Bezirksliga 4

SF Hüingsen mit verrückter Schlussphase beim TuS Neuenrade

Sascha Barnefske jubelt nach dem Schlusspfiff.

Sascha Barnefske jubelt nach dem Schlusspfiff.

Foto: Dietmar Reker

Neuenrade.  Beim Aufsteiger TuS Neuenrade geraten die Sportfreunde Hüingsen wieder in Rückstand. Doch wie gegen Langscheid/Enkhausen zeigt sie Moral.

Die Regenschlacht endet mit einem schmutzigen Sieg: Die Sportfreunde Hüingsen gewinnen in der Fußball-Bezirksliga 4 mit 2:1 (0.0) beim Aufsteiger TuS Neuenrade.

Eine Szenerie erinnerte schon ein wenig an den Herrn der Ringe: Nebelschwaden erhoben sich über den Wäldern oberhalb von Neuenrade. Der Regen prasselte unaufhörlich auf die 60 tapferen Zuschauer herab, die den Weg ins Waldstadion gefunden hatten. Verdenken konnte es den Daheimgebliebenen keiner, doch gerade die Hüingser Fans sollten die Tour in den Osten des Märkischen Kreises am Ende nicht bereuen.

Doch bis sich die Endorphine in der Gemütslage durchsetzten, sollte es lange dauern. Denn es sah lange Zeit so aus, als sollte sich der Hüingser Trend fortsetzen, nachdem einem spektakulären Heimspiel ein tristes Auswärtsspiel folgt. In Neuenrade stimmte am Ende wenigstens das Ergebnis.

„Das war sicherlich ein äußerst schmutziger Sieg, aber am Ende zählt nur das Ergebnis. Und das tut uns in der Tabelle sehr gut“, freute sich Sportfreunde-Trainer Giancarlo Fiore, der mit seiner Mannschaft nach dem Sieg auf den dritten Tabellenplatz kletterte.

Personell musste Fiore die Ausfälle von Tobias Maier in der Innenverteidigung und Tarek Güclü im Sturm kompensieren. Für die beiden starteten die Nicolas Westermann in der Abwehr und Andre Becker im offensiven Mittelfeld.

Starke Anfangsphase des Aufsteigers

Gerade die Defensive der Grün-Weißen stand in der Anfangsphase des Spiels im Mittelpunkt des Geschehens. Da kamen die Gastgeber zu deutlich besseren Möglichkeiten. Speziell der schnelle Emirjon Avdia konnte über die linke Seite wirbeln und kam immer wieder zu guten Abschlussversuchen.

Nach zehn Minuten ging der erste Versuch am langen Pfosten vorbei, auch die zweite Chance nach elf Minuten blieb liegen. Beim dritten Abschluss nach Querpass von Flamur Latifi war das Tor am langen Pfosten sogar leer, doch wieder brachte der ansonsten so treffsichere Avdia (bereits zehn Saisontore) den Ball nicht im Tor unter.

„Wir haben in der Anfangsphase sicher großes Glück gehabt, dass wir nicht schon mit zwei oder drei Toren im Rückstand gelegen haben“, musste Fiore einräumen. Die erste nennenswerte Chance der Hüingser hatte Fiore selbst in der 22. Minute als Bruder Marco Fiore auf Sascha Barnefske flankte und „Django“ dessen Ablage am Tor vorbeischoss.

Im zweiten Durchgang wurde das Spiel, das wetterbedingt auf keinem guten Niveau stattfand, zu einem echten Kampfspiel. „Das war unser Ziel, ich habe den Jungs gesagt, dass wir uns ins Spiel hineinkämpfen müssen. Und das haben wir auch gemacht“, betonte Fiore.

Doch zunächst einmal mussten die Gäste einen Rückschlag hinnehmen. Nach 62 Minuten gelang es der SF-Abwehr nicht, Ömer Sönmez am Abschluss zu hindern, dessen Schuss aus zwölf Metern rechts oben im Winkel einschlug. Erinnerungen an die vergangenen Auswärtsspiele wurden wach. Aber dieses Mal konnten die Gäste den Auswärtsfluch bezwingen. Sie erhöhten nach dem Rückstand den Druck und drängten die Neuenrader in die Defensive. Zwingende Chancen kamen dabei jedoch nicht heraus. Eine Standardsituation sollte dann die Wende bringen.

Neun Minuten vor dem Abpfiff legte sich Marco Fiore am Strafraumeck den Ball zurecht und schoss die Kugel überraschend für alle Neuenrader flach ins lange Eck hinein. Auf dem nassen Boden wurde das Spielgerät unhaltbar.

Als gerade die Nachspielzeit anbrach kam der Ball im Strafraum zu Sascha Barnefske, der den Überblick behielt und auf Volkan Bodur ablegte, der den Siegtreffer erzielte. „Wir haben wieder eine starke Mentalität gezeigt“, freute sich Fiore.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben