Fußball

Marcus Potthoff will mit Oesbern-Damen in die Verbandsliga

Marcus Potthoff, Trainer der Damenmannschaft des SV Oesbern, besinnt sich auf die Entwicklung seines Teams.

Marcus Potthoff, Trainer der Damenmannschaft des SV Oesbern, besinnt sich auf die Entwicklung seines Teams.

Foto: sportpresse-reker.de

Menden.  Der Trainer des SVÖ braucht sein Team für die neue Saison nicht zu motivieren. Vorbereitung startet in neun Tagen. Spielerinnen trainieren schon.

In Frankreich geht am Wochenende die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2019 zu Ende. Wenn man einigen Berichten glauben schenkt, müsste danach ein Boom den heimischen Frauenfußball erfassen. Doch bei den Balltreterinnen des SV Oesbern war das Turnier nur eine Randnotiz.

„Die Mädels schauen selbst schon lieber Bundesliga“, erzählt Marcus Potthoff, der neue Trainer des Frauen-Landesligisten . „Die Frauen-WM war für uns kein Pflichttermin“, bestätigen Athanasia Skoupra und Dana Rennebaum die Aussage ihres Trainers. Potthoff geht auch davon aus, dass das Turnier in Frankreich keine Auswirkungen auf den Zulauf an Fußballerinnen am Habicht haben wird. „Ich glaube, der SVÖ kann über fehlenden Nachwuchs bei den Frauen und Mädchen sowieso nicht klagen. Das ist eine richtige Marke geworden“, sieht Marcus Potthoff seinen Klub an ambitionierter Stelle.

Hohes Ansehen bei Zuschauern

Das liegt aber auch daran, dass sich die Frauen am Habicht mit einer großen Begeisterung dem Spiel mit der Kunststoffkugel widmen. „Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie so, wie sie ihren Sport betreibt, auch vom Zuschauer wahrgenommen wird“, erzählt Potthoff. Und da dürfte ihr Ansehen zurzeit riesengroß sein, denn die Habicht-Kickerinnen können die neue Saison scheinbar kaum erwarten. „Wir fangen zwar erst am Samstag, 13. Juli, mit der Vorbereitung an, doch die Mädels sind schon für sich unterwegs“, lacht Potthoff über den Fleiß seiner Schützlinge. Wobei der Enthusiasmus der Fußball-Frauen am Habicht durch die Rückkehr von Marcus Potthoff auf die Trainerbank einen zusätzlichen Schub erhalten hat. Er hatte in der vergangenen Spielzeit eine Pause eingelegt. So ist auch bei Dana Rennebaum, mit 37 Jahren die dienstälteste SVÖ-Kickerin, die Lust auf den Fußball unverändert hoch. Fragen nach dem Karriereende wehrt Dana Rennebaum schnell ab. „Warum sollte ich auch aufhören? Es macht mir immer noch sehr viel Spaß. Und dass Marcus Potthoff jetzt wieder unser Trainer ist, ist für mich ein weiterer Grund weiterzumachen“, schließt sich Rennebaum dem zahlreichen Lob für den Trainer an.

„Ich habe den Mädchen gesagt, dass es ja nett ist, dass man so über mich spricht, doch meine Person ist unwichtig. Es geht darum, dass sich die Mannschaft weiter entwickelt“, sieht sich Potthoff keinesfalls als der Überflieger auf der Bank. Der Oesberner Trainer rückt da lieber wieder sein Team in den Mittelpunkt: „Wir sind auf einem richtig guten Weg. Und der soll uns irgendwann mal in die Verbandsliga führen“, verrät der SVÖ-Trainer den ambitionierten Traum der Habicht-Fußballerinnen. Den heimischen Frauenfußball würde es weiterbringen. Da bedarf es keiner Weltmeisterschaft.

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