Handball-Verbandsliga

Kleiner Traum vom großen Coup – TVH ist klarer Außenseiter

Marius Strotkötter (rechts) und die Halinger Handballer haben sich an die in der Verbandsliga übliche harte Gegenwehr längst gewöhnt. Eine gute Voraussetzung also, um  nicht chancenlos ins Heimspiel gegen Schalke zu gehen.

Foto: sportpresse-reker.de

Marius Strotkötter (rechts) und die Halinger Handballer haben sich an die in der Verbandsliga übliche harte Gegenwehr längst gewöhnt. Eine gute Voraussetzung also, um nicht chancenlos ins Heimspiel gegen Schalke zu gehen. Foto: sportpresse-reker.de

Halingen.   Der TV Halingen geht ins Heimspiel gegen Schalke 04 als krasser Außenseiter. Trainer Fähmel fordert: „Die Mannschaft muss sofort hellwach sein.“

Jörg Fähmel ist ein Mann, den so schnell nichts umwerfen kann. Vor allen Dingen nicht in Sachen Handball. Und die Leistungen seiner Akteure in den zurückliegenden Spielen gibt Grund zur Hoffnung, dass der TV Westfalia Halingen in der Tabelle der Verbandsliga 2 weiter klettern wird. Diesmal jedoch backt Fähmel lieber ganz kleine Brötchen. Denn vor der Heimpartie am Samstag gegen den FC Schalke 04 (19.15 Uhr) steht die Zuversicht auf sehr wackligen Säulen.

„Wir sind krasser Außenseiter, da dürfen wir uns nichts vormachen“, sagt der TVH-Trainer und blickt dabei auf einen Tabellenführer, den er sogar als das alles beherrschende Team in der Staffel 2 bezeichnet. „Die stehen vollkommen zu Recht ganz oben, und die werden wahrscheinlich auch den Titel holen und aufsteigen – davon bin ich überzeugt“, so Fähmel.

Stabile Abwehr und hohes Tempo

Der Hasper kennt die Schalker dank vieler Beobachtungen vor Ort und auch per Videostudium ziemlich genau und ist von deren Qualität sehr genau. „Robust, kompakt, stabil – diese Abwehr muss man erst einmal knacken“, weiß Fähmel, dass die Gelsenkirchener zudem auf ein Tempospiel setzen, das die Halinger schon bei der 32:35-Heimniederlage in der Vorsaison sehr nachdenklich gestimmt hat. „Das ist noch besser geworden – da müssen wir von Beginn an hellwach sein.“ Fähmel nennt nicht nur pfeilschnelle Außen, sondern auch den einstigen Drittliga-Spieler Timo Kirsch (TuS Volmetal), dem höchste Aufmerksamen gelten sollte.

„Ich denke, dass schon die ersten Minuten entscheiden werden, wohin die Reise gehen wird“, hat Fähmel zudem festgestellt, dass Schalke die stärksten Phasen stets zu Beginn einer jeden Halbzeit hat. „Und wenn die dann nach einer guten Viertelstunde ein gewisses Polster heraus geworfen haben, geht es dann oft ins Verwalten über.“

Mit anderen Worten: Halingen ist gut beraten, gerade in den so markanten Zweiträumen mit voller Konzentration dagegen zu halten. „Wir können nur versuchen, so lange wie möglich im Spiel zu bleiben“, traut Fähmel seiner Mannschaft aber genau das durchaus zu. „Wenn uns das gelingt – wer weiß, was dann passieren kann?“

Blick auf die nächsten Spiele

Der Traum von einem überraschenden Resultat ist sicherlich vorhanden. „Normalerweise können wir dieses Spiel jedoch nicht gewinnen“, sagt Jörg Fähmel. Der Fokus ist stattdessen bereits auf die an anstehenden Aufgabe im Kampf um den Klassenerhalt gerichtet. Spiele bei ASV Senden (19. November) und VfL Eintracht Hagen II (16. Dezember) sowie dazwischen gegen den OSC Dortmund (9. Dezember) sind wohl eher dazu geeignet, wichtige Punkte zu erwarten, als morgen Abend das Match gegen übermächtig scheindende Schalker.

Zenka steigt nächste Woche ein

Ab der kommenden Woche wird Felix Zenka dem heimischen Verbandsligisten wieder zur Verfügung stehen. Dann steigt der Routinier und langjährige Abwehrchef ins Trainingsgeschehen ein – ein Comeback, das bei den Halingern große Hoffnungen weckt.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik