Dritte Liga

Mangelnde Reife kostet SG Menden Sauerland Punktgewinn

Rafael Dudczak und die SG Menden Sauerland legen eine Bauchlandung hin.

Rafael Dudczak und die SG Menden Sauerland legen eine Bauchlandung hin.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Zu naiv präsentiert sich die SG Menden Sauerland am Freitagabend gegen den TuS Spenge.

Diese Niederlage schmerzt richtig! Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland kamen am Freitagabend in der Kreissporthalle richtig unter die Räder. Die Wölfe unterlagen dem TuS Spenge mit 21:30 (10:10) und warten weiter auf den zweiten Saisonsieg. Kein Wunder, dass der Frust beim heimischen Branchenführer förmlich greifbar war.

„Wir sind einfach nicht reif genug“, haderte SG-Trainer Micky Reiners mit dem Auftritt seiner Mannen. „Wir waren auf keinen Fall neun Tore schlechter. Aber in der Schlussphase war das einfach vogelwild. Da schenken wir Spenge gleich vier Gegenstöße“, ärgerte sich der SG-Coach darüber, dass die Niederlage gegen zu deftig ausfiel.

Denn die Gäste aus der Kleinstadt am Rande des Teutoburger Waldes blieben am Abend den Beleg eines Spitzenteams schuldig. Wobei das am Ende auch gar nicht erforderlich war. Doch Micky Reiners mochte sich nicht lange mit dem Gegner beschäftigen. „Unser Problem im Moment ist sicherlich nicht die Deckung. Wir sind im Angriff einfach nicht schnell genug und vergeben zu viele Möglichkeiten“, ist nicht nur für den Mendener Trainer die Offensive im Moment die größte Baustelle.

Lange ein Spiel auf Augenhöhe

Das war am Abend schon erkennbar. Da lag man lange mit den Gästen auf Augenhöhe. Doch entscheidend absetzen konnten sich die Wölfe nicht. Allein Moritz Eigenbrodt zeigte vor dem gegnerischen Tor die nötige Kaltschnäuzigkeit. Doch seine elf Tore waren einfach zu wenig, da sich seine Mitstreiter doch zu viele fehlerhafte Abschlüsse leisteten.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Der Sekundenzeiger war in der Kreissporthalle gerade auf seiner dritten Runde, da sah Christian Klein die Rote Karte. Das Schiedsrichtergespann Marx/Pühler sprachen die Disqualifikation gegen den heimischen Handballer nach seinem Einsteigen gegen Spenges Phil Holland aus.

„Die Karte muss man nicht geben. Aber an den Schiedsrichtern hat es gewiss nicht gelegen“, mochte sich Micky Reiners auch nicht lange mit diesen überflüssigen Einstieg in die Partie befassen. Obwohl der Auftakt auch ein Fingerzeig dafür war, dass in dieser Partie mit allen Mitteln gekämpft wurde.

Entscheidung fällt in 300 Sekunden

Die Gäste machten aus einzelnen Aktionen oft mehr als es war und konnten davon profitieren. Für Christian Klein hatte die Disqualifikation noch einen besonderen Beigeschmack - er feierte am Freitag seinen 28. Geburtstag.

Diesen kuriosen Spielbeginn sollte zunächst aber nichts daran ändern, dass sich beide Teams auf gleicher Höhe begegneten. Beide Mannschaften hatten auf die Aktionen des Gegners stets Antworten. So verwunderte es nicht, dass sich kein Team absetzen konnte. Mit einem 10:10 ging es in die Halbzeitpause. Im Lager der Wölfe durfte man noch hoffen.

Und zunächst blieb es auch nach der Pause alles beim bisherigen Spielverlauf. Der Bruch sollte in der 47. Minute kommen, als Spenges Aufderheide zum 20:19 für sein Team traf. 300 Sekunden später war die Partie endgültig zu Gunsten der Gäste gekippt. Phil Holland hatte seine Mannschaft erstmals mit drei Toren in Führung gebracht - 22:19. Die Wölfe resignierten und schlitterten in eine bittere Niederlage.

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