Bezirksliga 4

TuS Langenholthausen zerlegt SG Serkenrode/Fretter

Besuch aus Düsseldorf: 25 Mitglieder der Fortuna kamen auf Einladung des TuS Langenholthausen mit nach Fretter.

Besuch aus Düsseldorf: 25 Mitglieder der Fortuna kamen auf Einladung des TuS Langenholthausen mit nach Fretter.

Foto: Tim Cordes

Fretter.   Mit acht Toren schließt der TuS Langenholthausen sein letztes Auswärtsspiel in der „Bundesliga des Sauerlandes“ ab. Zum Leidwesen der Gastgeber.

Der TuS Langenholthausen wird die Saison in der Fußball-Bezirksliga ungeschlagen auf gegnerischen Plätzen beenden. Im letzten Auswärtsspiel bei der SG Serkenrode/Fretter gewann der Meister mit 8:0 (3:0).

Es war ein Heimspiel für die Gäste aus Langenholthausen am Giebelscheid in Fretter. Grün-Weiße Fahnen, Schals und stimmgewaltige Gesänge. Vereinsvorsitzender Charly Grote hatte Freunde von Fortuna Düsseldorf eingeladen, um die Balver beim letzten Auswärtsspiel der Saison zu unterstützen. Die Fans aus der Landeshauptstadt kamen dem Wunsch gerne nach und gaben dem Spiel einen schönen Rahmen- inklusive einer „Humba“ nach dem Spiel.

Sportlich hatten die Gäste die Partie über 90 Minuten im Griff. Der Torreigen wurde nach 18 Minuten eröffnet, als ein Eckball am langen Pfosten in die Mitte geköpft wurde. Serkenrode/Fretter klärte den Ball nur halbherzig, der dann wieder am zweiten Pfosten landete, in die Mitte gespielt wurde, wo Gian-Marco De Luca völlig freistehend zum 0:1 einschoss.

Kellermann lässt Elfmeter zurücknehmen

Nach 32 Minuten dann eine merkenswerte Aktion. SG-Spielertrainer Christian Günther brachte Langenholthausens Julian Kellermann im Strafraum zu Fall. Zumindest auf den ersten Blick. Schiedsrichter Josef Lenze zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch Kellermann bewies großen Sportsgeist, ging zum Schiedsrichter und wies ihn darauf hin, dass er nicht gefoult worden wäre.

„Die Aktion fand ich richtig gut. Ich würde mir wünschen, dass Spieler in solchen Situationen häufiger mal auf den Schiedsrichter zugehen würden, um zuzugeben, dass sie nicht gefoult wurden“, lobte TuS-Trainer Uli Mayer die Fair-Play-Aktion Kellermanns.

Sechs Minuten später stand Kellermann wieder im Mittelpunkt, dieses Mal jedoch als Torschütze. De Luca marschiert über die linke Seite, geht bis auf die Grundlinie, spielt den klugen Rückpass an die Strafraumgrenze. Dort steht Kellermann völlig frei und schiebt zum 0:2 aus SG-Sicht ein.

Fischer-Hattrick in 20 Minuten

Aber der Landesliga-Aufsteiger hatte noch nicht genug. Wieder De Luca, dieses Mal über rechts,wieder zur Grundlinie, wieder der Rückpass, dieses Mal auf Moritz Schültke, der den Ball in den Winkel schoss.

Von den Hausherren, die vergangene Woche beim Tabellenletzten TuS Müschede eine 3:0-Führung aus der Hand gaben und mit 3:5 verloren, war nichts zu sehen. Ein Zustand, der sich in der zweiten Halbzeit noch steigern sollte.

Zwei Minuten waren um, als Falk Fischer im Strafraum freigespielt wurde und routiniert zum 0:4 einschob.

Fischer hatte nur Gefallen am Toreschießen gefunden, erhöhte zehn Minuten später auf 0:5 und wieder zehn Minuten später auf 0:6- ein Hattrick innerhalb von 20 Minuten.

Mayer sehr zufrieden mit seiner Mannschaft

Trotz des deutlichen Vorsprungs, gaben die Gäste weiter Vollgas, Gian-Marco De Luca, bis dahin an vier der sechs Toren beteiligt, erzielte seinen zweiten Treffer nach einer feinen Einzelleistung über rechts (74.). Der Italiener setzte auch den Schlusspunkt mit dem 0:8, dieses Mal nach einem feinen Steilpass von Falk Fischer.

„Das war nix, kein Wille, keine Leidenschaft. So kann man gegen solch eine Spitzenmannschaft nicht bestehen“ ärgerte sich SG-Trainer Matthes Kremer.

Uli Mayer: „Vom Spielverlauf her haben wir das sehr gut erledigt. Wir wussten, dass Fretter tief steht. Unser Ziel war es, Ballbesitz zu haben, in die Tiefe zu spielen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Das ist uns gelungen. Gutes Spiel.“

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