Selbstversuch

TB Bösperde: WP-Mitarbeiter Rajan Drüppel testet Disc-Golf

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Das Ziel im Blick: WP-Mitarbeiter Rajan Drüppel testet sich im Disc-Golf.

Das Ziel im Blick: WP-Mitarbeiter Rajan Drüppel testet sich im Disc-Golf.

Foto: Dietmar Reker

Fröndenberg.  WP-Mitarbeiter Rajan Drüppel lernt bei Peter Hennecke vom TB Bösperde die Theorie und Praxis im Disc-Golf. So lief der Selbstversuch.

Im Laufe des letzten Jahres bekam ich immer wieder die Möglichkeit neue Sportartarten ausprobieren, was mir als passionierter Sportler natürlich sehr gelegen kam. Jetzt testete ich Disc-Golf, was ursprünglich aus den USA stammt.

In Deutschland ist diese Sportart nur vereinzelt verbreitet, wobei es sicherlich viele Standorte gibt, die sich dafür eignen würden, da man kaum Materialien benötigt. Zusammen mit unserem Fotographen Dietmar Reker traf ich mich mit dem Abteilungsleiter des Turnerbund Bösperde, Peter Hennecke, der diesen Sport immer wieder vorantreibt.

Die Theorie

Der am nächsten erreichbare Park befindet sich in Fröndenberg. Zuerst erklärte mir Hennecke das Ziel und die Durchführung des Sportes. „Es gibt einen Startpunkt und ein Ziel. Man versucht mit einer Frisbee mit möglichst wenigen Würfen in einen Korb zu treffen,“ erklärt Hennecke. Mir wird schnell klar, dass der Sport Parallelen zum Golf vorweist. Ähnlich zum Golfschläger gibt es auch hier verschiedene Scheiben, die sich für kurze oder lange Distanzen eignen. Und schon geht es los.

Zuerst zeigt Peter Hennecke mir die richtige Technik. Auch da gibt es Unterschiede. Für einen Anfänger, wie mich, eignet sich die Rückhand-Methode. Dabei stelle ich mich seitlich und breitbeinig zum Ziel hin, so dass der starke Arm näher zum Ziel steht. Dabei dient der korbferne Fuß als Standbein. Beim Ausholen verlagere ich das Gewicht also auf eben diesen. Dabei ist es wichtig, die Frisbee schon auf Brusthöhe zu halten, damit der Sportler sie nicht zu tief wirft. Für den eigentlichen Wurf ziehe ich die Scheibe nah an der Brust entlang und lasse sie los, als der Arm wieder gestreckt ist.

Die Praxis

Beim ersten Wurf geht es erst einmal darum, eine möglichst große Distanz zu überwinden, um so nah wie möglich an den Korb heranzukommen. Natürlich komme ich nicht ansatzweise so weit, wie Peter Hennecke und die anderen Mitglieder, aber das habe ich erwartet. Jedoch gelingt mir der Anfang doch recht gut. Wir haben verschiedene Scheiben dabei. Den Unterschied merke ich schon direkt, als ich sie anfasse. Fast jede Scheibe hat einen unterschiedlichen Rand, die für die unterschiedlichen Würfe geeignet sind. Leider haben meine Würfe immer einen ungewöhnlichen Drall, doch auch dort kann mir Peter Hennecke weiterhelfen. „Du hast den so genannten Bounce. Versuche das Handgelenk beim Abwurf nach unten zu drücken. Das macht es einfacher“, erklärt er mir. Um eine weitere Distanz kennenzulernen, begeben wir uns näher ans Ziel heran, so dass ich die Frisbee also schon direkt im Korb versenken kann. Hierbei stelle ich mich gerade zum Korb hin. Das schwächere Bein steht hierbei ungefähr einen Schritt hinter dem starken Bein. Beide Beine sind mit den Zehenspitzen zum Ziel gerichtet. Wieder hole ich zum Rückhandwurf aus.

Bei dem sogenannten „Put“ muss ich natürlich darauf achten, richtig zu zielen und meine Kraft einzuschätzen, damit ich nicht über das Ziel hinaus werfe. Es stelle sich heraus, dass mir diese Art deutlich schwerer fällt. Von ungefähr zehn Würfen habe ich vielleicht im besten Fall zwei Treffer erzielen können. Das ist allerdings nicht so schlimm und scheint der normale Gang der Dinge zu sein. „Das Schöne an dieser Sportart ist, dass man immer ein Erfolgserlebnis verbuchen kann, da man ja immer näher an sein Ziel herankommt“, machte mir Peter Hennecke weiter Mut. Er erklärt mir, dass ich häufig zu verkrampft stehe. Bei den weiteren Versuchen mache ich einen Schritt nach vorne. Nachdem ich den Fehler abgestellt habe, läuft es besser, so dass meine Trefferquote um einiges ansteigt.

Das Fazit

Insgesamt war es für mich eine tolle Erfahrung, die mir großen Spaß gemacht hat. Ich würde resümierend sagen, dass ich mich relativ gut geschlagen habe, für mein erstes Mal an der Scheibe. Der Sport ist für alle Altersgruppen geeignet, da sich die Spieler nicht sonderlich verausgaben müssen. Ich kann mir vorstellen, noch häufiger beim Disc-Golf aktiv zu werden.

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