Bezirksliga 4

SF Hüingsen verpatzt Heimpremiere gegen Bad Wünnenberg

Nach der Niederlage schleichen die Spieler der Sportfreunde Hüingsen mit gesenkten Köpfen vom Platz.

Nach der Niederlage schleichen die Spieler der Sportfreunde Hüingsen mit gesenkten Köpfen vom Platz.

Foto: Tim Cordes / WP

Hüingsen.  Auf den Boden der Tatsachen sind die Sportfreunde Hüingsen zurück geholt worden. Dabei sieht es zunächst gut aus.

Au Backe, das tat weh. Die Fußballer der Sportfreunde Hüingsen setzten am Sonntag das erste Heimspiel der Saison kräftig in den Sand. Der heimische Bezirksligist verlor gegen den FSV Bad Wünnenberg-Leiberg mit 1:3 (0:0). Und die Niederlage war am Ende sogar verdient.

Nach dem guten Saisonstart beim 1:1 gegen den TuS Sundern wollte die Fiore-Elf den ersten Heimsieg der verbuchen. „Dieses Spiel kann nicht unser Anspruch sein. Man kann schon sagen, dass das ein Fehlstart ist“, ärgerte sich Sportfreunde-Trainer Giancarlo Fiore vor allem über eine indiskutable zweite Halbzeit in der man einen sehr disziplinierten Gegner kräftig in die Hände spielte.

„Bei allen Respekt vor dem Gegner. Aber das geht gar nicht, dass wir uns innerhalb von 14 Minuten drei Tore von Bad Wünnenberg einfangen“, schimpfte der Hüingser Coach über einen unglaublich passiven Auftritt seiner Mannschaft. Doch der Reihe nach - schon vor dem Anpfiff gab es für die Sportfreunde Schwierigkeiten zu lösen.

Fiore steckt zunächst im Stau

Marco Fiore steckte zum Anpfiff der Partie noch im Stau und tauchte erst während der ersten Halbzeit auf. Sein Fehlen wurde dann auf dem Platz deutlich. Die Gastgeber waren im ersten Spielabschnitt das spielerisch präsentere Team, ihren Spiel in die Spitze fehlte der entscheidende letzte Pass. Die Sportfreunde hätten aber trotzdem in Führung gehen müssen.

So in der 19. Minute als Berkan Bodur freistehend den bereits am Boden liegenden Gäste-Keeper anschoss. Sascha Barnefske vergab ebenso wie Dorian Hammer per Freistoß. Die Hausherren hätten durchaus vor der Pause in Führung gehen können. Letztlich blieb es bei der Nullnummer zum Seitenwechsel.

Zum zweiten Spielabschnitt wechselte „Django“ Fiore seinen Bruder Marco ein. Und damit schien sich die nötige Effektivität im Spiel des Bezirksligisten einzustellen. Marco Fiore setzte mit einem feinen Paß Sven Barnefske in Szene und der bringt die Kicker aus der „Republik“ mit 1:0 in Führung (48.). Die Erleichterung im Ohl war deutlich spürbar.

Nach Führung Faden verloren

Das eigene Team schien endgültig auf Kurs (48.). Eine Hoffnung, die sich schnell als Trugschluss darstellte. Denn nach dem Führungstreffer lief bei den Platzherren überhaupt nichts mehr zusammen. Äußerst passiv schaute man den Gegner zu, wie dieser mit großer Disziplin das Spiel an sich zog. Gäste-Kicker Schäfer setzte mit einem Lattentreffer das Zeichen, dass diese Partie noch lange nicht entschieden war.

Daran hatten die Gastgeber aber auch ihren maßgeblichen Anteil. Zumal auch der Coach mit seinen Wechseln kein glückliches Händchen hatte. Von Marco Fiore war nach seiner feinen Vorarbeit zur Führung nicht mehr viel zu sehen.

Tarik Güclü blieb auf der rechten Seite nach seiner Einwechselung für Dominik Scherner unsichtbar. Sein Trainer wollte den Wandel im Spiel aber nicht an den Auswechselungen festmachen. „Wir waren doch teilweise gar nicht mehr auf den Platz“, schimpfte „Django“ Fiore und meinte da vor allem die zentrale Position im Defensivbereich.

Bad Wünnenberg machte es einfach besser. Defensiv stand man sehr sicher und ließ so gut wie nichts mehr zu. Offensiv blieb der Kontrahent der Sportfreunde immer am Ball. In der 64. Minute sollte sie dann für ihr Bemühen belohnt werden. Der aufgerückte Stratmann nutze die Konfusion im Spiel der Sportfreunde zum 1:1-Ausgleichstreffer.

Die Ohl-Kicker waren sichtlich getroffen, dabei hätte man sich an das vergangene Spieljahr erinnern sollen. Da hatten die Balltreter aus dem Luftkurort einen 1:3 Rückstand in eine 4:3 Führung umgedreht. Im letzten Jahr ging ein Zähler mit auf die Heimreise. Diesmal drei!

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