VfL Fröndenberg

Sechs Aktive genießen Läufer-Kurzurlaub in Oberstdorf

Zum Abheben schön (von links): Iris Hohmeyer, Stephan Klose, Michael Fobbe, Costantino Brunetti, Martin Kessler und Astrid Becker vom VfL Fröndenberg springen nach der Teilnahme am 20. Gebirgstälerlauf in Oberstdorf vor Glück förmlich in die Höhe.

Zum Abheben schön (von links): Iris Hohmeyer, Stephan Klose, Michael Fobbe, Costantino Brunetti, Martin Kessler und Astrid Becker vom VfL Fröndenberg springen nach der Teilnahme am 20. Gebirgstälerlauf in Oberstdorf vor Glück förmlich in die Höhe.

Foto: VfL Fröndenberg

Fröndenberg.   Extreme Herausforderung: Ein sechsköpfiger Tross des VfL Fröndenberg hat in Oberstdorf an dem 20. Gebirgstälerlauf teilgenommen.

Ab in den Süden Deutschlands. Insgesamt sechs ambitionierte Aktive des VfL Fröndenberg haben sich mit Wohnmobilen auf den Weg gemacht, um in Oberstdorf am 20. Gebirgstälerlauf teilzunehmen. Es war ein erlebnisreiches Wochenende.

Warum gerade Oberstdorf? „Ich bin Oberstdorf-Fan“, gesteht Iris Hohmeyer vom VfL Fröndenberg. Sie verbringt mit ihrer Familien regelmäßig die Wanderurlaube im heilklimatischen Kurort. „Oberstdorf ist mindestens einmal im Jahr Pflicht“, beschreibt Iris Hohemeyer ihre Liebe zur frischen Bergluft. So entstand auch der Wunsch, aktiv an dem Gebirgstälerlauf teilzunehmen. „Im Jahr 2018 war es beim Lauf sehr warm“, berichtet Iris Hohmeyer. Ihre Teamkollegen waren jedenfalls begeistert von den Schilderungen. „Nach und nach sind es mehr geworden für Oberstdorf“, freut sich Iris Hohmeyer über die Resonanz in den eigenen Reihen.

Teilweise starker Schneefall

Nachdem Iris Hohmeyer bereits im vergangenen Jahr in Oberstdorf über die Halbmarathondistanz (21,1 km) gestartet ist, ließen Stephan Klose, Costantino Brunetti und Michael Fobbe es sich nicht nehmen, in diesem

Jahr ihre Vereinskollegin zu begleiten. Astrid Becker und Martin Kessler schlossen sich spontan dem VfL-Tross an, nahmen aber die Distanzen über 5,3 und 10,7 Kilometer in Angriff. Insgesamt 475 Teilnehmer stellten sich der läuferischen Herausforderung. „Viele Einheimische sind mit am Start gewesen. Die könne das“, urteilte die VfLerin über die Qualitäten der Konkurrenten.

Das Wochenende sollte sich aber nicht nur um den Lauf drehen, so dass kurzentschlossen ein gemeinsamer Kurzurlaub geplant wurde. Mit vier Fröndenberger Wohnmobilen wurde auf dem Stellplatz in der Nähe des Eissportzentrums und in unmittelbarer Nähe des Start- und Zielbereichs eine kleine Wagenburg errichtet. Die ersten zwei Läufer reisten bereits am Mittwoch an, nach und nach folgten die anderen. „Mit Wanderungen, mit einem Stadtbummel und Allgäuer Spezialitäten haben wir uns bestens auf den Lauf eingestimmt“, berichtet Iris Hohmeyer über das kurzweilige Rahmenprogramm..

Dann kam der zurückliegende Sonntag. Bei teilweise starkem Schneefall und eisigen Temperaturen begaben sich die Läufer auf die Strecke. Landschaftlich ist es ein einmalig schöner Lauf, durch die giftigen Steigungen ist er jedoch auch nicht zu unterschätzen. „Handschuhe waren jedoch schon nötig“, sagte Iris Hohmeyer im Rückblick über das Equipment. Der Untergrund war glitschig. Vorsichtig mussten sich die Aktiven in diesem Gelände bewegen. Doch die schönen Momente überwiegen. „Man läuft an den Gebirgsbächen vorbei. Zudem gibt es einen phänomenalen Ausblick“, skizziert Iris Hohmeyer die Rahmenbedingungen.

Faustformel hilft

Die Halbmarathonläufer mussten je 433 Höhenmeter auf- und abwärts bewältigen, Martin Kessler über die 10,7-Kilometer-Distanz 270 Höhenmeter und Astrid Becker über die 5,3-Kilometer-Distanz 120 Höhenmeter. Trotz der Wetterbedingungen konnte Iris Hohmeyer mit 2:08 Stunden eine persönliche Bestzeit verbuchen und durfte sich bei der Siegerehrung über den dritten Platz in ihrer Altersklasse freuen.

Für die anderen Läufer bestätigte sich die Faustformel, die Norbert Tohermes (ein erfahrener Läufer und Ratgeber des VfL) mit auf den Weg gegeben hatte: „Drei Minuten pro 100 Höhenmeter.“ Bester Läufer des VfL war Michael Fobbe, der nach 1:53 Stunden die Ziellinie überquerte. Ihm folgten Costantino Brunetti mit 1:55 Stunden und Stephan Klose mit 2:07 Stunden. „Es war ein toller Lauf, der mir aber aufgrund der Witterung alles abverlangt hat. Nach über einem Jahr Halbmarathon-Pause bin ich bei dem anspruchsvollen Höhenprofil mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Mein Dank gilt den mitgereisten Unterstützern, die mich auf den letzten Metern förmlich ins Ziel getragen haben“, führte Michael Fobbe glücklich, aber erschöpft aus.

Martin Kessler absolvierte die 10,7 Kilometer in 1:10 Stunden und Astrid Becker die 5,3 Kilometer in 35:36 Minuten. In der Teamwertung von Oberstdorf belegten die Fröndenberger abschließend einen soliden sechsten Rang.

Jetzt lockt die Kieler Bucht

Inzwischen sind alle Aktiven aus Fröndenberg mit den mitgereisten Unterstützern wieder im heimischen Fröndenberg wohlbehalten angekommen und schmieden bereits Pläne für den nächsten Läufer-Kurzurlaub. „Ein Start im kommenden Jahr an der Kieler Bucht steht ganz oben auf der Wunschliste“, sprühen die VfLer vor Tatendrang.

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