Handball

Rico Witt wird zum Helden von Westfalia Halingen

Foto: Martina Dinslage

Halingen.   Nach einer verkorksten ersten Halbzeit hat der Westfalia-Torhüter im zweiten Durchgang einen großen Anteil am 32:28-Sieg gegen den TuS Bommern.

Endlich fahren die Handballer von Westfalia Halingen einmal den Lohn für ihre Mühen ein: In den vergangenen Wochen zeigte die Formkurve nach oben, auch wenn die Spiele verloren gingen. Am Samstag wurde das Engagement nun auch mit Punkten belohnt: Gegen den Tabellenzweiten TuS Bommern gewann der Handball-Verbandsligist mit 32:28 (12:13).

Der Frust war Rico Witt in der ersten Halbzeit anzumerken. Bis dahin lief das Spiel für den Halinger Torhüter äußerst unglücklich. „Er hatte sich ein paar eigentlich schon gehaltene Bälle, doch noch selbst reingehauen“, sah TV-Trainer Jörg Walter zunächst einen gebrauchten Tag seines Torhüters. „Zur Halbzeit habe ich zunächst überlegt, ob ich ihn rausnehmen soll“, gestand der Halinger Übungsleiter. Doch der Instinkt sagte ihm, dass Witt noch wichtig werden würde in dieser Partie. Walter sollte Recht behalten. In der zweiten Halbzeit lief Witt zur Höchstform auf und war einer der Garanten für den Sieg. „Ich muss Rico aus der Mannschaftsleistung herausheben, er hat in der zweiten Hälfte vier, fünf 100-prozentige Chancen gehalten und so einen wichtigen Teil zum Sieg beigetragen“, freute sich Walter.

Ausgeglichenes Spiel

Doch zurück auf Anfang: Bei solch einer Partie spricht man im Nachhinein gerne von einem Sieg des Willens. Über 60 Minuten sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes und stets offenes Spiel. Die Hausherren, die mit Bichmann, Jost und Selle drei Stützen ersetzen mussten, kamen zunächst ins Hintertreffen mit einem 2:4-Rückstand (8.), doch den Gästen aus Bommern gelang es nicht, den Vorsprung entscheidend auszubauen. Zur Halbzeit betrug Halingens Rückstand ein Tor. „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir kämpferisch noch einmal alles geben müssen, um die Halle hinter uns zu bringen. Das ist uns sehr schnell gelungen“, lobte Walter. Nach 43 Minuten ging die Westfalia erstmals im Spiel durch Robert Ammelt mit 22:21 in Führung. Aufmerksame Abwehrarbeit und zwei abgefangene Bälle, die zu Tempogegenstößen führten, sorgten für eine 26:23-Führung (48.). „Da sah es gut aus für uns, aber danach haben wir noch einmal kurz die Konzentration verloren“, bemängelte Walter. Diese Schwächephase führte zum 26:26-Ausgleich nach 51 Minuten. Doch der Siegeswille der Halinger war an diesem Abend einfach größer. Stracke (52.), Dennis Bichmann (53.) und zweimal Robert Ammelt (56., 58.) entschieden mit vier Treffern in Folge die Partie zugunsten der Mendener. Den Schlusspunkt setzte Jan Ziegenhirt mit der Schlusssirene. „Kompliment an meine Mannschaft, wie sie den Ausgleich weggesteckt und das Spiel ganz locker runtergespielt hat“, betonte Walter.

In der Tabelle bleibt der Abstand auf den Vorletzten HSV Plettenberg/Werdohl bei drei Punkten, da die Mannschaft aus dem Lennetal mit 23:21 gegen den RVSE Siegen gewann. Walter: „Natürlich hätten wir lieber gesehen, wenn Werdohl verloren hätte. Aber Siegen hat in der gesamten Saison auswärts nur zwei Punkte geholt, da musste man mit dem HSV-Sieg rechnen.“

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt weiter. „Wir haben noch vier Spiele, die wir gewinnen können. Ich bleibe dabei, wenn wir zwei der vier Partien gewinnen, dann werden wir die Klasse halten“, war Walter sicher. Für den Konkurrenten aus Plettenberg und Werdohl folgen nun noch drei Spiele gegen die ersten drei Mannschaften der Tabelle.

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