Frauen-Handball / 2. Liga

Beim TuS Lintfort muss Mischung aus Tempo und Geduld stimmen

Lisa Kunert, mit Ball, ist mittlerweile eine wichtige Alternative im rechten Rückraum. Die Linkshänderin hofft auch in Buchholz-Rosengarten auf Einsatzzeiten.

Lisa Kunert, mit Ball, ist mittlerweile eine wichtige Alternative im rechten Rückraum. Die Linkshänderin hofft auch in Buchholz-Rosengarten auf Einsatzzeiten.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Handball-Frauen vom Zweitligist TuS Lintfort haben beim schweren Auswärtsspiel bei HL Buchholz-Rosengarten lediglich eine Außenseiterchance.

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Rhythmus finden und Stabilität erreichen: Das müssen die Ziele sein für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort, wenn nun das Meisterschaftsrennen wieder Fahrt aufnimmt. Der Spielplan war zuletzt ziemlich zerpflückt, durch einerseits die kurze Weihnachtspause, dann das recht frühe Auftaktspiel ins neue Jahr in Harrislee und, wie berichtet, folgte am vergangenen Wochenende sogar die Zwangspause wegen der Spielabsage gegen den HC Leipzig.

Für die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein endet nun die Hinrunde, mit dem schweren Auswärtsspiel bei HL Buchholz-Rosengarten. Der Anwurf ertönt dort Sonntag, um 16 Uhr.

Freiwilliger Verzicht

Die Gastgeber sind seit Jahren eine etablierte Macht in der 2. Bundesliga. Der Verein holte sich in dieser Zeit sogar mehrmals den Zweitligatitel, verzichtete allerdings jedes Mal freiwillig auf den Aufstieg. Zuletzt beispielsweise in der vergangenen Spielzeit 2018/2019.

Buchholz-Rosengarten (24:4 Punkte) nimmt aktuell den zweiten Tabellenplatz ein, allerdings schon mit einem kleinen Rückstand auf das Top-Team SV Union Halle-Neustadt (27:1). Aber die Gastgeberinnen bringen immer noch genügend Kraft und Willensstärke auf die „Platte“, um den TuS Lintfort unter Umständen schwindelig zu spielen.

Dem gastgebenden Verein gelingt es immer wieder, eine hochkarätige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Gerade die Verpflichtungen von Kim Berndt (Bayer Leverkusen/Mitte) oder Johanna Heldmann (TVB Wuppertal/halbrechts) waren zuletzt zwei absolute Volltreffer. Die „Handball-Luchse“ – so wie sich die Mannschaft nennt – verfügen über einen breiten Kader, der es zulässt, wichtige Wechsel zu vollziehen, ohne dabei in die Verdrückung zu kommen, einen Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen.

Aber richtig zur Sache geht es in der zumeist defensiv ausgerichteten Verteidigung. Die Spielerinnen verschmelzen zu einer kompakten, zweikampfstarken Einheit. Es wird zugepackt und ausgeteilt. Buchholz hat nicht umsonst die wenigsten Gegentreffer der Liga kassiert.

Ein weiteres großes Plus, ist, die klare Struktur beim Gegenstoß. Nach Ballgewinnen läuft die erste Welle extrem sicher über die beiden flinken und abschlusssicheren Außenspielerinnen.

„Ordentlich aus der Affäre ziehen“

„Wir sind klarer Außenseiter“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Aber wir wollen uns natürlich ordentlich aus der Affäre ziehen. Meine Mannschaft muss zusehen, dass sie die Mischung aus Tempo, aber auch aus Geduld hinbekommt. Wir müssen clever und intelligent auf dem Parkett agieren, lieber mal einen Gang rausnehmen, als zu überdrehen.“

Der TuS Lintfort (16:10 Punkte) gehört weiterhin zu den positiven Überraschungen. Allerdings erlitt der Aufwärtsschwung unlängst in Harrislee einen kleinen Dämpfer.

Das TuS-Team erreichte aufgrund vieler kleinerer Defizite nicht die Normalform. In der Deckung haperte es weitgehend an der Aggressivität sowie an der Laufbereitschaft. Im Angriff fehlte vor allem die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. „Wir müssen die Ruhe bewahren und dürfen selbst bei Rückständen nicht verzweifeln oder aufgeben“, sagt deshalb Bettina Grenz-Klein.

>>>PERSONELLES

Der TuS Lintfort fährt mit dem Zug zum Auswärtsspiel nach Buchholz-Rosengarten. Die Abfahrt vom Duisburger Hauptbahnhof ist Sonntagmorgen um 9.47 Uhr.

Es gibt eine realistische Chance, dass Eva Legermann nach ihrer Fingeroperation zurück aufs Spielfeld kehrt.

Loes Vandewal laboriert nach wie vor an einer Achillessehnenreizung, wird aber spielen.

Mie Norup Isaksen fehlt hingegen. Die Dänin befindet sich wegen ihres Studiums in der Heimat.

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