Fußball

Markus Maiers Fehltritt mit fatalen Folgen

Markus Maier (links) hat sich das Schienbein gebrochen.

Markus Maier (links) hat sich das Schienbein gebrochen.

Foto: tspot-Foto / Rene Traut

Menden.  Eine kurze Unachtsamkeit, ein Knacks und schon ist es passiert. Markus Maier denkt direkt ans Karriereende.

Es war eine Situation wie sie vermutlich jedes Wochenende auf einen Fußballplatz passiert. Ein Schritt zu kurz, eine verkehrte Bewegung - für den Mendener Fußballer Markus Maier hatte diese Aktion am Sonntag ein bitteres Ergebnis. Der 29-jährige zog sich im Spiel des SG Bockum-Hövel beim SV Drensteinfurt einen Bruch des Schienbeins zu. An Fußball ist in den nächsten Monaten nicht zu denken.

Große Anteilnahme

Dafür lernte Markus Maier eine Anteilnahme der heimischen Kickerszene kennen, die schon beeindruckt. Denn seit Sonntagabend steht das Smartphone nicht mehr still, viele Fußballer wünschen ihm gute Besserung. Auch in den sozialen Netzwerken gibt es reichlich Genesungswünsche. „Das ist schon sehr nett“, freut sich Markus Maier über die Anteilnahme.

Bei den Anrufern waren auch einige dabei, die ihre Hilfe anboten. Sei es nur, einen anderen Arzt noch zu kontaktieren. Gesten, die in der schnelllebigen Fußballwelt einfach keine Selbstverständlichkeit sind. Diese Geschichte zeigt aber auch gleichzeitig, dass Markus Maier wie auch sein Zwillingsbruder Tobias großes Ansehen in der Fußballszene genießt.

Die Situation mit der Verletzung ist für den erfahrenen Fußballer gar nicht so neu. Da hat er als talentierter Youngster in der Nachwuchsabteilung von Borussia Dortmund, beim ehemaligen Zweitligisten Rot-Weiß Ahlen oder in der Oberliga bei Westfalia Rhynern schmerzhafte Erfahrungen genug gemacht.

Gedanken ans Aufhören schnell verworfen

Darunter waren zwei Kreuzbandrisse, unzählige Bänderrisse, Zerrungen und Dehnungen. Es gab reichlich Zeit, die er in den Wartezimmern diverser Ärzte verbrachte. Doch der Gedanke ans Aufhören war ihm nie gekommen. Am Sonntag war es dann erstmals anders. „Da habe ich zum ersten Mal daran gedacht, jetzt aufzuhören“, erklärt Markus Maier.

Das hing aber damit zusammen, dass er gerade in seiner Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten steckt. „Da möchte ich natürlich nichts versäumen“, betont Maier. Und in der Tat scheint er Glück im Unglück zu haben.

Denn die entsprechende Ausbildung in der Schule in Hamm kann er auch mit „Gipsbein“ absolvieren. „Ich werde dann halt die entsprechenden Sporteinheiten nicht mitmachen können“, sagt Markus Maier. Und für die Fahrten zur Schule nach Hamm kann er sich auf Bruder Tobias verlassen.

Denn der absolviert zeitgleich die identische Ausbildung.

So ist es kein Wunder, dass die Überlegungen über ein Karriereende schnell ad acta gelegt wurden. „Das ist heute schon kein Thema mehr. Dafür macht es im Moment einfach zuviel Spaß“, erzählt Markus Maier. Die SG Bockum-Hövel liegt nach drei Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Trainer bei dem Verein aus Hamm ist mit David Schmidt ein alter Weggefährte aus gemeinsamen Tagen beim Oberligisten Westfalia Rhynern.

Zukunft ist noch offen

Wie lange Markus Maier noch den Weg nach Bockum-Hövel absolvieren wird, ist für ihn vollkommen offen.

Denn das alte Ziel bleibt immer noch irgend wann noch einmal mit seinem Bruder Tobias in einer Mannschaft aufzulaufen. Denn der letzte Versuch beim BSV Menden hat ja leider nicht funktioniert. Aber im Moment ist das ja nur Zukunftsmusik. Denn aktuell heißt es wieder gesund zu werden und die eigene Ausbildung voran zu treiben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben