Dritte Liga

SG Menden steht Spalier beim Meisterstück der HSG Krefeld

Nix zu machen: SG-Trainer Micky Reiners sieht eine deutliche Niederlage seiner Mannschaft.

Nix zu machen: SG-Trainer Micky Reiners sieht eine deutliche Niederlage seiner Mannschaft.

Foto: Dietmar Reker

Krefeld.   Eine vogelwilde zweite Halbzeit verschafft der SG Menden Sauerland eine deutliche Niederlage beim neuen Meister HSG Krefeld.

Herzlichen Glückwunsch, HSG Krefeld! Die Handballer aus der Seidenstadt sicherten sich am Freitagabend in schon überzeugender Manier endgültig den Titel in der Staffel West der dritten Liga. Mit einem 32:20 (15:9)- Erfolg über die SG Menden Sauerland wurden die letzten rechnerischen Zweifel beseitigt.

Für die heimischen Ballwerfer blieb in der mit rund 1500 Zuschauern ausverkauften Glockenspitzhalle nur die Statistenrolle übrig. Und das nervte SG-Trainer Micky Reiners dann doch.

„In Krefeld kann man verlieren. Aber ich hätte mir da schon ein wenig mehr Gegenwehr gewünscht. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir wie das Kaninchen vor der Schlange. Da haben wir nur zugeschaut, wie sich Krefeld in einen Rausch gespielt hat“, hatte sich der Mendener Coach einen anderen Verlauf gewünscht.

In alte Strickmuster verfallen

Vor allem, weil man in der Partie beim neuen Meister in die Fehler der vergangenen Auswärtspartien verfiel. „Wir haben mit sechs Toren in Longerich verloren, in Schalksmühle waren es sieben und in Krefeld gleich zwölf. Das ist mir einfach zu deutlich“, nervte Reiners die Art und Weise, wie seine Mannschaft den Gegner viele leichte Tore gestattete.

„Ich bin den Jungs gar nicht böse. Aber sie werden so ihren eigenen Möglichkeiten nicht gerecht. Und das ist einfach schade, weil sie das nicht verdient haben“, so Reiners, der am letztlich verdienten Krefelder Sieg keine Zweifel ließ. „Ich hätte mit einer 26:32-Niederlage leben können. Das hätte ich unterschrieben“, betont Reiners.

Enttäuschte Gesichter

In der Tat erhielt die bislang so prima Saison der „Wölfe“ kleine Flecken. „In den Heimspielen muss man sich keine Gedanken machen. Auswärts müssen wir noch viel lernen. Das wissen die Jungs aber“, sah Reiners nach Spielschluss enttäuschte Gesichter bei seinen Spielern.

Währenddessen war der Jubel beim neuen westdeutschen Meister nicht zu bremsen. Und Krefeld hatte sich am Freitagabend sehr konzentriert gezeigt. Allerdings fanden auch die „Wölfe“ zunächst gut ins Spiel. Der Treffer von Matthias Zimny in der 15. Minute bedeute das 4:6 aus SG-Sicht.

Doch die Hoffnung war schnell verflogen, denn die heimischen Handballer nahmen sich einfach zu viele Fehwürfe. Die Gastgeber bauten die Führung bis zur 26. Minute auf 11:6 aus, das Drehbuch der Partie war klar.

Kurzer Moment der Hoffnung

Nach dem Seitenwechsel sollte noch einmal Hoffnung aufkommen. Florian Schöße per Siebenmeter und Rafael Dudczak am Kreis sorgten dafür, dass der Rückstand auf vier Tore zusammen schmolz - 11:15 (32.). „Doch dann haben wir einige vogelwilde Dinge gemacht und dem Gegner regelrecht in die Karten gespielt“, musste Micky Reiners mit ansehen, wie sich der Gegner bis zur 45. Minute einen zehn Tore Vorsprung herausspielte.

Krefelds Schiffmann erzielte den Treffer zum 23:13. Die „Wölfe“ resignierten und sehnten die Schlusssirene herbei. Für die „Wölfe“ kann es nur das Ziel geben, es im nächsten Spiel wieder besser zu machen.

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