Eishockey

Iserlohn Roosters: „Wir haben nicht mehr viel Spielraum“

Christian Hommel, Manager der Iserlohn Roosters, erwartet von seinen Spielern eine Reaktion nach den zuletzt dürftigen Leistungen.

Christian Hommel, Manager der Iserlohn Roosters, erwartet von seinen Spielern eine Reaktion nach den zuletzt dürftigen Leistungen.

Foto: Thomas Nitsche

Iserlohn.  Vor dem Heimspiel der Iserlohn Roosters gegen Bremerhaven sprach Manager Christian Hommel klare Worte und verriet eine disziplinarische Maßnahme.

Seit 211,21 Minuten ohne eigenes Tor, 14 Gegentreffer in drei Spielen – diese Statistiken lassen bei den Iserlohn Roosters die Alarmglocken schrillen. Vor dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) in der Deutschen Eishockey Liga gegen Fischtown Pinguins Bremerhaven richtete Manager Christian Hommel deshalb klare Worte an die Spieler, verriet eine disziplinarische Maßnahme – und beendete eine Diskussion.

Roosters: Keine Trainerdebatte

„Jason O’Leary ist unser Trainer und wir haben vollstes Vertrauen in ihn“, sagte Hommel bei einer Presserunde am Donnerstagmittag. Natürlich müssten sich in der aktuellen Situation alle hinterfragen, aber das gelte auch für ihn selbst, ergänzte Hommel. „Wir dürfen jetzt aber auch nicht alles schlecht reden“, forderte er.

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Wie sehr die Negativserie und Tabellenplatz 13 an den Spielern der Roosters nagen, zeigt ein spontaner Mannschaftsabend, welchen das Team nach der Pleite gegen Mannheim (0:5) zu Beginn dieser Woche organisierte, um sich neu einzuschwören. „Die Jungs identifizieren sich mit dem Logo, es wurmt sie sehr, dass es momentan so schlecht läuft“, erklärte der Manager.

Hommel fordert Reaktion

Allerdings verschärfte er den Ton gegenüber seinen Akteuren in vielen Einzel- und Gruppengesprächen sowie in der Öffentlichkeit trotzdem. „Die Jungs stehen in der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen“, sagte Hommel. Und wer sich nicht an Vorgaben halte oder mit einem Fehlverhalten der Mannschaft schade, „der muss mit weniger Eiszeiten rechnen“.

Dass diese Drohung seit geraumer Zeit im Raum stehe und bislang keine Maßnahmen erfolgt seien, dem widersprach Hommel energisch. „Wir haben einen Spieler einmal aus disziplinarischen Gründen nicht eingesetzt“, sagte er, „das haben wir aber nicht nach außen kommuniziert“. Zudem habe O’Leary seinen Stürmer Brett Findlay während einer Partie zehn Minuten auf der Bank schmoren lassen, „und das hat Brett sehr gewurmt“.

Sanktionen ein schmaler Grat

Nur um nach Außen ein Zeichen zu setzen, wollen Hommel und O’Leary keinen Spieler „für alle sichtbar auf die Tribüne setzen“. Tatsächlich müssen die beiden im Fall von Sanktionen einen schmalen Grat beschreiten, schließlich ist der Kader der Sauerländer nicht riesengroß und im Laufe der Saison werden sie jeden Spieler benötigen.

„Wir fangen jetzt bei Null an. Wir haben viel Zeit gegeben. Doch wir werden nicht 52 Spiele warten und haben nicht mehr viel Spielraum“, sagte Hommel noch: „Denn wir haben ein Ziel.“

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Das ist langfristig gesehen der geduldige Aufbau einer Mannschaft, die in der kommenden Saison den Abstieg aus der DEL verhindert. Kurzfristig geht es um den Einzug in die Pre-Play-offs in dieser Spielzeit. Vier Punkte Rückstand weisen die Roosters auf den Tabellenzehnten Wolfsburg derzeit auf. Zehn sind es bei noch 31 ausstehenden Spielen auf den Neunten aus Bremerhaven – den Gast am Seilersee am Freitag.

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