Handball: 3. Liga West

Heimsieg eingeplant: „Wölfe“ wollen Krefeld-Coup veredeln

Joshua Krechel (Mitte) präsentiert sich seit Wochen in exzellenter Verfassung. Im heimspiel gegen den ATSV Habenhausen am Samstagabend will der Shooter mit den „Wölfen“ erneut punkten.

Foto: MARTINA DINSLAGE

Joshua Krechel (Mitte) präsentiert sich seit Wochen in exzellenter Verfassung. Im heimspiel gegen den ATSV Habenhausen am Samstagabend will der Shooter mit den „Wölfen“ erneut punkten. Foto: MARTINA DINSLAGE

Menden.   SG-Trainer Sascha Simec nimmt seine Handballer vor dem Heimspiel gegen Schlusslicht Habenhausen in die Pflicht: „Wir müssen unbedingt gewinnen!“

Terminpläne im Sport sind gnadenlos und nehmen keine Rücksicht auf Befindlichkeiten. Das gilt für Fußballer wie für Handballer – und natürlich für die SG Menden Sauerland. Der Drittligist bestreitet am Samstag das wichtige Heimspiel gegen den Tabellenletzten ATSV Habenhausen (19 Uhr, Walram-Halle) und muss dabei auch das verletzungsbedingte Aus von Tom Schneider kompensieren.

Wie berichtet, hat sich der Rückraumshooter beim zurückliegenden 34:27-Coup gegen Topteam HSG Krefeld einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt voraussichtlich bis zum Saisonende aus.

„Wir haben jedoch keine Zeit, uns lange damit zu beschäftigen“, sagt Trainer Sascha Simec und macht deutlich: „Wir müssen uns auf ein extrem wichtige Spiel konzentrieren, und das wollen wir gewinnen – unter allen Umständen.“

Intensive Vorbereitung

Natürlich war die schwere Verletzung von Schneider zu Wochenbeginn ein Thema. „Man den Spielern die Betroffenheit angemerkt – uns allen tut diese Sache unendlich leid“, berichtet Simec, dass man aber bereits den Blick nach vorn gerichtet und die Vorbereitung auf das Habenhausen-Spiel gestartet habe. „Es hilft ja nichts, es muss halt weitergehen – so brutal es klingen mag.“

Dass die „Wölfe“ sich Gedanken machen, wie die Lücke von Tom Schneider gefüllt werden kann, dürfte auf der Hand liegen. „Wir müssen jetzt als Mannschaft noch mehr zusammenrücken und versuchen, auf anderen Wegen zum Erfolg zu kommen“, ist Simec aber guter Dinge, „dass wir das irgendwie hinbekommen“. So setzt der Coach zum Beispiel auf eine gute Abwehr als Basis für gelungene Aktionen in der Offensive. Hinten sicher stehen, die Möglichkeiten mit schnellen Außen nutzen – das kann eine Variante sein, um zu Toren zu kommen.

Schwache Phasen werden bestraft

Der wichtigste Aspekt aber ist die Konzentration. „Die müssen wir hoch halten und dürfen keinen Augenblick nachlassen – das wird in der Dritten Liga sofort bestraft“, spricht Simec aus leidvoller Erfahrung, die seine Mannschaft auch im Krefeld-Spiel machte, als aus einer komfortablen 25:16-Führung binnen fünf schwacher Minuten ein 25:20 wurde.

Der SG-Coach richtet in diesem Zusammenhang den Blick auf den ATSV Habenhausen. „Das ist eine gefährliche Mannschaft mit vielen Stärken“, bezeichnet Simec die Abwehr des Tabellenletzten als „ein richtig gutes Paket, auf das die ihre Angriffe aufbauen – Habenhausen spielt eine starke erste Welle mit guten Außen“. Da ist ein exzellentes Rückzugsverhalten gefragt. „Wir wollen von Beginn an aufzeigen, dass wir ein Heimspiel haben und dass wir Herr in der Halle sind.“

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