Handball

Handballkreis Iserlohn-Arnsberg ist nun in Mendener Hand

Stefan Wiesemann ist neuer Vorsitzender des Handballkreises Iserlohn/Arnsberg.

Stefan Wiesemann ist neuer Vorsitzender des Handballkreises Iserlohn/Arnsberg.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Über Jahrzehnte ist Ekkehard Eggert das Gesicht des Handballkreises Iserlohn-Arnsberg. Nun hat ihn ein Mendener an der Spitze abgelöst.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Handballer des Kreises Iserlohn- Arnsberg haben einen neuen Chef. Auf einen außerordentlichen Kreistag Ende Oktober wurde - fast unbemerkt von der Öffentlichkeit - der Mendener Stefan Wiesemann zum neuen Chef der Ballwerfer gewählt. Er folgt damit dem Iserlohner Ekkhard Eggert nach, der sich nach Jahrzehnte langer Arbeit für den Handball zurückzieht.

Eigentlich sollte die Wahl des neuen Kreischefs nicht außergewöhnliches sein, wenn sie nicht in eine Zeit fallen würde, wo die Zahl derer, die sich ehrenamtlich engagieren immer weniger wird. „Das war für mich auch der Grund, weshalb ich etwas machen wollte. Es kann doch nicht sein, dass alle nur abwinken wenn es um den Sport geht“, erzählt Stefan Wiesemann etwas über die Intention, sich für den Handball zu engagieren. Der nächste Schritt war relativ einfach. „Mein Schwiegervater Gerd Spieler gehört ja dem Kreisvorstand als Kassenwart an. Er hat mich dann mal mitgenommen und dann waren schnell die ersten Kontakte geknüpft.

Beim TV Schwitten aufgewachsen

Warum ihm der Handball am Herzen liegt, ist schnell erklärt. „Ich bin in Schwitten groß geworden und da war es einfach logisch, dass man dann auch beim TV Schwitten landete“, erzählt der 51-jährige Hönnestädter. Die erfolgreiche Zeit des TV Schwitten war für sein Interesse am Handball prägend. „Na klar, habe ich damals die Schwittener Zeit in der Regionalliga miterlebt“, betont der neue Kreischef.

Und das Schwitten ein guter Nährboden für Vorsitzende des Handballkreises ist, weiß der Betriebsleiter eines heimischen mittelständischen Unternehmens auch. Der legendäre Josef „Bauer“ Filthaut prägte über viele Jahre nicht nur das Geschehen beim TV Schwitten, sondern auch im Handballkreis Iserlohn-Arnsberg.

Sohn Jan spielt bei den Wölfen

Zuletzt war das Interesse von Stefan Wiesemann natürlich auf die sportlichen Aktivitäten von Sohn Jan ausgerichtet. Der war im vergangenen Spieljahr einer der auffälligsten Akteure im Bundesliga-Team der männlichen A-Jugend der SG Menden Sauerland. Heute zählt er zu den herausragenden Talenten der Wölfe in der Landesliga. Und diese jungen Handballerinnen und Handballer sind für Stefan Wiesemann auch der Antrieb sich zu engagieren.

In den vergangenen Monaten hat sich der neue Kreischef ausgiebig über die auf ihn zukommenden Tätigkeiten informiert. „Dabei habe ich viele Menschen kennengelernt, die es verdienen, dass man sie unterstützt“, sagt Stefan Wiesemann. Der Mendener hat sich zudem die Unterstützung seines Vorgängers Ekkehard Eggert gesichert, der ihn in der Anfangszeit mit Rat und Tat zur Seite stehen soll.

Der 51-jährige Mendener weiß, dass sich die Zeiten für die Vereine gravierend verändert haben. Die Schule nimmt beim Nachwuchs immer mehr Zeit im Anspruch. Hinzu kommen die Veränderungen im sozialen Umfeld. Der Sport ist für viele nicht mehr die absolute Nummer eins. „Das wissen wir. Alles kann die Basis sicherlich nicht lösen, da sind auch die übergeordneten Verbände gefordert. Für uns geht es darum, dass wir für die rund 270 Mannschaften in unseren Handballkreis da sind. Für die müssen wir etwas tun“, sieht sich Wiesemann mit seinen Mitstreitern den Vereinen vor Ort verbunden.

Deshalb kann man durchaus verstehen, wenn er bei den Planungen zurückhaltend ist. Zumindest scheint eines sicher - einen Kreisjugendtag wird es in der bekannten Form nicht mehr geben. „Vielleicht wäre da eine Art Turnier mit Beachhandball interessant“, überlegt Wiesemann.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben