Fußballkreis Iserlohn

Horst Reimann auf Kreistag zum Vorsitzenden gewählt

Horst Reimann (links) ist von der Versammlung als Kreisvorsitzender gewählt worden.

Horst Reimann (links) ist von der Versammlung als Kreisvorsitzender gewählt worden.

Foto: Thomas Nitsche

Iserlohn.   Horst Reimann ist als Vorsitzender des Fußballkreises Iserloh bestätigt worden. Auf den neuen Chef warten viele Baustellen.

Im Campus der Universität am Seilersee in Iserlohn erfolgte der letzte Schritt in eine neue Zeitrechnung für den Kreis 17 Iserlohn des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen. Nach rund neun Monaten als kommissarischer Vorsitzender wurde Horst Reimann nun vom Kreistag offiziell zum Vorsitzenden wählt.

„Ich danke euch für das Vertrauen. Es liegt keine schöne Zeit hinter uns. Aber ich kann euch mitteilen, dass es dem Kreis gut geht. Alle finanziellen Dinge aus den Unstimmigkeiten mit dem ehemaligen Kreisvorsitzenden und einstigen Kreiskassierer sind ausgeglichen worden. Die betreffenden Gelder sind erstattet. Der Fußballkreis Iserlohn verfügt zurzeit über ein Guthaben von rund 22.000 Euro.“, machte Horst Reimann nach seiner Wahl deutlich.

Das der Kreis 17 eine turbulente Zeit hinter sich hat, machte auch Peter Wolf deutlich. „Die Zusammenarbeit mit dem Kreis war nicht immer einfach“, sagte der stellvertretende Verbandspräsident. Der Funktionär aus Kaiserau dankte aber ebenso wie Landrat Thomas Gemke, den Delegierten für ihr Engagement im Ehrenamt. „Und das ihre Arbeit nicht einfach ist, zeigen ja die immer mehr auftretenden Reglementierungen“, weiß der Landrat .

Aktivere Schiedsrichter gesucht

Dass es aber nicht nur Erfolgsmeldungen aus dem hiesigen Kreis gibt, machte der Blick auf die Berichte der einzelnen Sparten deutlich.

So zählen die Schiedsrichter weiterhin zu den erfolgreichen Vereinigungen innerhalb des Verbandes. „Da sind wir immer noch sehr gut vertreten. Das wir zum Beispiel ein Gespann in der dritten Liga haben, ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit.“, sagt Schiri-Chef Lars Lehmann.

Was dem obersten Iserlohner Schiri Sorgen macht, ist die rückläufige Zahl der aktiven Schiedsrichter. Von einst 170 Schiris sind noch 146 Schiedsrichter geblieben. „Wir können immer noch alle Spiele besetzen. Aber meldet Interessenten zu den Lehrgängen an. Das ist auch in eurem eigenen Interesse“, sagt Lehmann. Den dann auch noch eine andere Entwicklung ärgert.

„Leider wird die Zahl der Schiedsrichter, die keine 15 Spiele im Jahr leiten, immer größer“, warnt Lehmann. Genauso ärgerlich die wenigen Klubs, die noch nie einen Anwärter zum Lehrgang gemeldet haben und lieber die Strafe bezahlen.

Michael Lange, der neue Iserlohner Jugendchef, berichtete von einem Rückgang an Mannschaften. „Wir haben gute 20 Mannschaften verloren“, erklärt Lange. Dem auch eine andere Entwicklung Sorge macht. „Leider ist die Zahl der Spielverlegungen gestiegen. Die liegt bei uns im Kreis über 20 Prozent“, weiß der Funktionär, dass dort Lösungen her müssen. Sorgen macht auch das Auftreten von Eltern am Rande des Spielfeldes. Da werden auch im Kreis Iserlohn oft Grenzen überschritten.

Die Leichtathleten bedauern den Verlust einiger Sportfeste. Dagegen kann sich das Sportgericht über fehlende Arbeit nicht beklagen. Im bisherigen Saisonverlauf gab es schon 21 Verhandlungen. Dabei wurden schon 217 Wochen Sperren verhängt. Es wartet reichlich Arbeit auf den neuen Kreisvorstand. So wird es auch Änderungen im Spielbetrieb in Form von Regeländerungen geben.

Ehrungen für drei Mendener  

Auf dem Kreistag in Iserlohn stand natürlich auch der Punkt Ehrungen auf der Tagesordnung. Und da rückten ein aktiver Fußballer und zwei Funktionäre aus der Hönnestadt in den Blickpunkt.

Dennis Lange von der zweiten Mannschaft des SV Oesbern wurde mit dem Fair-Play-Preis des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen ausgezeichnet. Lange hatte bekanntlich im Spiel gegen die SG Hemer II einen Foulelfmeter absichtlich neben das Tor geschossen.

„Caco“ mit Ehrennadel ausgezeichnet

Lange hatte dem Schiedsrichter gesagt, dass es kein Elfmeter gewesen wäre. Der wollte seine Entscheidung nicht zurücknehmen. Dennis Lange half dann auf seine Art nach. „Es ist schön, dass es solche Geschichten gibt“, freute sich Kreischef Horst Reimann darüber, dass der Preis erstmals in seinen Kreis ging.

Und beim SVÖ war man natürlich stolz auf das Mitglied. „Dennis ist ein richtiger Oesberner. Er steht für den Verein ein“, sagte Matthias Schneider, SVÖ-Urgestein.

Mit der Ehrennadel des Fußballkreises in Silber wurde Gerhard Schulz von der DJK Bösperde geehrt. Der DJKler vertrat den Kreis über Jahre in der Jugendspruchkammer, dem heutigen Jugendsportgericht. Heute arbeitet er noch als Staffelleiter C-Junioren für den Fußball-Nachwuchs.

Über die Vereinsgrenzen hinweg bekannt

„Ich weiß, dass er den Platz in der ersten Reihe nicht mag. Doch diesmal geht es nicht anders“, kündigte Kreischef Horst Reimann die Ehrung von Reiner Matusczyk vom BSV Menden an. „Caco“ gilt für viele in der heimischen Fußballszene als der „Mister BSV“.

Keine Arbeit ist ihm zu viel. „Caco kennt auch keine Vereinsgrenzen. Wenn er helfen kann, tut er es“, lobt Horst Reimann. Vom FLVW in Kaiserau gab es für den 68-jährigen die Ehrennadel in Silber. Da dürfte es reichlich Glückwünsche geben.

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