Fußball

Lendringsen und Platte Heide wollen Lohn für gute Arbeit

Benny Huygens, Trainer BSV Lendringsen, hofft auf eine Steigerung seiner Mannschaft in der neuen Saison.

Benny Huygens, Trainer BSV Lendringsen, hofft auf eine Steigerung seiner Mannschaft in der neuen Saison.

Foto: Dietmar Reker

Sie sind knapp am Aufstieg in die Bezirkliga gescheitert, die A-Kreisligisten aus Lendringsen und Platte Heide. Nun soll ein neuer Anlauf starten.

Menden. In der vergangenen Saison waren die Kreisliga-Fußballer des BSV Lendringsen und des VfL Platte Heide heiße Kandidaten für den Aufstieg. Am Ende blieb den beiden Klubs im Saisonfinale nur die Zuschauerrolle. Doch mittlerweile ist der Frust im Max-Becker-Sportpark und am Hülschenbrauck verschwunden. Der Optimismus ist zurückgekehrt.

„Trotzdem hat die Mannschaft eine gute Saison gespielt. Jetzt wollen wir uns weiter verbessern“, bleibt der Blick von Lendringsens Trainer Benny Huygens auch in der neuen Saison nach oben gerichtet. Durchaus verständlich, zumal der BSV-Kader mit Rene Weißbach vom TuS Langenholthausen und Jan-Niklas Eckert von den Sportfreunden Hüingsen deutlich verstärkt wurde. „Diese Spieler sind selbst auf uns zugekommen.

Auch wenn vielerorts etwas anderes behauptet wird“, versucht der BSV-Coach mit kursierenden Vorurteilen aufzuräumen. Der Polizeibeamte verweist auf die Tatsache, dass sowohl Weißbach als auch Eckert eine BSV-Vergangenheit haben. Rene Weißbach machte unter anderem seine ersten Schritte als Fußballer beim Lendringser Nachwuchs. „Jan-Niklas Eckert hat ja auch schon einige Jahre für uns gespielt“, sind die beiden Fußballer für Huygens letztlich keine Neulinge.


Huygens glaubt an Weiterentwicklung

Der Lendringser Trainer glaubt daran, dass sich seine Mannschaft noch weiterentwickeln wird. „Da haben wir in den vergangenen Jahren konkrete Fortschritte gemacht. Es war der richtige Weg auf die A-Jugend zu setzen“, sieht Huygens den eingeschlagen Weg als richtig an. Vor dem Start in die Vorbereitung auf die kommende Saison, nervt den Polizisten eigentlich nur eines.

„Es nervt, dass man zwar gute Arbeit leistet, aber am Ende nicht belohnt wird. Denn irgendein Verein hat vermutlich exorbitante Möglichkeiten und steht am Ende oben“, so Huygens mit einen Blick auf die vergangene Saison. „Dem VfL Platte Heide ist es doch auch nicht besser ergangen. Die haben auch gute Arbeit gemacht“, weiß Benny Huygens.

Am Hülschenbrauck bleibt man aber sehr gelassen. „Wir gehen die neue Saison auch wieder sehr entspannt an. Wir wollen Spaß haben und guten Fußball spielen“, sagt VfL-Trainer Petros Tsamatos. Was dann dabei herauskommt wird man sehen. „Auch in diesen Jahr haben wir keine großen Anstrengungen unternommen, Spieler für den Verein zu begeistern. Das überlassen wir lieber den anderen Vereinen. Wie man hörte, haben wohl einige große Anstrengungen unternommen, um am Ende oben zu stehen“, sagt der Platte- Heider- Coach.


Gelassenheit in Platte Heide

Dass man in der abgelaufenen Saison sehr knapp gescheitert ist, ist schon längst ein Fall für das Archiv. „Da ist uns einfach die Luft ausgegangen“, erklärt Tsamatos die Phase, als der Kader aufgrund zahlreicher Verletzter zusammen schrumpfte. „Auch diesmal werden wir nicht anfangen zu lamentieren. Ich hoffe natürlich, dass wir vom Verletzungspech verschont bleiben“, sagt Tsamatos. Und wenn es anders laufen sollte, wird man es am Hülschenbrauck ertragen. „Wir wollen beim Fußball schließlich Spaß haben.“

Dass die angesagte Lockerheit vielleicht auch das passende Rezept ist, dürfte man beim heutigen Trainingsauftakt um 15 Uhr am Hülschenbrauck sehen. „Wir machen in Prinzip ein Casting. Aus rund 35 Spielern werden wir einen Kader von 23, 24 Spielern zusammenstellen“, sagt Petros Tsamatos, der auch zugibt, dass darunter auch einige völlig unbekannte Spieler sein werden. „Den ein oder anderen kenne ich auch noch nicht“, gesteht der Trainer des VfL Platte Heide.

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