Rudersport

Kanu Club Menden lockt neue Mitglieder ins Wasser

Ordentlich Betrieb auf dem Wasser:

Ordentlich Betrieb auf dem Wasser:

Foto: Alexander Lück

Menden.  Der Mendener Verein bringt Kindern und Jugendlichen beim Piraten-Aktionstag den Wassersport näher. Teilnehmer paddeln kräftig auf der Ruhr.

Besser hätten die Bedingungen nicht sein können als am Samstagnachmittag die kleinen Piraten in See, oder vielmehr in die Ruhr, stachen. Der Kanu-Club Menden hatten zum Piraten-Aktionstag geladen und hofft nun auf ein wenig Nachhaltigkeit.

Ein Holzbein hat, so weit man das auf den ersten Blick erkennen kann, niemand. Das Piratenkopftuch ist der Sicherheit wegen unter einem Helm verschwunden. Und das kühle Nass ist für eine Beständigkeit der dunklen Schminke im Gesicht sowie der Tattoos nicht unbedingt von Vorteil. Und trotzdem war es am Samstag rund um das Vereinsheim des Kanuclub Menden ganz klar: hier sind die Piraten los. Noch präziser gesagt: die Paddelpiraten.

Gleichgewicht hat Priorität

Der Verein hatte zum Aktionstag eingeladen, wollte Kinder und Jugendliche nicht nur auf den Wassersport neugierig machen, nein, vielleicht sogar dafür begeistern. Dies könnte eventuell auch funktionieren, denn von den letzten Endes 16 erschienenen Teilnehmern (ein paar hatten kurzfristig noch absagen müssen), waren nämlich nur die allerwenigsten schon mit dem Kanu-Club vertraut. Alle anderen schauten zum ersten Mal vorbei. So wie etwa Maxi (10) und Anton (8) aus Lendringsen. Die beiden kennen sich vom Schwimmverein – in einem Kanu saßen sie aber zum ersten Mal. Die grundlegende Technik hatten sie aber, vor allem dank der kompetenten Übungsleiter des Clubs, schnell verinnerlicht.

Das Gleichgewicht zu halten habe dabei oberste Priorität. „Und wenn man mit dem Kanu schnell vorwärts kommen möchte, muss man das Paddel ganz tief ins Wasser eintauchen“, sagte Maxi und führte es auch gleich eindrucksvoll vor. Sein Kompagnon Anton erklärt, was es beim Kurvenfahren zu beachten gilt: „Dann paddelt man eben nur auf einer Seite des Bootes.“ Und wer von Euch beiden ist schon unfreiwillig ins Wasser gefallen? Nur Max hebt die Hand. Aber daran, dass das Kanufahren schwer sei, hätte dies nicht gelegen, grinst der Grundschüler.

Was bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen aber auch wirklich kein Problem darstellen sollte – so schnell wie die Klamotten wieder trocken waren. Dank Schwimmweste wurde der unfreiwillige Tauchgang auch nicht zum Sicherheitsrisiko.

Gelungenes Nachwuchswerben

Gepaddelt wurde auf der Ruhr unterhalb des Wehres am Clubhaus. Spaß hatten Maxi und Anton jedenfalls ganz viel, wie sie erzählen. Was auch für die anderen Teilnehmer gilt. Später am Tag, als man sich mit dem Sportgerät schon etwas vertrauter gemacht hatte, traute sich der ein oder andere auch auf die Kanurutsche. Peter Küffner, Vorsitzender des Kanu-Clubs Menden, der von einem insgesamt sehr schönen und gelungenen Tag sprach, hofft nun, den ein oder anderen der Piratenpaddler im Verein begrüßen zu können. Denn Nachwuchswerbung war natürlich auch das Ziel des Tages. „Eine Flut neuer Mitglieder wird das vielleicht nicht bringen, aber ein, zwei oder drei für unsere Jugendgruppe wäre doch schön“, sagt Küffner.

Für die jungen Teilnehmer, die zwischen sechs und zwölf Jahren alt waren, gab es noch ein weiteres Highlight: den Schatz. Diesen zu finden, war nach einer Reihe von Aufgaben - an Land wie auch zu Wasser, wie etwa an den Kanus befestigte Luftballons bei den anderen Kontrahenten platzen zu lassen - das Ziel. Man fand die hölzerne Truhe schließlich nahe des Klubhauses unter einem großen Kanu versteckt. Darin: Süßigkeiten, ein Schwert sowie eine Piratenurkunde für jeden. Eltern, die den Aktionstag mit ihren Sprösslingen am Kanu-Club zusammen verbracht hatten, konnten das Paddeln über die Ruhr übrigens auch ausprobieren. Kann ja nicht schaden, wenn auch Mama und Papa Gefallen daran finden.

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