Pure Emotion und Power: Oliver Krechel steht zwischen den Pfosten beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Mit seinem Team möchte er in der neuen Saison um die vorderen Tabellenplätze mitspielen. 

Foto: Henning Wegener

Menden.  Der Mendener Handballtorwart trifft heute mit dem Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in der Halinger Mehrzweckhalle auf die TuS Spenge.

Irgendwie ist es ein Besuch in der Heimat. Wenn heute Abend um 19.30 Uhr in der Halinger Mehrzweckhalle die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen auf die Drittliga-Kollegen des TuS Spenge treffen, ist es für Oliver Krechel schon ein Heimspiel. Denn die Wurzeln ASV Hamm-Westfalen Keepers liegen in der Hönnestadt.

Dort begann der 1,99 Meter große Handballer einst bei der HSG Menden Lendringsen, ehe er als 14-Jähriger in das Jugendinternat des SC Magdeburg wechselte. „Natürlich habe ich noch die Mehrzweckhalle in Halingen vor Augen. Ich selbst habe wohl mit der B-Jugend des SC Magdeburg beim Sauerlandcup dort zuletzt gespielt. Das ist aber auch schon sehr lange her“, so der baumlange Schlussmann. Das ihn jetzt ein Testspiel seines Vereines in die Heimat führt, freut ihn. „Natürlich wäre es noch schöner, wenn wir gegen die SG Menden Sauerland spielen würden. Die sind ja wie der TuS Spenge auch ein guter Drittligist“, sagt Oliver Krechel.

Oft zu Besuch in der Heimat

Zumal ein Duell gegen die „Wölfe“ für den Torwart auch noch ein Wiedersehen auf dem Platz mit Bruder Joshua gebracht hätte. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, hätte der Torwart nichts gegen ein Duell mit den heimischen Branchenführer in Sachen Handball einzuwenden. Wobei seine Besuche in Menden in der vergangenen Saison deutlich mehr geworden sind. „Ich glaube, dass ich in der vergangenen Spielzeit so oft in Menden war, wie zuvor in 13 Jahren nicht“, sagt Oliver Krechel. Kein Wunder, denn seine bisherigen sportlichen Heimatorte in Magdeburg, Wilhelmshaven, Leipzig und Coburg waren ja nicht gerade „um die Ecke“.

Das heutige Testspiel gegen den TuS Spenge ist für Oliver Krechel und Co. eine schöne Abwechselung im Vorbereitungsstress. „Im Moment kommen wir schon auf vier Stunden Training am Tag“, erzählt Krechel. In der Saison wird der Aufwand pro Tag schon ein wenig reduziert. Doch der Tagesplan eines Handball-Profis ist schon recht stark verplant. So kommt es auch schon mal vor, dass Sponsorentermine oder Arzttermine sowie Behandlungen beim Physiotherapeuten anstehen.

Keine Aussetzer erlaubt

Die Hammer Ballwerfer werden mit deutlichen Ambitionen in die Saison gehen. „Wir sind relativ breit aufgestellt und wollen auch oben mitspielen“, sagt Schlussmann Krechel. Doch das wollen andere Teams wie Bietigheim, Gummersbach, Lübecke oder Lübeck auch. „Und natürlich auch der HSC Coburg“, hat der gebürtige Hönnestädter seinen ehemaligen Klub aus Franken mit auf der Rechnung. Entscheidend dürfte dabei aber sein, dass man sich im Titelrennen nur wenige Aussetzer leisten darf. „Wenn wir die Spiele nicht gewinnen, die wir eigentlich gewinnen müssen, wird es schwierig“, weiß Krechel, dass eine harte Saison auf ihn und seine Mitspieler wartet.

Doch dieser Herausforderung stellt der der 28-Jährige gerne. „Ich habe mich vor Jahren dazu entschieden, diesen Weg als Handballer mit all seinen Konsequenzen zu gehen. Und das will ich auch noch einige Jahre tun“, liegt die Zeit nach dem Handball noch in einiger Ferne. Natürlich macht man sich schon einige Gedanken um die Zukunft. Das mag auch ASV-Torwart Oliver Krechel nicht verschweigen. Aber noch steht der Handball im Mittelpunkt. Und damit zunächst einmal der heutige Besuch in der Halinger Mehrzweckhalle. Die Verantwortlichen des TV Westfalia Halingen freuen sich, dass man heute Gastgeber eines nicht alltäglichen Handballspieles ist. Dafür dass man die Halle zur Verfügung stellt, übernimmt der Klub aus dem einstigen Meisterdorf die Verpflegung der Zuschauer. Und da hofft man natürlich – trotz Urlaubszeit – auf ein großes Interesse der heimischen Handballfreunde.

Karten gibt es zum Preis von fünf Euro an der Abendkasse. Ermäßigte Karten sind für drei Euro erhältlich. Ab 18.30 Uhr erfolgt der Einlas, die Partie wird um 19.30 Uhr angepfiffen.

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