Fußball

Niels Specht: Vom BSV Menden zum FC Schalke 04

Niels Specht ist heute Physiotherapeut auf Schalke.

Niels Specht ist heute Physiotherapeut auf Schalke.

Foto: FC Schalke 04

Menden.  Als junger Spieler ist er Leistungsträger beim BSV Menden. Dann kommt die große Chance zum Einstieg beim FC Schalke 04.

Über viele Jahre war Niels Specht ein Aushängeschild des Fußball-Landesligisten BSV Menden. Sein Name stand für Fleiß und den Willen sich stets zu verbessern. Genauso konsequent verfolgt der ehemalige Vorzeigespieler seinen beruflichen Werdegang. Niels Specht ist jetzt Physiotherapeut in der Knappenschmiede des FC Schalke 04.

Im Dezember 2017 hat er seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt, weil er da schon für das „Medicos auf Schalke“ in Gelsenkirchen arbeitete. Das Reha-Zentrum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Parkstadions. Dort trieb Specht seine zusätzliche Ausbildung zum Heilpraktiker und Osteopathen voran. „Für mich war immer klar, dass der Beruf deutlich Vorrang hat. Fußball kann ich vielleicht bis 30 Jahre spielen“, fiel ihn der damalige Abschied vom Fußballplatz relativ leicht.

„Natürlich fehlen dir die Freunde und die Mannschaft oder die Geschichten rund um das Team“, Doch mittlerweile ist der 25-jährige wieder auf das Rasenviereck zurückgekehrt - diesmal als Physiotherapeut im Nachwuchsleistungszentrum der „Knappenschmiede“ des FC Schalke 04 aus der schon Nationalspieler wie Manuel Neuer, Mesut Özil, Julian Draxler oder Leroy Sane hervorgegangen sind.

Mit Jugendmannschaften unterwegs

„Durch meine Arbeit bei Medicos war einfach der direkte Kontakt zu Schalke da“, erzählt Niels Specht. Und die Schalker Verantwortlichen fragten dann nach, ob er nicht Interesse hätte, bei der Knappenschmiede als Physiotherapeut mitzuarbeiten. „Lange überlegen musste ich da nicht“, denkt Specht, der in der Nachwuchsabteilung jetzt für die U16 zuständig ist, zurück. „Wir sind ja mehrere Physiotherapeuten - da muss man auch schon mal bei anderen Mannschaften mit aushelfen“, erzählt Specht.

Der so neben der U16 auch schon mit der Schalker U23 - dem Regionalliga-Team - unterwegs ist.

Sein Beruf bringt ihn zwangsläufig viel Abwechselung. „Man ist halt viel unterwegs“, sagt Specht mit Blick auf die täglichen Trainingseinheiten oder den Spielen am Wochenende. Trainer der U16 ist Willi Landgraf, mit 508 Einsätzen der Rekordspieler der zweiten Liga.

Ansonsten ist die Begegnung mit der Fußball-Prominenz wie Matthias Schober oder dem U23-Manager Gerald Asamoah normaler Alltag für Niels Specht. „Das bleibt halt nicht aus“, sagt Niels Specht, der mittlerweile mit seiner Lebensgefährtin in Dortmund lebt. Kurios ist schon ein wenig, dass ihm der zweite Mendener „auf Schalke“ Massimo Mariotti noch nicht über den Weg gelaufen ist. Mariotti ist ja bekanntlich als Dolmetscher beim Erstligateam im Einsatz. „Wir haben uns bislang noch nicht gesehen“, sagt Specht. Das Gelände in Schalke ist so weitläufig, dass die Profis praktisch unter sich sind.

Triathlon als Ausgleich

Ob ihn sein Beruf als Physiotherapeut auch noch in die Schalker Arena zum Bundesliga-Team führen könnte, mag Niels Specht nicht beantworten. „Man weiß ja nicht, was noch passiert“, will sich der 25-Jährige von der Zukunft überraschen lassen. Zumindest hat er immer noch die Aktivitäten seiner ehemaligen Mannschaft im Blickfeld. „Da bin ich auf dem Laufenden“, interessieren den „Physio“ schon noch die Ergebnisse seines einstigen Klubs.

Die eigenen sportlichen Aktivitäten haben sich stark verändert. Der aktive Fußball spielt nur noch eine Nebenrolle. Dafür ist Triathlon bei Niels Specht und seiner Lebensgefährtin hoch im Kurs. Beide sind Mitglied in einem Erkenschwicker Klub. Und zu Trainingszwecken bewältigt er die Fahrt von seiner Wohnung in Dortmund nach Schalke mit dem Rad. Eigentlich typisch für Niels Specht.

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