Handball-Verbandsliga

Westfalia Halingen fehlt in Hombruch der nötige Biss

Enttäuscht über die Leistung seines Teams beim 26:29 (14:14) in Hombruch: Jörg Walter, Trainer des Tabellenletzten TuS Westfalia Halingen.

Enttäuscht über die Leistung seines Teams beim 26:29 (14:14) in Hombruch: Jörg Walter, Trainer des Tabellenletzten TuS Westfalia Halingen.

Foto: SK

Halingen.   Durchaus auf Augenhöhe, aber keine Punkte: Die Verbandsliga-Handballer aus Halingen verlieren unnötig gegen den TuS Westfalia Hombruch.

Den Rückstand nicht verkürzt. Die Verbandsliga-Handballer des TV Westfalia Halingen haben auswärts gegen den TuS Westfalia Hombruch mit 26:29 (14:14) verloren. „Doch wir hätten gewinnen müssen“, urteilte Westfalia-Trainer Jörg Walter im Rückblick und weiter: „Eine solide Leistung von Hombruch hat ausgereicht, um uns auf Abstand zu halten.“ Halingen bleibt damit Schlusslicht und der Abstand zum Tabellenvorletzten HSV Plettenberg/Werdohl beträgt weiterhin drei Punkte.

Bereits vor dem Anpfiff musste Jörg Walter den Ausfall von Kreisläufer Andreas Grote (Grippe) zur Kenntnis nehmen. Erst gegen Siegen hatte der Routinier nach einer monatelangen Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Auch Rückraumspieler Robert Ammelt kam aufgrund einer Zerrung nur zu einem Mini-Einsatz. Ebenfalls fehlten Felix König und Max Jost. „Wir schaffen es nicht, zwei Wochen lang mit derselben Mannschaft zu spielen“, fügte Jörg Walter an.

Nachdem das Westfalia-Team in der Anfangsphase einem Rückstand hinterhergelaufen ist (1:4, 2:5), lief es nach rund einer Viertelstunde besser. Als Linkshänder Dennis Bichmann zum 5:5 ausgeglichen hatte, markierte Florian Stracke sogar die 6:5-Führung. Die Halinger befanden gegen den Favoriten auf Augenhöhe. Die beiden Teams lieferten sich ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Jan Ziegenhirt sorgte dann für das 14:14 zur Halbzeit.

Vom Rückstand nicht erholt

Nach dem Wechsel hielten die Halinger zunächst aussichtsreich mit. Doch nach dem 15:15 schien sich eine kleine Vorentscheidung anzubahnen. Die Gastgeber setzten sich bis zu 35. Minute auf 18:15 ab. „Wir haben wieder den Start verschlafen“, sagte Jörg Walter. Der Treffer zum 17:19 (36.) durch Linkshänder Dennis Bichmann ließ zwar noch einmal kurzfristig berechtigte Hoffnungen aufkommen. Doch zwei Minuten später lagen die Halinger bereits mit 17:21 im Hintertreffen. Paul Poth hatte in dieser Phase eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert, aus der Hombruch Kapital geschlagen hat. „Von diesem Rückstand haben wir uns nicht mehr erholen können“, stellte Jörg Walter niedergeschlagen fest. Nachdem Jan Ziegenhirt zum 19:22 (41.) getroffen hatte, sah es zunächst so aus, als könnte Halingen eine erfolgreiche Aufholjagd starten. Doch Hombruch zog bis zur 54. Minute auf 27:23 davon. Florian Stracke und Dennis Bichmann sorgten noch einmal mit ihren Treffern für das 25:27. Doch Hombruch behielt die Nerven.

„In den entscheidenden Moment waren wir nicht clever genug. Insgesamt bin ich enttäuscht. Mit einer normalen Leistung wäre Hombruch zu schlagen gewesen. Es hat mir in meinem Team der bedingungslose Kampf um jeden Meter gefehlt“, fasste Jörg Walter die 60 Minuten zusammen.

Einstellung wie beim Testspiel

Gerade im Abstiegskampf hätte er erwartet, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. Doch er habe, so Jörg Walter weiter, den Eindruck gewonnen, dass die Einstellung eher wie bei einem Freundschafsspiel vorgeherrscht habe. „Das habe ich schon beim Aufwärmen gespürt“, sagte der Coach nach der Niederlage im Rückblick und weiter: „Über das Spiel in Hombruch müssen wir beim Training am Dienstag sprechen.“

TV Westfalia Halingen: Witt, Nicholls, Ziegenhirt (5), Ammelt, Strotkötter (1), Köhler, D. Bichmann (9/1), Richard (2), Wiemann (1), Poth,, Stracke (5), A. Bichmann (3), Diederich.

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