Handball-Verbandsliga

TV Westfalia Halingen flucht nach 29:30 über die Schiris

Redebedarf: Nach dem Abpfiff machen die Halinger ihren Unmut über die Entscheidung der Schiedsrichter beim letzten Angriff von Teutonia Riemke deutlich. Die Gastgeber verlieren mit 29:30 (14:14). 

Redebedarf: Nach dem Abpfiff machen die Halinger ihren Unmut über die Entscheidung der Schiedsrichter beim letzten Angriff von Teutonia Riemke deutlich. Die Gastgeber verlieren mit 29:30 (14:14). 

Foto: Frank Saul

Halingen.   „Das war eine absolute Frechheit“, kritisierte Halingens Trainer Jörg Walter nach der 29:30-Pleite gegen Riemke die Leistung der Unparteiischen.

Die letzte Aktion sorgte für die Entscheidung. Der Wurf des Riemker Aufbauspielers Torben Eberhard knallte zunächst gegen den rechten Innenpfosten. Den Abpraller bekam Halingens Keeper Rico Witt unglücklich in den Rücken und vor dort sprang der Ball über die Torlinie ins Netz. Durch diesen spektakulären Treffer haben die Verbandsliga-Handballer des TV Westfalia Halingen das wichtige Heimspiel im Kampf um den Klassenerhalt mit 29:30 (14:14) verloren. Ungläubige Blicke und massive Proteste des Tabellenletzten aus Halingen folgten in der Mehrzweckhalle.

Denn vor allem der letzte Angriff der Riemker brachte die Halinger emotional in Wallung. Die Schiedsrichter, Philipp Schürhoff aus Olpe und Benedikt Steinebach aus Siegen, hatten ein drohendes Zeitspiel angezeigt und hielten den Arm deutlich sichtbar nach oben. „Das ist eine klare Regel, dass dann noch sechs Pässe folgen dürfen. Riemke spielt aber acht bis zum Torabschluss und die Schiris lassen es laufen“, konnte Jörg Walter, Trainer des TV Westfalia Halingen, seinen Unmut nicht verbergen.

13 Strafwürfe für Riemke

Er sagt selten etwas gegen die Leistung der Unparteiischen. „Aber das war heute eine absolute Frechheit“, kritisierte Jörg Walter die Vorstellung der Unparteiischen. So sahen es auch viele Westfalia-Fans auf der Tribüne, die in zahlreichen Szenen nicht mit den Entscheidungen der Schiedsrichter einverstanden waren. Als weiteren Beweis für die Benachteiligung führten die Halinger die Zeitstrafen (fünf für die Gastgeber, keine für Riemke) und das Verhältnis der Strafwürfe (13 für Riemke, sieben für die Gastgeber) an. „Die Schiedsrichter haben uns ganz klar benachteiligt“, fand Jörg Walter klare Worte.

Die letzte Szene des Spiels sei, so der Coach weiter, ein Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufs gewesen. „Bei uns springt der Wurf von Alex Bichmann vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld und bei Riemke geht der letzte Wurf ins Tor“, beschreibt der Coach die Gegensätze und weiter: „Das war unglücklich. Aber ich hatte nie den Eindruck, dass wir bei den Schiedsrichtern eine Chance hatten, zu gewinnen.“

Nach einem anfänglichen Rückstand (1:4, 3:7) kämpften sich die Halinger zurück ins Spiel. Dennis Bichmann, der nach rund einer dreimonatigen

Verletzungspause erstmals wieder ins Geschehen eingriff, sicherte seinem Team mit zwei Treffern das 14:14 zur Pause. Auch nach dem Wechsel lieferten sich beide Mannschaften ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Halinger gingen sogar mit 24:23 in Führung. Doch sie schafften es nicht, einen größeren Vorsprung herauszuspielen. Denn zu oft wurden die Angriffe zu überhastet abgeschlossen.

Kreisläufer nicht abgeschirmt

In der Abwehr hatten die Gastgeber darüber hinaus immer wieder Schwierigkeiten, das Kreisläufer-Anspiel der Riemker entscheidend zu unterbinden. „Wir hätten vor dem Kreisläufer stehen müssen. Auch das haben wir nicht geschafft. Dadurch sind ja auch die meisten Strafwürfe gegen uns gepfiffen worden “, klang Jörg Walter wenig begeistert.

In rechnerischer Hinsicht ist der Klassenerhalt für Halingen (4:28-Punkte) noch möglich. Vier Punkte beträgt der Rückstand zum Tabellenvorletzten. „Aber, wenn wir solche Spiel wie gegen Riemke zu Hause nicht gewinnen, wird das am Ende wahrscheinlich nicht reichen“, zeigt sich Jörg Walter skeptisch nach der jüngsten Vorstellung.

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