Handball-Landesliga

Westfalia Halingen trennt sich von Trainer Jörg Walter

 Jörg Walter ist nicht mehr Trainer bei Westfalia Halingen.

Jörg Walter ist nicht mehr Trainer bei Westfalia Halingen.

Foto: Stefan Knepper

Halingen.  Westfalia Halingen trifft mitten in der Vorbereitung eine weitreichende Entscheidung. Warum Jörg Walter gehen muss.

Mitten in der Vorbereitung ist plötzlich Schluss: Handball-Landesligist Westfalia Halingen trennt sich überraschend von Trainer Jörg Walter. Der Verein befürchtete einen Fehlstart.

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga stehen die Zeichen in Halingen auf Neuanfang. Eine neue Mannschaft soll dabei helfen, die Saisonziele zu erreichen. Und die sind ambitioniert. „Wir haben als Ziel herausgegeben, dass wir zwischen Platz eins und drei mitspielen wollen“, erklärt Halingens Vorsitzender Olaf Pokroppa und ergänzt, „dass wir diese Ziele gefährdet sahen.“

Sorge vor einem Fehlstart

Was ist passiert? Während der Vorbereitung hat Jörg Walter kurzfristig die Möglichkeit bekommen, in Kur zu fahren. Über einen Zeitraum von vier Wochen. „Da diese Kur in die heiße Phase der Vorbereitung fiel und wir die Befürchtung hatten, dass wir einen Fehlstart hinlegen könnten, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, der uns nicht einfach gefallen ist“, betont Pokroppa.

Bei der Mannschaft sorgte die Nachricht über die Trennung von Jörg Walter für Verwunderung. „Natürlich waren sie überrascht“, schildert der erste Vorsitzende die Reaktionen der Spieler. Zunächst war geplant, dass das Training während Walters Kur unter der Federführung von zwei Halinger Spielern durchgeführt werden sollte. Doch von diesem Plan sind die Verantwortlichen schnell abgewichen. Sebastian Swoboda, eigentlich Trainer der zweiten Mannschaft, wurde zum neuen Übungsleiter der Landesliga-Handballer befördert.

„Sebastian leistet hier seit einem Jahr gute Arbeit bei der Reserve. Wir sind sicher, dass er der beste Mann für die Nachfolge von Jörg Walter ist“, wirbt Pokroppa für den eingeschlagenen Weg.

Hartes Auftaktprogramm

Brisant an der Trennung ist auch, dass Jörg Walters Sohn Niklas noch zum Kader der Halinger zählt. Der Torhüter war erst vor Saisonbeginn aus Dortmund nach Halingen gewechselt. Ob er weiterhin im Mendener Norden bleibt, ist noch offen. „Wir werden noch ein Gespräch mit ihm führen. Er fühlt sich in Halingen wohl und ist auch in der Mannschaft gut integriert. Wenn er bleiben möchte, würden wir uns sehr darüber freuen“, sagt der TV-Vorsitzende. Auch die restlichen Spieler haben ihren Verbleib zugesagt und werden nun nicht noch kurzfristig den Verein verlassen.

Für den neuen Trainer drängt die Zeit. In drei Wochen startet die neue Saison in der Landesliga direkt mit einem anspruchsvollen Auftaktprogramm. „Wir haben schon ein krasses Auftaktprogramm. Da müssen wir auf den Punkt fit sein, wenn es los geht“, weiß Pokroppa.

Mit Sebastian Swoboda übernimmt der dritte Trainer innerhalb eines Jahres das Zepter in Halingen. Im vergangenen Sommer hatte noch Armin Saracevic begonnen, die Mannschaft auf die Verbandsligasaison vorzubereiten. Nach einem Fehlstart ging man Ende Oktober getrennte Wege, Jörg Walter übernahm. Der Dortmunder konnte den Abstieg nicht verhindern und sollte nun den Neuanfang einleiten.

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