Fußball

TuS Langenholthausen zittert sich zum 20. Sieg

Falk Fischer dreht nach seinem Treffer zum 3:1 jubelnd ab. Seine Mannschaft feiert mit dem 3:2-Erfolg über den SSV Meschede den 20. Sieg im 20. Saisonspiel. Für Fischer ist der Treffer bereits sein 21. Saisontor.

Falk Fischer dreht nach seinem Treffer zum 3:1 jubelnd ab. Seine Mannschaft feiert mit dem 3:2-Erfolg über den SSV Meschede den 20. Sieg im 20. Saisonspiel. Für Fischer ist der Treffer bereits sein 21. Saisontor.

Foto: Dietmar Reker

Langenholthausen.   3:2-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten SSV Meschede. Umstrittener Handelfmeter ebnet den Weg

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

60 Punkte nach 20 Spielen, das gab es in der langen Historie der Fußball-Bezirksliga 4 noch nie. Doch dieses Mal musste Spitzenreiter TuS Langenholthausen kämpfen, um den 3:2 (1:0)-Sieg gegen den Tabellenvorletzten SSV Meschede über die Runden zu bringen.

Manchmal entscheiden wenige Zentimeter über Erfolg und Misserfolg. So auch am Düsterloh. Es lief die sechste Minute der Nachspielzeit, als der Gast aus Meschede noch einmal alles nach vorne warf. Der Ball kam auf die rechte Seite, Querpass vors Langenholthausener Tor, dort herrschte Verwirrung, so dass der Ball vor dem Gehäuse herrollte. Doch keiner der Mescheder Spieler rund um den Fünfmeterraum erreichte die Kugel, um die Flugbahn entscheidend in Richtung Tor zu verändern. Danach war Schluss. „Es war das erwartet schwierige Spiel gegen eine Mescheder Mannschaft, die sich nie aufgegeben hat“, pustete Langenholthausens Trainer Uli Mayer nach dem Schlusspfiff kräftig durch.

Rademacher trifft in Halbzeit eins

Von Beginn an sahen die 100 Zuschauer am Düsterloh eine Partie, die den erwarteten Lauf nahm. Die Hausherren hatten viel Ballbesitz, Meschede versuchte die Räume eng zu machen, um möglichst wenig Chancen zuzulassen. Doch das gelang in der Anfangsphase überhaupt nicht. Nach einer halben Minute spielte Daniel Lottermoser einen katastrophalen Fehlpass in die Füße von Tim Rademacher, der aus 18 Metern über das Tor schoss. Zwei Minuten später der nächste Ballverlust des SSV, dieses Mal profitiert Julian Kellermann, der in den Strafraum eindrang, den Ball aber auch nicht im Tor unterbrachte. Nach neun Minute scheiterte Rademacher wieder, jetzt mit einem Kopfball nach Kellermann-Ecke. Falk Fischer stand danach die Latte im Weg (22.). Erst zehn Minuten später durften die Hausherren endlich jubeln. Eine Ecke wird scharf vors Mescheder Tor geschlagen, am zweiten Pfosten köpft Guntermann die Kugel in die Mitte vor die Füße von Tim Rademacher, dessen Schuss links oben einschlägt. Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. Danach verflachte das Spiel bis zur Pause.

Im zweiten Durchgang wurde es spannend. Der erst eine Minute zuvor eingewechselte Qazim Gashi nutzte einen Abwehrfehler des Tabellenführers aus und erzielte das 1:1 (56.). Meschede war plötzlich wieder im Spiel und witterte die Chance, der Mayer-Elf einen Punkt abzunehmen. Und die Hausherren zeigten Nerven. Nach 63 Minuten sah Benjamin Menke die gelb-rote Karte nach einem Foulspiel. „Die zweite gelbe Karte war unstrittig, aber die erste Verwarnung darf er meiner Meinung nach nicht geben“, erklärte Uli Mayer.

In Unterzahl profitierten die Hausherren von einer umstrittenen Entscheidung als der Schiedsrichter nach einem vermeintlichen Handspiel auf den Elfmeterpunkt zeigte. „Es ist schade aus unserer Sicht, dass das Spiel durch so eine Entscheidung noch einmal eine Wendung bekommt“, ärgerte sich Meschedes Trainer Ünal Görgün. Dominik Guntermann nahm das Geschenk an und traf zum 2:1. Falk Fischer traf kurz darauf mit dem schönsten Treffer des Tages zum 3:1. Der Stürmer schoss den Ball aus 18 Metern humorlos unter die Latte und von dort aus ins Tor.

Spannend wurde es dann noch einmal in der Nachspielzeit als Torben Ochs den Mescheder Aydin im Strafraum zu Fall brachte und Palatin auf 3:2 verkürzte. „Großen Respekt an Meschede, wie sie sich hier präsentiert haben. Obwohl sie in der Tabelle weit unten stehen, haben sie immer versucht, sich hier spielerisch durchzusetzen und nicht nur lange Bälle nach vorne zu schlagen“, lobt Uli Mayer die Gäste abschließend.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben