Handball

SG Menden Sauerland steht sich gegen Opladen selbst im Weg

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Konnten sich in der Schlussphase nicht mehr aus den Fängen der Gäste befreien: Lars Henkels (rotes Trikot) und die SG Menden Sauerland.

Konnten sich in der Schlussphase nicht mehr aus den Fängen der Gäste befreien: Lars Henkels (rotes Trikot) und die SG Menden Sauerland.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Eine Vielzahl technischer Fehler führt gegen die Rheinländer zu einer zu deutlichen Niederlage. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Nach dem überzeugenden Sieg in der vergangenen Woche gegen den GSV Baunatal, gelang es dem Handball-Drittligisten SG Menden Sauerland am Samstagabend gegen den TuS Opladen nicht, nachzulegen. Am Ende gab es eine zu hohe 28:34 (15:16)-Niederlage.

Im Handball machen manchmal Zentimeter den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus. Sei es beim Torabschluss oder beim Anspiel. Und genau diese Zentimeter fehlten den Wölfen gegen die Gäste aus den Rheinland in den 60 Minuten zu häufig. 16 technische Fehler notierte Trainer Ingo Stary. „Das ist einfach zu viel und der Grund, warum wir heute nicht an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen konnten. Es fehlte auf allen Positionen an der Qualität, die wir letzte Woche hatten“, analysierte der Wölfe-Trainer den Auftritt seiner Mannschaft.

Ausgeglichener Start

Dabei hatte es durchaus verheißungsvoll begonnen in der Habichthalle. Die erste Hälfte war ein offener Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften konnte sich einen Vorteil herausspielen. Jonas Schulte brachte mit seinem Treffer zum 4:3 die Wölfe nach knapp sechs Minuten erstmals in Führung. Die Mannschaft spielte konzentriert und machte in dieser Phase wenig Fehler.

Nach einer Zeitstrafe gegen Schulte gingen die Gäste erstmals mit zwei Toren in Front (9:11/22.). Die Antwort der Wölfe kam postwendend durch Tim Brand, der innerhalb von 13 Sekunden ausglich. Zur Pause führten die Gäste aus Opladen knapp mit 16:15. „Dass wir in der ersten Halbzeit 15 Tore geworfen haben, ist ein sehr guter Wert für uns. Das ist positiv“, sah Stary im ersten Durchgang viele positive Ansätze bei seiner Mannschaft.

Aufholjagd bleibt unbelohnt

Nach Wiederbeginn hielten die Wölfe bis zum 20:22 noch gut mit, doch dann häuften sich die von Ingo Stary angesprochenen technischen Fehler. Mal landete ein Pass von Tim Brand beim Gegenstoß beim Gegner, mal funktionierten die Übergaben am Kreis nicht, ein anderes Mal fehlte die Präzision im Abschluss. Mitte der zweiten Halbzeit rissen sich die Wölfe zusammen, starteten eine Aufholjagd nachdem die Gäste mit vier Toren in Führung lagen (24:20/44.).

Der junge Jonas Schulte zeigte sich in dieser Phase nervenstark: Ein Siebenmeter und zwei Gegenstöße verwandelte er sicher. Plötzlich wurde es wieder laut in der Halle, der Glauben an eine Trendwende war wieder da. Bis zum 25:26 aus Wölfe-Sicht lief es auch perfekt. Doch eine Zeitstrafe gegen Luca Giacuzzo gab den Gästen wieder Oberwasser. Sie erzielten vier Tore in Folge, sodass spätestens mit dem Yannik Nitzschmanns Treffer zum 25:30 viereinhalb MInuten vor der Schlusssirene die Vorentscheidung gefallen war.

Meurer verletzt sich früh

„Es gab eine Phase, wo wir gut dran waren in der zweiten Halbzeit. Dann machen wir wieder drei technische Fehler in Folge deshalb sind wir nicht mehr in Schlagdistanz geblieben. Wir spielen phasenweise einen sehr guten Handball, da ist es einfach bitter, dass es heute nicht gereicht hat“, ärgerte sich Ingo Stary.

Bitter verlief der Abend auch für Maurice Meurer. Der ehemalige Spieler der SG Menden Sauerland verletzte sich bereits nach acht Minuten schwer am Knie und konnte gegen seinen Ex-Verein, bei dem er in der vergangenen Saison zum Einsatz kam, nicht mehr mitwirken.

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