Handball, 3. Liga

„Wölfe“: Die vorliegenden Testergebnisse sind alle negativ

Versorgt sein Team während der häuslichen Quarantäne auf digitalem Weg mit Übungen Übungen aus dem Kraft- und Ausdauerbereich: Ingo Stary, Trainer der SG Menden Sauerland.

Versorgt sein Team während der häuslichen Quarantäne auf digitalem Weg mit Übungen Übungen aus dem Kraft- und Ausdauerbereich: Ingo Stary, Trainer der SG Menden Sauerland.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Die bereits vorliegenden Testergebnisse sind alle negativ. Handball-Drittligist SG Menden Sauerland hofft auf einen Trainingsstart nächste Woche.

In der vergangenen Woche hat der Corona-Virus auch die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland erreicht. Ein Spieler des Teams von Ingo Stary wurde positiv getestet. Das Team und die Mannschaftsverantwortlichen begaben sich darauf freiwillig in Quarantäne und ließen sich testen. Die bereits vorliegenden Testergebnisse sind alle negativ. So könnte die Mannschaft zu Beginn der kommenden Woche wieder ins Training zurückkehren.

Das hängt aber von den noch ausstehenden Bescheiden der zuständigen Gesundheitsämter ab. Und auch der anstehende Saisonstart am Samstag, 3. Oktober, beim TuS Vinnhorst in Hannover (Anwurf 19.45) ist noch zweitrangig. Denn die vergangenen Tage haben die „Wölfe“ sehr nachdenklich werden lassen. „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es nichts Wichtigeres gibt als die Gesundheit. Und dass es einfach notwendig ist, sich an die Vorschriften zu halten“, sagt SG-Vorsitzender Frank Schlückling.

Vorsitzender Frank Schlücking telefoniert viel mit Gesundheitsämtern

„Wölfe“-Coach Ingo Stary atmete auch erst einmal durch. „Es fehlen noch zwei Testergebnisse. Die anderen sind alle negativ. Ich bin froh, dass bislang alle gesund sind“, sagt Stary. Sein Team scheint im Moment mit einem Infizierten glimpflich davon zu kommen.

In den vergangenen Tagen hat der SG-Vorsitzender Frank Schlücking viel mit den betreffenden Gesundheitsbehörden telefoniert, auch das Robert-Koch-Institut in Berlin wurde kontaktiert. „Es war deshalb nicht ganz so einfach, weil insgesamt fünf verschiedene Gesundheitsämter eingebunden sind“, so Schlücking mit Blick auf die Wohnorte einzelner Spieler. Ein weiteres Problem ist zudem die unterschiedlichen Verfahrensweisen in den einzelnen Ämtern. „Da werden die Vorgaben vom Land schon sehr unterschiedlich interpretiert“, sagt Frank Schlücking.

Bei den „Wölfen“ hofft man, dass am kommenden Montag oder Dienstag der Handball wieder die Hauptrolle übernehmen wird. Dass die rund zweiwöchige Trainingspause Spuren hinterlassen wird, ist den Verantwortlichen schon bewusst. „Das wird schon ein Kaltstart in die Saison werden“, sagt Frank Schlücking mit Blick auf den Auftakt beim TuS Vinnhorst.

Trainingsarbeit der letzten Wochen kommt nicht zum Tragen

Auch der SG-Trainer mag die Probleme nicht kleinreden. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen viel im Training erarbeitet. Das ist schon schade, dass wir das im Moment nicht nutzen können. Es fehlen halt die handballspezifischen Dinge“, so Ingo Stary. Der Coach denkt da vor allem an die geplanten Testspiele. So fallen der Corona-Zwangspause gleich drei Spiele zum Opfer. Am vergangenen Wochenende waren das die Spiele gegen die JSG Melsungen und den THW Kiel II. Am kommen Samstag wollte das Stary-Team gegen Oberligist Schalke 04 noch einmal testen. „Doch das Jammern bringt uns auch nicht weiter. Wir schauen nach vorn“, so Stary, der sich dabei auf die prima Einstellung seiner Mannschaft verlassen sollte.

Ingo Stary bereitet sich intensiv auf ersten Gegner vor

Denn die trainierten täglich für sich. „Ich habe ihnen täglich Übungen aus dem Kraft- und Ausdauerbereich geschickt“, so Stary über das etwas andere „Home-Office“ seiner Mannschaft. Und auch der Trainer nutzte die Zeit daheim recht intensiv. Er bereitet sich intensiv auf den ersten Gegner TuS Vinnhorst vor. „Der Auftakt ist schon ein Thema. Ich habe mir einiges an Material über den Gegner besorgt“, verbrachte der SG-Coach die vergangenen Tage mit reichlich Spielanalyse.

Es sind aber nicht nur die „Wölfe“, bei denen Corona einiges durcheinanderwirbelt. Auch beim zukünftigen Liga-Konkurrenten TV Cloppenburg ruhte in den vergangenen Tagen der Trainingsbetrieb. Praktisch zeitgleich mit den Wölfen vermeldeten die Niedersachsen auch einen Corona-Fall. Und es werden wohl nicht die letzten Fälle sein.

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