Fußball

Verletzung: Kretz kämpft sich zurück ins Team des BSV Menden

Nach langer Leidenszeit wieder schmerzfrei: Oleg Kretz zeigt beim Trainingsauftakt des BSV Menden vollen Einsatz.

Nach langer Leidenszeit wieder schmerzfrei: Oleg Kretz zeigt beim Trainingsauftakt des BSV Menden vollen Einsatz.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Oleg Kretz, Mittelfeldspieler des BSV, feiert nach einer Hüftoperation sein Comeback. Das hätte ihm vor einigen Monaten noch niemand zugetraut.

Kein Drehbuch hätte das Ende der Leidenszeit eines Fußballers besser beschreiben können. Es lief ungefähr die 75. Minute des Testspieles von Landesligist BSV Menden gegen den SSV Kalthof als Mendens Trainer Kevin Hines seinen Spieler Oleg Kretz einwechselte. Und der Fußballer feierte nach monatelanger Verletzungspause ein bemerkenswertes Comeback. Er war gerade erst wenige Minuten auf dem Platz, da legte er seinem Mitspieler Marcel Hoffmann das Tor zum 7:0 auf. Und der Endstand der Partie von 8:1 (4:0) war von da an nur eine Nebensache.

Lange Leidenszeit

Zu groß war im Mendener Lager die Freude, dass der spielstarke Fußballer nun endgültig ins Team zurückgekehrt war. „Sieben Monate und zwei Tage“, entfuhr es Oleg Kretz direkt nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Tobias Kähler aus Iserlohn. So lange hatte der 28-jährige das Trikot des heimischen Landesligisten nicht mehr tragen können. Der Grund waren dauerhafte Schmerzen in beiden Hüften, die im vergangenen November operativ mit einer Hüftarthroskopie behoben wurden. „Schlimmstenfalls hätte ich neue Hüften bekommen“, erzählt Oleg Kretz. Doch das ist Vergangenheit, jetzt zählt nur noch der Blick nach vorne. „Das sieht doch recht gut aus“, freut sich BSV-Trainer Kevin Hines darüber, dass seine Nummer Zehn wieder an Bord ist. „Aber wir werden nichts überstürzen“, sagt Kevin Hines.

Oleg Kretz war die Freude sichtlich anzumerken, dass die Zeit der Unsicherheit doch zu einem freudigen Ende gefunden hat. „Ich gebe zu, dass ich mir nicht sicher war“, haben ihn die vergangenen Monate schon grübeln lassen.

Nur noch ein Eingriff konnte helfen

Begonnen habe das ganze „Martyrium“ eigentlich vor rund vier Jahren. „Da hatte ich immer mal wieder Leistenschmerzen. Ich dachte, das ist als Fußballer irgendwie normal. Vor allem waren sie dann auch schnell wieder weg“, erinnert sich Oleg Kretz an den Beginn seiner Leidenszeit. Doch nach und nach wurden die Schmerzen größer und blieben auch länger. So dass nach einiger Zeit klar wurde, dass nur noch eine Operation helfen konnte. Aber zunächst stellte er sich weiter in den Dienst der Mannschaft. Auch wenn nicht alles gelang. Der normale Zuschauer im Huckenohl konnte nichts davon ahnen, dass sich da ein Fußballer über den Platz quälte. Nach der Operation an beiden Hüften im vergangenen November, sollten die Schmerzen zunächst nicht weniger werden. „Die ersten vier Wochen waren schlimm. Ich konnte da gar nicht auftreten“, musste sich der Fußballer in Geduld üben. Als dann die Rückkehr an den Arbeitsplatz anstand, gab es die nächste Belastungsprobe für den 28-Jährigen. „Ich muss während der Arbeit viel stehen und das war natürlich eine zusätzliche Belastung. Aber das wurde dann auch besser“, konnte Oleg Kretz erste Fortschritte verbuchen.

Nun wurde auch die Frage nach der Rückkehr auf den Rasen konkreter. „Ich habe mich zunächst gefragt, wie das mit dem Laufen sein wird, oder wenn ich vor den Ball trete“, erzählt Kretz. Ein Teil seiner Befürchtungen konnte ihm mit der Vorbereitung auf die neue Saison genommen werden. Die ersten Laufeinheiten liefen problemlos ab. „Natürlich tat das sehr gut, dass ich endlich wieder spielen konnte. Ich blicke zuversichtlich nach vorne“, sagt Kretz, für den in den nächsten Tagen etwas noch wichtigeres ansteht. Es hat sich Nachwuchs im Hause Kretz angekündigt: „Es wird ein Junge“, verrät der werdende Vater.

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