Wassersport

Schwimmerin von SV Menden bei Meisterschaften in Berlin

Coleen Andree Dirksmeier vom Mendener SV hat bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark teilgenommen und den 37. Platz belegt.

Coleen Andree Dirksmeier vom Mendener SV hat bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark teilgenommen und den 37. Platz belegt.

Foto: Carsten Loos

Berlin/Menden.   Coleen Andree Dirksmeier startet bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften im Europasportpark. Eine Verletzung hindert sie an der Vorbereitung.

Da leuchten sie auf, die vier magischen Ziffern 3-7-2-0, auf der Anzeigetafel in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Berlin. Die Schwimmerin Coleen Andree Dirksmeier vom Mendener SV hat soeben bei den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften (DJM) ihren Vorlauf über 50 Meter Brust bestritten, angeschlagen und sich umgedreht. Auf der anderen Seite des Schwimmbeckens erblickt sie ihre Zeit – 37,20 Sekunden – die vier magischen Ziffern.

„Sie war überhaupt nicht zufrieden mit der Zeit“, sagt Melanie Dirksmeier, 2. Vorsitzende des Mendener SV, Trainerin der Leistungsgruppe – und Mutter von Coleen Andree Dirksmeier. 37,20 Sekunden über 50 Meter Brust, der 37. Platz im Jahrgang 2005. Ihre Tochter sei im ersten Moment richtig enttäuscht gewesen über den Auftritt in Berlin, erklärt Melanie Dirksmeier. Mit ein paar Tagen Abstand zu den nationalen Nachwuchs-Titelkämpfen aber „gibt sich das wieder“. Zum Vergleich: Gold geht mit 34,00 Sekunden an Saskia Blasius vom VfL Waiblingen. Tina Wenzel von der SG Schwimmen Münster ist in 35,07 Sekunden als Achte und Letzte in den Endlauf eingezogen.

Kein Grund sich zu ärgern

Einen Grund, sich über ihre Zeit zu ärgern, hatte Coleen Andree Dirksmeier indes nicht wirklich. Schließlich stand erst eine Woche vor den Deutschen Jahrgangs-Meisterschaften überhaupt fest, dass sie nach Berlin fahren wird. Bei den Kreismeisterschaften in Neuenrade, im Rahmen des Jahrgangsschwimmfestes des TuS Neuenrade, schwamm die 13-jährige Siebtklässlerin der Gesamtschule Menden 36,01 Sekunden. „Erst danach haben wir entschieden, dass Coleen schwimmen soll“, betont Mutter Melanie Dirksmeier. Coleen Andree Dirksmeier hatte sich schon Anfang Dezember bei einem Schwimmfest in Solingen das Ticket zur DJM gesichert. „Wir sind da gemeinsam mit Maike Romberg und Gina Barth extra hingefahren, um frühzeitig die Qualifikationszeit zu schwimmen“, erklärt Melanie Dirksmeier.

Solingen ist in der Wintersaison eines der ersten Meetings auf der 50-Meter-Bahn, auf der die DJM-Normen geschwommen werden müssen. 35,88 Sekunden wurden dort für die Menderin gestoppt. Nur 14 Hundertstel war das Nachwuchstalent da langsamer als bei ihrer Bestzeit im Juli zuvor in Bochum.

Im Herbst habe alles „wirklich gut ausgesehen“, betont ihre Mutter und Trainerin. Anfang Januar kam dann aber der Rückschlag auf dem Weg nach Berlin: Eine Schulterverletzung stoppte alle Ambitionen von Coleen Andree Dirksmeier. Nachdem sie ein Jahr zuvor wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers zwei Monate aussetzen musste, ging auch diesmal nichts mehr. „Drei, vier Wochen lang durfte sie überhaupt keinen Sport machen“, sagt Melanie Dirksmeier und fügt hinzu: „Sie musste lange auf ihr geliebtes Schwimmen verzichten.“ Dann ging es mit zweimal 45 Minuten Physiotherapie in der Woche langsam wieder los. Bis zu den Osterferien. Erst danach sei ihre Tochter erstmals wieder im Wasser gewesen, erinnert sich Melanie Dirksmeier: „Aber auch nur für zweimal 45 Minuten.“ Eine gezielte Vorbereitung auf nationale Titelkämpfe sieht sicher anders aus.

Keinen Rhythmus gefunden

Womöglich lag es an jenen schwierigen Umständen, dass Coleen Andree Dirksmeier bei ihrem 50-Meter-Sprint in Berlin, „nicht richtig den Rhythmus gefunden hat“, wie Melanie Dirksmeier am Beckenrand festgestellt.

Die Schwimmerin, die bei den DJM im Vorjahr den 25. Platz belegte, ist als einziges Mender SV-Mitglied in Berlin. 2018 waren noch ihre Vereinskameradinnen Maike Romberg und Gina Barth mit am Start – jetzt jedoch zu alt für die DJM.

Auf die Chance, das Ergebnis von Berlin zu übertrumpfen, braucht Coleen Andree Dirksmeier nicht lange zu warten. Bereits am Wochenende tritt der Mendener SV in Hagen an, später folgen noch das Schwimmfest in Iserlohn. Ende Juni geht es zu den Südwestfälischen Meisterschaften nach Bochum. Das passt perfekt, denn dort hat die Mendenerin vor Jahresfrist Bestzeit geschwommen.

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