Handball

Westfalia Halingen schlägt sich achtbar

Konzentriert versuchen die Halinger (grüne Trikots) den HSC-Angriffen zu entgegnen.

Konzentriert versuchen die Halinger (grüne Trikots) den HSC-Angriffen zu entgegnen.

Foto: Martina Dinslage

Halingen.   Abstiegsbedrohter Handball-Verbandsligist unterliegt dem Tabellenführer HSC Haltern-Sythen knapp mit 27:30. Alex Bichmann verletzt raus

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Gegen den Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen gab es für den Handball-Verbandsligisten Westfalia Halingen nichts zu holen. Am Ende liest sich das Ergebnis mit 27:30 zumindest noch recht human.

Tabellenletzter empfängt Tabellenführer- keine Konstellation scheint im Vorfeld so eindeutig zu sein, wie dieses Aufeinandertreffen. Auch an der Dorfstraße blieb die Überraschung aus, doch zumindest die Moral seiner Mannschaft konnte TV-Trainer Jörg Walter nicht bemängeln. „Es ist ein deutlicher Schritt nach vorne, aber leider stehen wir wieder ohne Punkte da. In der Hinrunde haben wir noch zweistellig gegen Haltern verloren, da ist schon eine klare Entwicklung zu erkennen. Aber von dem Lob der Gegner können wir uns leider nichts kaufen, es wird Zeit, dass wir wieder Spiele gewinnen“, betont Walter, der auf insgesamt sechs Spieler verzichten musste. „Zu Beginn hatten wir gerade einmal einen Kader mit neun Leuten, mit dem Anpfiff kamen glücklicherweise noch vier Jungs aus der Reserve, die uns ausgeholfen haben. Das war personell schon am unteren Ende.

Die Westfalia hatte sich im Vorfeld bereits vorgenommen, mutig in die Partie zu gehen, was bis zum 3:3 (4.) auch gut gelang. Danach übernahm der Tabellenführer aus Haltern das Kommando und ließ über sieben Minuten kein Halinger Tor mehr zu und zog auf 3:8 davon. Die Schützlinge von Jörg Walter stemmten sich in Person von Florian Stracke und dem wiedergenesenen Dennis Bichmann (erzielte zehn Tore) gegen die drohende Schmach, verkürzten auf 8:11, bevor der Tabellenführer seine Chancen wieder konsequent nutzte und über 10:16 (23.), das Spiel zur Halbzeit schon so gut wie entschieden hatte (12:19).

Ehrnsperger ersetzt Witt

Jörg Walter reagierte zur Pause und schickte mit Marc Ehrnsperger den zweiten Torhüter zwischen die Pfosten. „Rico hat in der ersten Halbzeit durchschnittlich gehalten, was aber auch an der fehlenden Abstimmung in der Abwehr lag. Marc kann aufgrund seiner Meisterschule nicht trainieren, aber in der Situation wollte ich Rico einfach mal eine Pause gönnen, damit er runterkommt. Marc hat seine Aufgabe dann sehr gut gelöst“, erklärt Walter den Schritt. Der ehemalige Arnsberger Ehrnsperger sah sich direkt mit viel Arbeit konfrontiert, denn die Gäste aus dem Kreis Recklinghausen bauten ihren Vorsprung konsequent aus, in der Spitze auf neun Tore (12:21, 34.). Speziell Julian Schrief, mit zehn Toren bester Werfer der Halterner war ein ständiger Unruheherd. „Unser Problem ist einfach, dass wir aufgrund der personellen Situation keine eingespielte Abwehr haben. Die Abstimmung stimmt oft nicht. Wir haben auch gegen Haltern zu viele Tore durch die Mitte bekommen“, bemängelte der TV-Trainer.

Eine Viertelstunde vor der Schlusssirene schalteten die Gäste dann in den Ruhemodus, mit der immer noch komfortablen 25:20-Führung im Rücken, was den Halingern noch die Möglichkeit gab, Ergebniskorrektur vorzunehmen. Jörg Walter: „Drei Tore liest sich am Ende gut. Aber es ist aus unserer Sicht natürlich auch ärgerlich.“

In der Tabelle bleibt die Westfalia am Ende mit drei Punkten Rückstand auf die HSG Plettenberg/Werdohl (verloren 22:31 gegen Teutonia Riemke), „Wir müssen irgendwie zwei Spiele gewinnen, dann besteht noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt“, war Walter sicher. Personell bleibt es schwierig: Alex Bichmann knickte um und zog sich einen Bänderriss zu.

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