Fußball

Mendener Kai Hesse: Neues, altes Glück beim FC Schalke 04

Kai Hesse steht in der Saison 2004/05 im Profikader des FC Schalke 04.

Kai Hesse steht in der Saison 2004/05 im Profikader des FC Schalke 04.

Foto: firo Sportphoto

Menden.  Kai Hesse zog einst aus Menden in die große Fußballwelt. Nun kehrt er zu seinem Herzensverein FC Schalke 04 zurück. In besonderer Rolle.

Im Moment werden die Anhänger des FC Schalke 04 nicht gerade mit guten Nachrichten verwöhnt. Zumindest die Mendener Sympathisanten des Fußball-Bundesligisten können sich über interessante Neuigkeiten aus Gelsenkirchen freuen. Denn der Traditionsklub hat für seine U23-Mannschaft in der Regionalliga West einen neuen Co-Trainer verpflichtet. Der Mendener Kai Hesse ist seit zwei Wochen als Co-Trainer und zuständiger Coach für die Spielanalyse tätig.

2004 im Bundesligakader gewesen

Kai Hesse kehrt damit zurück zu dem Klub zurück, für den er von 2000 bis 2005 in der Jugend gespielt hat und zum Bundesliga-Kader der Saison 04/05 gehörte. „Ich musste da nicht lange überlegen, als ich das Angebot bekam. Mein Ziel war es immer, in den Männerfußball zurückzukehren. Und das ist jetzt eine sehr große Chance für mich“, sagt Hesse über sein Engagement in der „Knappenschmiede“ des Bundesligisten.

Eigentlich lief sein Vertrag Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt noch ein Jahr. Bei den Hessen war er als Co-Trainer der U17 tätig. „Ich bin der Eintracht sehr dankbar, dass man mir diesen Wechsel ermöglicht. Die Arbeit mit dem Nachwuchs hat auch sehr viel Freude gemacht. Aber es war klar, dass ich irgendwann das Nachwuchsleistungszentrum verlassen werde.

Angebot kommt zur richtigen Zeit

Dass ausgerechnet ein Angebot von Schalke kam, beschleunigte natürlich die Zukunftsplanungen. „Natürlich verbindet mich mit Schalke etwas Besonderes. Ich habe dort gespielt und bin 2002 mit der B-Jugend Deutscher Meister geworden. Dann habe ich dort auch noch mein Abitur gemacht. Und ich kann jetzt durch den Wechsel öfters Menden und meine Familie besuchen“, erklärt Kai Hesse. Die Besuche in der Heimatstadt waren in den vergangenen Jahren weniger geworden.

Dass ihm seine königsblaue Vergangenheit beim neuen Engagement behilflich war, verschweigt der ehemalige Profi nicht. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit Peter Knäbel, dem Direktor der Knappenschmiede und mit Gerald Asamoah. Mit „Asa“ habe ich ja noch zusammengespielt“, erzählt Hesse. Asamoah ist bei Schalke der verantwortliche Teamchef des U23-Teams. Und auch beim Gespräch mit Torsten Fröling, dem Trainer der U23 traf er mit dem zweiten Co-Trainer Tomasz Waldoch einen alten Bekannten wieder. „Wir kennen uns auch aus dem Jahr im Schalker Bundesliga-Kader“, sagt der 35-jährige Hesse.

Vielfältige Arbeit

Seine Aufgaben sind vielseitig: „Ich bin als zweiter Co-Trainer direkt an der Mannschaft dran und für die Spielanalyse zuständig. Ich sorge für die notwendige Aufarbeitung des jeweils vorangegangenen Spieles unserer Mannschaft und kümmere mich um den nächsten Gegner“, betont der Mendener. Wo liegen die Stärken, was sind die Schwächen, welches System wird bevorzugt? Das es dabei mal Nachtschichten geben kann, ist für Hesse selbstverständlich. „Wenn das Spiel um 19 Uhr beendet ist, kann es schon bis in die Nacht hinein gehen. Schließlich soll das Spiel am anderen Tag abschließend aufgearbeitet werden“, erklärt Hesse.

Aber man merkt dem Heimkehrer an, dass ihm die Aufgaben Spaß machen. Dass er noch in einem Hotel an der Arena wohnt, ist für ihn Nebensache. „Das es im Fußball schnell gehen kann, habe ich in den vergangenen 15 Jahren oft selbst festgestellt“, ist Kai Hesse überzeugt, den richtigen Schritt gegangen zu sein.

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